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Fakten und Hintergründe zum Film "Die Girls von St. Trinian"

Kino.de Redaktion |

Die Girls von St. Trinian Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Die Entstehung des Projekts

Der Grundstein für DIE GIRLS VON ST. TRINIAN wurde bereits 2002 gelegt als Oliver Parker, Barnaby Thompson, Rupert Everett und Colin Firth gemeinsam an dem Film The Importance of Being Earnest (Ernst sein ist alles, 2002) arbeiteten. Everett, der schon lange ein Fan der populären St.

Trinian’s-Geschichten war, kam auf Thompson mit der Idee zu, eine der beliebtesten Institutionen des Landes zu neuem Leben zu erwecken.

Auch Parker erinnert sich an den Enthusiasmus, mit dem Everett sich auf den Film stürzte und schon konkrete Rollen für sich im Kopf hatte: „Rupert wollte schon sehr lange einmal mehrere Personen im gleichen Film spielen. Weil er sich gut auskannte mit den Komödien der Ealing Studios, nannte er Kind Hearts and Coronets (Adel verpflichtet, 1949) als ein Beispiel dafür, wie man eine solche Idee gelungen umsetzen kann.“

Bezüglich der Inspiration für sein neues Kapitel in der „St. Trinian’s“-Geschichte, lässt Parker keinen Zweifel daran, dass seine Produktion den originalen Zeichnungen von Ronald Searle genauso viel verdankt wie den früheren Filmversionen: „Searles Bilder mit ihren gotischen Einflüssen und dem anarchischen Witz haben mich sehr beeinflusst, und wir waren froh, das auch auf der Leinwand sichtbar machen zu können.“

Thompson und Parker waren nicht die einzigen, die sich von den Originalzeichnungen inspirieren ließen. Auch den Drehbuchautoren Piers Ashworth und Nick Moorcroft war sofort klar, dass Searles Arbeiten für die Figuren des Films von enormer Bedeutung sein würden, als sie den Auftrag für eine „St. Trinian’s“-Neufassung bekamen. „Es war wichtig, dass die neuen St. Trinian’s-Mädchen nicht nur so anarchistisch und unabhängig sind wie die alten, sondern dass sie auch generell als starke Frauen ihren Ursprüngen gerecht würden“, betont Moorcroft. „Als Oliver and Barnaby mit der Idee zu DIE GIRLS VON ST. TRINIAN zu uns kamen, wussten wir sofort, was sie im Sinn hatten. Es ging darum, eine klassische Vorlage zu modernisieren und dabei trotzdem den Geist der alten Filme aufrechtzuerhalten“, fügt Ashworth hinzu.

Sowohl die Filme als auch Ronald Searles Zeichnungen verströmen den Geist von Freiheit, Selbstbestimmung und Unangepasstheit, der heute noch von genauso großer Bedeutung ist wie damals. Auch an der Wärme und der Exzentrik der früheren Filme wollten Parker und Thompson festhalten, denn „im Grunde“, so Thompson, „ist DIE GIRLS VON ST. TRINIAN ein Film über eine dysfunktionale Familie, in die wir uns verlieben und zu der wir gehören wollen.“

Produktion: Schulmädchen für eine neue G

Schon der Begriff „St. Trinian’s“ beschwört bei vielen einen bestimmten Look und eine ganz spezielle Lebensstimmung herauf. Das Bild von wild gewordenen Schulmädchen, die trotz Schuluniform ihr eigenes Erscheinungsbild bestimmen und sich nichts vorschreiben lassen, wird von jeder neuen Generation wieder begeistert aufgenommen. Genau dieses Thema versuchten sich auch Thompson und Parker zunutze zu machen, als sie die klassische Optik der Vorlage modernisierten. Während diese ursprünglich vor allem von Rattenschwänzchen, Zigaretten und rücksichtsloser Unbekümmertheit verkörpert wurde, besuchten die Regisseure für ihre Neuinterpretation während der Recherchephase einige Schulen, um eine wirklich glaubwürdige Darstellung heutiger Schulmädchen zu gewährleisten.

