Die Geschichte vom Spitfire Grill

  1. Ø 0
   1995
Die Geschichte vom Spitfire Grill Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Geschichte vom Spitfire Grill: Hervorragend besetztes Regiedebut von Lee David Zlotoff über die aufkeimende Freundschaft dreier Frauen.

Totschlag hat die junge Percy ins Gefängnis geführt. Rufmord begleitet sie im idyllischen Nest Gilead, wo sie ein neues Leben beginnen will. Doch im Spitfire Grill, dem gastronomischen und zwischenmenschlichen Knotenpunkt des Ortes, gewinnt die Außenseiterin die Achtung der Besitzerin, die wie Percy ein traumatisches Geheimnis zu verbergen sucht.

Percy, gerade aus dem Gefängnis entlassen, kommt in einer biederen Kleinstadt in Maine bei der alten Hannah, der der „Spitfire Grill“ gehört, unter. Als krasse Außenseiterin hat sie einen schweren Stand, doch gewinnt sie in der alten Frau und der kinderlieben Shelby gute Freundinnen. Gemeinsam organsieren sie sogar einen Schreibwettbewerb um den Grill. Doch Shelbys Mann versucht Percy aus der heilen, kleinen Welt zu vertreiben, mit allen Mitteln…

Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis muß sich Percy mit Vorurteilen der Kleinstadtbürger herumschlagen. Als sie eine Anstellung im „Spitfire Grill“ bekommt, wendet sich das Blatt: Sie freundet sich mit der Besitzerin, die selbst einen dunklen Punkt in ihrer Vergangenheit hat, an. Tiefgründiges Drama.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Zuschauer umarmten „Die Geschichte vom Spitfire Grill“ auf dem diesjährigen Sundance Filmfestival. Kein Wunder. Das Kinoregiedebüt des TV-Veteranen Lee David Zlotoff, das mehrfach Brücken zu Robert Mulligans Klassiker „Wer die Nachtigall stört“ schlägt, ist gediegen inszeniertes Gefühlskino, das sensibel im Mainstream schwimmt. Im Kielwasser von John Travoltas, ein ähnliches Publikum ansprechenden „Phenomenon“ sollte auch dieser warmherzige kleine Film seine Chance nützen können.

    Alison Elliott, unauffällig als eine von Kevin Costners Schwägerinnen in „Wyatt Earp“, aber Szenen-dominierend als Femme fatale in Steven Soderberghs bildschönem Noir-Krimi „The Underneath“, behauptet sich mühelos gegen den markant verwitterten und ungebrochen faszinierenden Film- und Theaterfelsen Ellen Burstyn. Als vom Leben mehrfach ins Gesicht geschlagene Percy Talbott wird Elliott zum Katalysator des Glücks in einem verschlafenen Provinzkaff im US-Bundesstaat Maine. Dort sucht die gerade wegen Totschlags aus der Haft entlassene junge Frau nach einer neuen Chance. Mißtrauisch nimmt die brummige Besitzerin (Ellen Burstyn – in Rolle und Erscheinungsbild auf den Spuren von Katharine Hepburn) des Spitfire Grill die Außenseiterin auf. Als die skeptische Dame sich ein Bein bricht, wird Percy unentbehrlich – wie auch die verhuschte Shelby (Marcia Gay Harden), die durch die Arbeit und die damit verbundene Verantwortung erkennbar aufblüht. Die sich entwickelnde Freundschaft der drei Frauen steht im Mittelpunkt dieses feinfühligen, mitunter auch sentimentalen Films, der den erstickenden Kleinstadt-Mief trefflich zeichnet und nicht nur durch James Horners Piano- und Flöten-lastigen Soundtrack Assoziationen mit „Wer die Nachtigall stört“ weckt. Robert Duvalls Boo Radley ist hier ein durch die Wälder huschendes Phantom (auch schwer inspiriert von Adam Arkins Waldschrat im TV-Hit „Ausgerechnet Alaska“), dessen Geheimnis für halbwegs aufgeweckte Zuschauer im Grunde nie eines ist. Drehbuchautor und Regisseur Zlotoff gelingen zurückhaltende, emotional filigrane Szenen in der Annäherung des mysteriösen Zivilisationsflüchtlings mit der seelenverwandten Percy. Aber in den letzten 25 Minuten geht Zlotoff doch noch der melodramatische Gaul durch, ohne den offensichtlich selbst abseits von Hollywood produzierte Filme wie dieser nicht ins kommerzielle Rennen gehen wollen. Doch da hat sie uns längst eingefangen, die Geschichte der drei Damen vom Grill, die nicht nur eines Trios exzellenter Darstellerinnen wegen Aufmerksamkeit verdient. kob.

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