Filmhandlung und Hintergrund

Drama um eine Lehrerin, die sich für die Schwimmleidenschaft einer muslimischen Schülerin einsetzt.

Das türkischstämmige Mädchen Ilayda weigert sich, im Badeanzug am Sportunterricht teilzunehmen. Ihre Lehrerin, Martha Müller, setzt sich für ihre Schülerin. Sie will Ilayda das Schicksal eines weiteren Migrantenkinds ohne Schulabschluss ersparen. Außerdem ist die Türkin eine äußerst talentiert, sie käme wie gerufen für die anstehende Meisterschaft zwischen den Wiener Schulen. Die Lehrerin setzt durch, dass das Mädchen im Burkini am Unterricht teilnehmen darf; zum Wettbewerb aber muss Ilayda im Badeanzug antreten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Freischwimmerin: Drama um eine Lehrerin, die sich für die Schwimmleidenschaft einer muslimischen Schülerin einsetzt.

    Das sehenswerte österreichisch-deutsche Drama erzählt mit unbekannten Darstellern die Geschichte eines muslimischen Mädchens zwischen den Kulturen.

    Auf den ersten Blick wirkt „Die Freischwimmerin“ wie ein Integrationsdrama: Ein türkischstämmiges Mädchen weigert sich, im Badeanzug am Sportunterricht teilzunehmen. Tatsächlich erzählt der Film von einer jungen Frau, die durch einen Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen worden ist, und einer Lehrerin, die trotz negativer Erfahrungen bereit ist, für ihre Ideale bis zum Äußersten zu gehen. Natürlich ist die Herkunft der jungen Titelfigur maßgeblich für die Handlung, doch die Wiener Schülerin Ilayda, von Selen Savas eindrucksvoll intensiv verkörpert, ist alles andere als ein typisches „Kopftuchmädchen“, zumal sie die Kopfbedeckung seit dem Tod ihres Vaters aus freien Stücken trägt. Erzählt wird die Geschichte (Buch: Susanne Beck und Thomas Eifler) aus Sicht der Sportlehrerin: Martha Müller (Emily Cox) hat schon einmal zu viel für eine Schülerin riskiert, aber sie will Ilayda (zu deutsch Wasserfee) das Schicksal eines weiteren Migrantenkinds ohne Schulabschluss ersparen. Außerdem ist die Türkin eine äußerst talentierte Schwimmerin, sie käme wie gerufen für die anstehende Meisterschaft zwischen den Wiener Schulen. Die Lehrerin setzt durch, dass das Mädchen im Burkini am Unterricht teilnehmen darf; zum Wettbewerb aber muss Ilayda im Badeanzug antreten. Holger Barthel verzichtet inhaltlich und optisch auf Spektakel aller Art. Die Bildgestaltung (Peter Kappel) ist sorgfältig, aber zurückhaltend. Die Handlung konzentriert sich darauf, wie Martha versucht, Ilaydas Vertrauen zu gewinnen; „Die Freischwimmerin“ ist daher vor allem ein Schauspielerfilm. Gerade die praktisch unerfahrene Selen Savas macht ihre Sache vorzüglich. Emily Cox verkörpert den Idealismus der Lehrerin sehr überzeugend. Mehr als bloß Stichwortgeber sind auch die Nebenfiguren: Bernhard Schir versieht den Schuldirektor mit dem richtigen Maß an darstellerischer Komplexität, um den zunächst nur bedingt sympathisch wirkenden Mann nicht als Antagonist wirken zu lassen; er spricht schlicht aus, wie die Schulrealität aussieht. Markante Momente hat Aaron Karl (als Ilaydas Bruder), der frappierend an seinen Vater Fritz erinnert. Unterlegt werden die Bilder durch die stimmige Musik, die mal nach Jazz klingt, mal orientalische Elemente integriert; Otto M. Schwarz hat auf diese Weie großen Anteil daran, dass „Die Freischwimmerin“ kein Betroffenheitsstück, sondern modernes Fernsehen ist, das auch ein jüngeres Publikum anspricht. tpg.

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