„Durch unsere Besuche an den Schulen konnten wir uns in die Mädchen von heute hineinversetzen und bekamen einen Eindruck davon, über welche Bands sie sich unterhielten, welche Cliquen es gab und wie sie sich ausdrückten“, berichtet Parker. Es war genau dieser Einblick in ihre Zielgruppe, nach dem Parker und Thompson gesucht hatten, um tatsächlich einen Film zu schaffen, der nicht nur langjährige „St. Trinian’s“-Fans, sondern auch ein junges und modernes Kinopublikum ansprechen würde. Außerdem verdankten sie dieser Recherche vor Ort auch die verschiedenen Cliquen wie die Emos, Chavs, Trustafarians, Geeks oder Posh Totties, denen die Mädchen im Film nun angehören.

Allen aus diesen Grüppchen und Cliquen war eines wichtig: dass die Mädchen in den Hauptrollen als klug und stark porträtiert werden. „Die Mädchen in St. Trinian’s sind immer unabhängig, selbständig und haben alles unter Kontrolle“, versichert Thompson. „Sie haben keine Angst, auszusprechen, was sie denken und legen Regeln gerne auch mal großzügig aus, um ihren Willen durchzusetzen.“

Produktion: Die ideale Besetzung

Barnaby Thompson macht keinen Hehl daraus, dass „der neue „St. Trinian’s“-Film viel eher eine Neuinterpretation der Reihe ist, als ein Remake. Aus diesem Grund sollten unsere Schauspieler den Figuren auch eine ganz eigene Interpretation geben.“ Als Beispiel nennt Parker unter anderem den in Großbritannien sehr populären Komiker Russell Brand, der die Rolle des Flash Harry übernahm: „Russell ist als Persönlichkeit überlebensgroß, mit unwiderstehlichem Charisma und einem Funkeln in den Augen. Wenn man dann noch die gewisse Anarchie dazu nimmt, die Russell mitbringt, und die Tatsache, dass er ein waschechter Londoner ist, hat man all die Qualitäten, die wir uns für Flash Harry vorstellten.“

Als es darum ging, den Bildungsminister und damit das spießige Gegenstück zu Carnaby und Camilla zu besetzen, suchten die Filmemacher nach einem Schauspieler, der auf Anhieb eine Beziehung zu Rupert Everett haben würde. Barnaby Thompson erläutert die Wahl: „Colin Firth war das ideale Gegengewicht zu Ruperts Figuren. Die beiden haben schon häufig erfolgreich zusammen gearbeitet und hatten auf Anhieb die Chemie, die wir brauchten. Es ist Colins Figur, die in Miss Fritton in jeder Hinsicht die Komik zum Vorschein bringt.“

Firth selbst gibt ihm Recht: „Rupert und ich arbeiten seit 20 Jahren zusammen und ob man nun um unsere gemeinsame Geschichte weiß oder nicht: sie ist in den Plot eingearbeitet und schwingt in unserer Art der Zusammenarbeit auch immer mit.“ Über seine Rolle sagt er: „Wenn Barnaby und Oliver an meine Rolle dachten und wie ich sie spielen würde, mussten sie automatisch lachen. Als ich das Drehbuch las, war mir auch sofort klar warum: Ich musste unter anderem mit heruntergelassener Hose und von Ameisen bedeckt auftreten.“

Neben Everett, Firth und den anderen prominenten Namen, die in DIE GIRLS VON ST. TRINIAN zu sehen sind, werden die Hauptrollen der Mädchen von St. Trinian von einigen der vielversprechendsten jungen Schauspielerinnen Großbritanniens gespielt.

