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TV-Komödie: Michaela May steht als eigensinnige Haushälterin Sophie dem "zuagroasten" Pfarrer Steffensen alias Jan Fedder zur Seite.

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Kritikerrezensionen

  • Die göttliche Sophie: TV-Komödie: Michaela May steht als eigensinnige Haushälterin Sophie dem "zuagroasten" Pfarrer Steffensen alias Jan Fedder zur Seite.

    Schon der Einstieg in diese hübsche Komödie aus Bayern deutet an, dass der Film mit den üblichen Maßstäben der Freitagsfilme im „Ersten“ nicht zu messen ist: Zunächst wird das Alpenpanorama noch mit der unvermeidlichen Blasmusik unterlegt, aber dann kämpft sich Hans Albers akustisch durch die Hörner; und auf dem Dach eines Autos bahnt sich ein veritabler Leuchtturm den Weg durch die beschaulichen Auen. Er gehört Jens Steffensen, dem neuen Pfarrer von Fischbach.

    Das Nordlicht hat sich in die südliche Provinz nahe Rosenheim versetzen lassen, weil er sich der Liebe wegen in Hamburg nur mit Mühe ans Zölibat halten konnte. Hätte er gewusst, worauf er sich in Fischbach einlässt, hätte er womöglich lieber weiter gegen die Fleischeslust angekämpft. Ein Malheur mit einer Katze, die seinen Weg kreuzt, ist nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Verwicklungen, die der Pfarrer tapfer zu schlichten versucht, was die Dinge regelmäßig noch kompliziert.

    Jan Fedder ist die perfekte Besetzung für diese Rolle: Steffensen ist der Fels in der Brandung, an dem sich nicht nur die Damen des Ortes, sondern auch die klerikalen Honoratioren die Zähne ausbeißen. Eifrigste Gegenspielerin ist die verwitwete Titelheldin (Michaela May), der ausgerechnet der Mann ihrer besten Freundin Inge (Saskia Vester) gleich zu Beginn die Kündigung ausspricht: Seine Molkerei steht kurz vor der Pleite. Inge wiederum hatte eine kurze Affäre mit Sophies erwachsenem Sohn (Stefan Murr), was Sophie erst recht auf die Palme bringt; und der Ehe von Inge und ihrem Johann (Andreas Giebel) tut der Seitensprung naturgemäß auch nicht gut. Steffensen wiederum steckt mittendrin in all dem Ärger, denn beide Frauen haben sich im Pfarrhaus eingenistet. Als Sophie die Idee hat, die Molkerei mit christlichem Gedankengut zu retten und das Joghurt mit Hilfe der zehn Gebote zu vermarkten, bekommt der Kirchenmann auch noch Ärger mit seinem Chef. Zu allem Überfluss ist Sophie, unterdessen Haushälterin im Pfarrheim, schon vor Jahren aus der Kriche ausgetreten.

    Das Drehbuch zu dieser munteren Klerikalkomödie stammt vom Thomas Kirdorf („Küss mich Kanzler“), Autor einer Vielzahl durchweg gelungener Lustspiele. Für eine angemessene Umsetzung all der wunderbaren Dialoge und herrlichen Szeneeinfälle steht Altmeister Hajo Gies, legendär wegen seiner „Schimanski-Tatorte“, der zuletzt aber auch einige weniger gelungene Werke zuwege gebracht hat. Diesen Film inszeniert er jedoch mit Hilfe ausgezeichneter Darsteller perfekt auf den Punkt. Dass die verschiedenen Kapitel immer wieder durch Klischeebilder vom allerdings prachtvollen Alpenpanorama miteinander verbunden werden, gehört offenbar zum ungeschriebenen Gesetz des Sendeplatzes. tpg.

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