Die göttliche Sophie: Das Findelkind

  

Filmhandlung und Hintergrund

Amüsante Fortsetzung des Films "Die göttliche Sophie" mit Jan Fedder als Hamburger Pfarrer in Bayern und Michaela May als kerniger Haushälterin.

In der Dorfkirche von Fischbach wird ein Baby ausgesetzt. Während Pfarrer Steffensen den Instanzenweg gehen will, aktiviert der Wonneproppen in Haushälterin Sophie sämtliche Oma-Instinkte. Da auch Steffensen den kleinen Racker ins Herz schließt, macht sich das Duo auf die Suche nach den Erzeugern. Der Vater des offenbar außerehelich gezeugten kleinen Emil ist ein Mann aus Fischbach, was für viel Unruhe im Dorf sorgt. Auch der Bischof ist alarmiert, als das „Elternpaar“ zum Medienthema wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die göttliche Sophie: Das Findelkind: Amüsante Fortsetzung des Films "Die göttliche Sophie" mit Jan Fedder als Hamburger Pfarrer in Bayern und Michaela May als kerniger Haushälterin.

    Schon allein die Kombination ist so gut, dass die Komödie „Die göttliche Sophie“ unbedingt fortgesetzt werden musste. Hier der knochentrockene Hamburger Pfarrer (Jan Fedder), da die herzensgute oberbayerische Haushälterin (Michaela May), die das Herz nicht nur auf dem rechten Fleck, sondern auch auf der Zunge trägt.

    In der Paarung steckt noch eine menge Potenzial. Mit viel Vergnügen und noch mehr Liebe zum satirischen Detail erzählt das erfolgreiche Gespann des ersten Films, Thomas Kirdorf (Buch) und Hajo Gies (Regie), auch die zweite Geschichte. Da sich Pfarrer Steffensen fern der Heimat in Fischbach akklimatisiert hat, ist der Motor der Handlung nicht mehr das Aufeinanderprallen der Kulturen, sondern ein in der Dorfkirche ausgesetztes Baby. Während der Pfarrer den Instanzenweg gehen will, aktiviert der Wonneproppen in Sophie sämtliche Oma-Instinkte. Am liebsten würde sie den kleinen Emil gar nicht mehr hergeben; und wenn doch, dann allenfalls den Eltern. Da auch Steffensen den kleinen Racker rasch ins Herz schließt, macht sich das ungleiche Duo auf die Suche nach den Erzeugern. Die Identität der Mutter, bis vor kurzem Zimmermädchen in einem nahen Golfhotel, ist bald rausgefunden; und der Vater muss ein Mann aus Fischbach sein, was naturgemäß für allerlei Unruhe im Dorf sorgt. Außerdem landet das „Elternpaar“ im Pfarrhaus auf diversen Titelseiten, was den Bischof im fernen München gar nicht erfreut; erst recht nicht, wenn er selbst erst drei Seiten weiter auftaucht.

    Neben dem ungleichen Paar Fedder/May lebt die Komödie von den liebevoll gezeichneten Figuren, den sorgfältig besetzten Nebendarstellern und den vielen hübschen Einfällen. Außerdem macht Kirdorfs Satire vor niemandem halt. Den Klerus zieht er mit besonderer Vorliebe durch den Kakao. Lambert Hamel als Bischof, der nur mit Mühe die Contenance bewahrt, ist ein Genuss; herrlich, wie Hamel am Ende würdevoll auf einem Traktor thront, weil der bischöflichen Limousine auf dem Weg nach Fischbach der Sprit ausgegangen ist. Ähnlich sehenswert ist Johannes Silberschneider als Domkapitular, den es fast zerreißt, weil er einerseits Steffensens Freund ist, andererseits um die eigene Karriere bangt. Sehr schön sind auch die kommentierenden Zwischenschnitte auf das Baby oder drei winzige vorwitzige Kätzchen. Selbst ein eher schlichter Gag funktioniert dank Gies‘ Routine: Wie durch Geisterhand wird im Pfarrhaus ein Porträt von Benedikt XVI. immer wieder in Schieflage befördert. tpg.

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