Für Gemma Arterton war DIE GIRLS VON ST. TRINIAN der erste Schauspieljob nach dem Abschluss der Royal Academy of Dramatic Art, so dass es durchaus ein Risiko hätte sein können, sie gleich in einer der tragenden Rollen des Films zu besetzen. Doch Thompson war anderer Meinung: „Wir wussten vom ersten Moment an, dass Gemma genau das hatte, was wir für die Figur der Kelly suchten. Sie besitzt die Frechheit und das enorme Selbstbewusstsein, die Kellys Markenzeichen sind.“

Was Talulah Riley angeht, die als Neue an der Schule und Kellys Gegenstück ausgewählt wurde, sagt Parker: „Die Figur der Annabelle Fritton ist anfangs sehr naiv, aber wir brauchten eine Schauspielerin, die trotzdem nicht schwach wirken oder sich unterbuttern lassen durfte. Schließlich musste Annabelles spätere Verwandlung auch glaubwürdig sein. Talulah zeigte uns von Anfang an diese gewisse Fritton-Stärke und verkörperte alles, wofür St. Trinian steht.“

In einer Produktion, die nur so strotzt vor mutigen Besetzungsentscheidungen, scheint es auf den ersten Blick eine der geradlinigsten Einfälle gewesen zu sein, Stephen Fry zu verpflichten. Immerhin spielt er niemand geringeren als … Stephen Fry. Sich für diese „Rolle“ zu entscheiden, fiel ihm überhaupt nicht schwer, wie Fry beschreibt: „Ein Teil von mir hätte sich nie vorstellen können, dass der kleine Junge, der früher die „St. Trinian’s“-Filme geschaut hat, später selbst mal in einem mitspielen würde.“ Doch was auf den ersten Blick nach einer kinderleichten Aufgabe aussah, entpuppte sich als gar nicht so unkompliziert: „Es ist doch eine Herausforderung, sich selbst zu spielen. Man darf nicht nur so tun als ob, sondern muss wirklich man selbst sein. Das ist viel schwerer als eine Rolle zu spielen.“

„Stephen ist einmalig und hat der Geschichte wirklich noch eine ganz besondere Facette hinzugefügt“, meint auch Parker. „Wir können uns glücklich schätzen, diese sehr spezielle Mischung aus Filmfigur und echter Persönlichkeit in unserem Film zu haben.“

Für die ideale Besetzung der Nebenrollen an einer so großen (und unbändigen) Schule wie St. Trinian, brauchte man nicht nur eine große Zahl von Schauspielerinnen, sondern auch die richtige Mischung, wie Parker berichtet: „Es ist fantastisch, wie viele talentierte, junge Schauspielerinnen uns für die vielen kleineren Rollen zur Verfügung standen. Aber es war auch wichtig, dass wir die richtigen miteinander kombinieren – und das ist uns hervorragend gelungen.“

Die Regisseure suchten für ihren Cast Mädchen, die nicht nur im Zusammenspiel mit ihren Lehrerinnen überzeugen konnten, sondern auch stark genug waren, im Alleingang den Geist der Schule zu verkörpern und zu unterstützen. Die Wahl fiel schließlich auf Schauspielerinnen wie Juno Temple, Tamsin Egerton und Kathryn Drysdale. Noch im Rückblick zeigt sich Parker begeistert: „Wir brauchten Schauspielerinnen, die kompromisslos, offenherzig, wahrhaftig und vor allem geistig unabhängig waren – und glücklicherweise bekamen wir genau diese!“

Produktion: Die Locations

Ein heruntergekommenes Gebäude mit zerbrochenen Fenstern, das vor allem trostlos und unheimlich wirkt, dürfte in den meisten Fällen nicht unbedingt die erste Wahl sein, um als Mädcheninternat herzuhalten. Was aber die eigenwillige Welt von St. Trinian angeht, wusste Location-Manager Pat Karam sofort, dass er über den idealen Drehort gestolpert war, als er das Haus in Henley entdeckte, das schließlich als Haupt-Location diente. Anfangs sollten nur einzelne Räume des Gebäudes genutzt werden, doch bald bemerkte das Team, dass das baufällige Haus für ihre Bedürfnisse letztlich „Gott gegeben“ war, wie Oliver Parker es ausdrückt.

