Die Frau von früher

Filmhandlung und Hintergrund

Theaterfilm nach dem gleichnamigen Stück von Roland Schimmelpfennig.

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Kritikerrezensionen

  • Die Frau von früher: Theaterfilm nach dem gleichnamigen Stück von Roland Schimmelpfennig.

    Die Adaption des gleichnamigen Bühnenstücks über die tödlichen Szenen einer Ehe ist ein perfekt besetztes und großartig inszeniertes Kammerspiel.

    Die Ausstattung ist ähnlich karg wie eine leere Bühne, die Handlung ist konstruiert und theaterhaft. Dennoch ist Andreas Kleinert eine Adaption gelungen, die ihre Herkunft nicht verleugnet, aber trotzdem ein eigenständiges Werk ist, zumal man sich voll und ganz auf die formidablen Darbietungen der Schauspieler konzentrieren kann. Roland Schimmelpfennigs Stück zeichnet sich durch regelmäßige Zeitsprünge aus, was der filmischen Umsetzung natürlich entgegenkommt. Stefan Kolditz hat dieses Stilmittel in seinem Drehbuch sogar noch zugespitzt, um die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven zu zeigen. Die Vorgehensweise ist dabei stets die gleiche: Die Hauptfiguren nehmen den Höhepunkt einer Szene vorweg, um anschließend quasi in Rückblende zu zeigen, wie es soweit kommen konnte.

    Die Geschichte beschreibt die letzten 24 Stunden im Leben einer Familie, die dabei ist, nach Kanada auszuwandern. Die Wohnung ist bereits leer, als plötzlich die „Frau von früher“ vor der Tür steht: Romy (Ursina Lardi) war einst einen Sommer lang die erste große Liebe von Frank (Devid Striesow) und will ihn nun zurück haben. Franks Frau Claudia (Anna Loos) nimmt die Sache nicht weiter ernst, doch dann spitzen sich die Ereignisse auf derart dramatische Weise zu, dass am Ende einige der Hauptfiguren buchstäblich auf der Strecke bleiben. Allem Drama zum Trotz verblüfft der Film immer wieder mit unerwartetem Humor: Nachdem Romy von Alex (Jonas Ney), dem Sohn des Paars, angefahren worden ist, nimmt die Geschichte fast Züge einer Komödie im Stil des Hitchcock-Klassikers „Immer Ärger mit Harry“ an, weil Frank und Claudia nicht wissen, was sie mit der Leiche anfangen sollen. Romy ist allerdings gar nicht tot, worüber sich vor allem Alex freut; wenn auch nicht lange. Gerade die Leistungen der drei Hauptdarsteller machen die „Die Frau von früher“ zu einem besonderen Film. Devid Striesow und Anna Loos sind als Ehepaar, dessen mühsam aufrecht erhaltene Beziehungsfassade regelrecht weggesprengt wird, herausragend, und auch Ursina Lardi war eine glänzende Wahl für die Rolle der Frau, die wie ein Katalysator all das zum Vorschein bringt, was Frank und Claudia erfolgreich verdrängt haben. tpg.

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