Das Park Place Estate mit seinem 600 Morgen großen Grundstück und dem beeindruckenden Hauptgebäude besaß nicht nur eine frappierende Ähnlichkeit mit der echten Schule in Edinburgh, auf der die Originalversion von St. Trinian basiert, sondern wirkte auch tatsächlich als würde seine Instandhaltung in den Händen anarchistischer Schulmädchen liegen.

Das Anwesen aus dem 19. Jahrhundert, das in seiner Geschichte auch schon als Schule genutzt wurde, befand sich mittlerweile in einem so baufälligen Zustand, dass nur begrenzte Arbeiten möglich waren, um die Atmosphäre von St. Trinian aufleben zu lassen. Colin Firth fand sogar: „Die Vergangenheit des Hauses beschwört ein fast gespenstisches Gefühl herauf, das einen an The Shining (Shining, 1980) und Ähnliches denken lässt.“ Auch Annabelle Fritton spürt im Film diese düstere Atmosphäre, als sie mit unsicheren Schritten erstmals ihre neue Schule erkundet.

Der zweite wichtige Drehort der Produktion war das völlige Gegenteil zum weitläufigen Grundstück und den heruntergekommenen Gebäuden in Henley: der belebte Trafalgar Square im Herzen Londons mitsamt der weltberühmten National Gallery. Platz und Museum sind Schauplatz des spektakulären Raubs im Finale des Films und somit ein entscheidender Bestandteil der Story von DIE GIRLS VON ST. TRINIAN. Pat Karam und sein Team waren daher verständlicherweise höchst begeistert, als sie tatsächlich die Drehgenehmigung erhielten.

Talulah Riley war entsprechend enttäuscht, dass sie nicht Teil der chaotischen Szenen war, die am Trafalgar Square stattfanden: „Es war wirklich surreal, diese Szenen dort zu drehen. Leider hatte ich aber das Pech, dass ich zu diesem Zeitpunkt der Geschichte noch die Außenseiterin der Schule und kein echtes St. Trinian-Girl bin. Aber alle anderen durften schreiend durch die Gegend rennen und alles verwüsten – und das an einem Ort, an dem man so etwas sonst nie machen dürfte.“

Gewöhnlich werden für den Trafalgar Square kaum Drehgenehmigungen erteilt, doch für DIE GIRLS VON ST. TRINIAN konnten dort gleich mehrere Szenen entstehen. Sie gehören prompt zu den prägendsten und coolsten Bildern des ganzen Films: die wie wild geworden über den Platz tobenden Schulmädchen einerseits, die so genannte „Reservoir Dogs“-Sequenz der Mädchen andererseits – eine Aufnahme übrigens, die Colin Firth als „absolut unschlagbar“ bezeichnet.

Zur Entscheidung der National Gallery, dem Filmteam Einlass zu gewähren, bemerkt Thompson: „Ich war wirklich schockiert als sie beschlossen, uns in der Gallery drehen zu lassen. Wir hatten es nicht für sehr wahrscheinlich gehalten, dass es dazu kommen würde, aber man war dort unglaublich hilfsbereit. Für den Film macht es einen entscheidenden Unterschied, dass wir diese unglaubliche Location mitten in London nutzen konnten.“

Den Kunstraub vor Ort in der Gallery zu drehen verhalf aber nicht nur dem Film zu einigen spektakulären Aufnahmen im Zentrum der Hauptstadt, sondern machte auch auf die Darsteller großen Eindruck. „Die Möglichkeit zu haben, nachts in der National Gallery zu drehen, war fantastisch. Ganz allein in einem Raum mit einem unbezahlbaren Caravaggio zu sein, ist einfach unbeschreiblich“, erinnert sich etwa Colin Firth.

Die Darsteller über ihre Rolle

Rupert Everett:

„Ich spiele zwei Rollen. Camilla Fritton, die Schulleiterin von St. Trinian, ist ein bisschen wie meine Mutter. Sie ist eine dieser Frauen aus der Oberschicht aus der Generation meiner Eltern, die ein ganzes Imperium befehligen und die ich immer sehr amüsant fand. Ich kenne viele solcher Damen und hatte immer etwas für sie übrig. Miss Fritton ist sehr nett, ich mag sie. Außerdem spiele ich ihren Bruder Carnaby Fritton, einen eher zwielichtigen und zweitklassigen Kunsthändler, der kein Geld mehr hat und seine Tochter deswegen auf diese verrufene und gefährliche Schule schickt.“

Colin Firth:

„Oliver und Barnaby haben erzählt, dass sie immer lachen mussten, wenn sie meine Rolle betrachteten und sich vorstellten, dass ich sie spielen würde. Als ich das Drehbuch aufschlug, wusste ich sofort warum. Ich muss mich nicht nur von Ameisen bekrabbeln lassen und mit heruntergelassener Hose dastehen, sondern werde auch aus Fenstern geworfen und in Brunnen geschmissen. Sie hatten gleich eine ganze Reihe Demütigungen für mich auf Lager. Während der Dreharbeiten guckte ich immer wieder zum Monitor rüber und sah die beiden, wie sie schon wieder etwas ausheckten, was sie mir noch antun konnten!“

Lena Headey:

„Ich spiele Miss Dickinson, den Neuzugang in der Lehrerschaft. Ich glaube, sie ist sehr naiv, aber auch mutig und optimistisch. Als sie in St. Trinian ankommt, wird ihre Welt erst einmal erschüttert, aber sie behält alles unter Kontrolle. Die anderen Lehrer sind ihr einigermaßen suspekt und sie wird nicht schlau aus ihnen. Mit den Schülerinnen meint sie es wirklich gut und will das Beste aus ihnen herausholen. Vielleicht ist sie in dieser Hinsicht ein bisschen altmodisch, aber sie glaubt fest daran, dass auch diese Schülerinnen etwas lernen und erfolgreich sein können.“

Jodie Whittaker:

„Ich spiele Beverly, die Schulsekretärin. Im Grunde ist sie vor allem Miss Frittons Privatsekretärin, auch wenn es außer ihr keine andere Sekretärin an der Schule gibt und sie auch nicht wirklich gut in ihrem Job ist. Meistens sitzt sie nur an ihrem Schreibtisch, sieht verkatert aus und tut kaum etwas. Soweit ich weiß, habe ich keine einzige Szene, in der ich tatsächlich etwas tue, was Sekretärinnen gewöhnlich tun. Es ist also wirklich eine ziemlich lustige Rolle!“

Russell Brand:

„Die Figur des Flash Harry ist die Verbindung der Schulmädchen von St. Trinian mit der Außenwelt. Er hehlt für sie mit gestohlenen Waren und bringt ihre Fälschungen und Erfindungen an den Mann. Er ist also ein Schwarzmarkthändler, ein Scharlatan, ein Botenjunge, ein Schattenmann, ein Schwindler, eine unstete Seele und ein Schmierenkomödiant. Ich spiele natürlich eine modernisierte Version des ursprünglichen Flash Harry, deswegen trage ich auch diesen geschmacklosen Schmuck.“

Stephen Fry:

„Ich spiele eine Figur namens Stephen Fry, Schauspieler und eine eher witzlose und übergewichtige Fernsehpersönlichkeit, der auch eine Sendung namens „School Challenge“ moderiert. Das ist eine unglaublich beliebte und erfolgreiche Quizshow, in der mehrere Schulteams gegeneinander antreten. Es ist seltsam, sich selbst zu spielen, denn man weiß nicht genau, welche Vorstellung die Autoren eigentlich von einem haben. Man liest die Dialoge und fragt sich: „Glauben die wirklich, dass ich so etwas sagen würde?“ Vermutlich haben sie sogar Recht – und es ist relativ irritierend, wenn das Drehbuch den Nagel so auf den Kopf trifft. Man muss sich zwar nicht auf besonders viele Eigentümlichkeiten, sprachliche Besonderheiten oder Ähnliches einstellen, aber es ist trotzdem eine Herausforderung, sich selbst zu spielen. Man darf nicht nur so tun als ob, sondern muss wirklich man selbst sein. Das ist viel schwerer als eine Rolle zu spielen.“

Celia Imrie:

„Ich spiele die Hausmutter, die wahrscheinlich von allen Lehrern am längsten zur Belegschaft gehört. Sie und die von ihr sehr verehrte Miss Fritton waren schon als Mädchen miteinander befreundet, weswegen sie ihre Chefin immer verteidigen würde. Vermutlich ist sie nicht unbedingt die effizienteste Hausmutter, was man schon an ihrer schlecht gewaschenen Schürze und der immer etwas schmutzigen Brille mit den dicken Gläsern erkennt. Aber sie liebt einfach die Mädchen, diese Schule und vor allem ihre Cocktailbar im Lehrerzimmer. Als plötzlich um sie herum alles ins Wanken gerät, ist das für sie ziemlich bedrohlich, denn sie weiß natürlich, dass sie nirgendwo sonst einen Job bekommen würde.“

Toby Jones:

„Ich spiele eine etwas rätselhafte Rolle, denn vielleicht wissen nicht alle Zuschauer, was ein Schatzmeister ist. Aber genau das bin ich: der Schatzmeister, der die Aufsicht über die Schulfinanzen hat. Was vermutlich an jeder Schule eine knifflige Position ist. Als es um die Entwicklung der Figur ging, war gerade seine Tätigkeit für mich der Ausgangspunkt von allem. Wer um Himmels Willen tritt so eine Stelle an? Meiner Meinung nach hat er einen letztlich unmöglichen Job und ich bezweifle, dass er darin aufgeht. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Schatzmeister auch jenseits der Schule kein besonders abenteuerliches Leben führt, so dass er beinahe der Leibeigene von Miss Fritton ist. Sie hat mich um ihren kleinen Finger gewickelt!“

Caterina Murino:

„Ich spiele die französische Spanischlehrerin. Und weil wir an St. Trinian sind, bringe ich den Schülerinnen nebenbei auch noch das Schmuggeln bei. Meine Rolle hat ihren ganz eigenen Unterrichtsstil und ist sehr sexy. Wir verbringen immer sehr viel Zeit im Lehrerzimmer, spielen, rauchen und ich bringe den Mädchen das Pokern bei. Und ich wechsele ziemlich häufig meine Kostüme, denn meine Figur ist Französin und deswegen sehr elegant und chic.“

Gemma Arterton:

„Ich spiele Kelly Jones, die Schulsprecherin von St. Trinian ist. Es klingt vielleicht seltsam, aber ich glaube wirklich, dass sie die reifste aller Figuren im ganzen Film ist. Sie muss letztlich alle im Griff haben - auch die Lehrer - und ist der Boss von allen. Aber sie ist natürlich auch eine freche Göre. Alle Mädchen in St. Trinian sind ungezogen – und sie ist ‚die Anführerin der Ungezogenen’. Gleichzeitig hält sie aber eben auch alle im Zaum, damit sie nicht über die Stränge schlagen. Oder sich wenigstens ab und zu zusammenreißen!“

Talulah Riley:

„Ich spiele Annabelle Fritton. Sie ist die Neue und kommt vom schicken Cheltenham Ladies College nach St. Trinian. Zu Beginn ist sie noch Papas verwöhnter Liebling und außerdem die Nichte der Schulleiterin. Man lernt die Schule mit ihren Augen kennen, was zunächst fast ein bisschen gruselig ist. Sie landet nur in St. Trinian, weil ihr Vater auf einen Familienrabatt hofft, und sie ist ein wenig aufgeblasen, weshalb ihr von den anderen ziemlich fies mitgespielt wird. Aber schließlich verwandelt sie sich doch noch in ein echtes St. Trinian-Girl.“

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