Die Frau des Schläfers

  1. Ø 4
   2010
Die Frau des Schläfers Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Frau des Schläfers: Yvonne Catterfeld überzeugt in der Rolle einer Frau, die erkennen muss, dass ihr Mann nicht derjenige ist, für den er sich ausgab.

Zusammen mit dem gemeinsamen Sohn verschwindet der muslimische Ehemann der jungen Karla in den Sudan. Sie reist ihm nach und findet raus, dass Zaid sie von Anfang an belogen hat: Seine Angehörigen sind keineswegs bettelarm, sondern Waffenhändler. Er selbst ist ein „Schläfer“ und soll sich als Selbstmordattentäter opfern. Das BKA hat ihn seit Jahren im Visier. Trotzdem gelingt ihm die Rückreise nach Hannover. Sein Ziel ist der Weihnachtsmarkt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Handlung erinnert stark an Miguel Alexandres mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnetes Drama „Grüße aus Kaschmir“, zumal in beiden Filmen René Ifrah die Hauptrolle spielt. Hier wie dort verkörpert er einen in Deutschland lebenden Moslem, der sich zum Entsetzen seiner Lebensgefährtin zum Islamisten wandelt. Beide Filme werden aus Sicht der Frau erzählt, in beiden Geschichten spielen gemeinsame Kinder eine entscheidende Rolle.

    Das Drehbuch für „Die Frau des Schläfers“ (Benedikt Röskau, Sylvia Leuker) ergänzt die Handlung allerdings um eine dramatische Entwicklung, die sich an die verfilmten Erlebnisse von Betty Mahmoody („Nicht ohne meine Tochter“) anlehnt: Bei Nacht und Nebel verschwindet der Ehemann von Karla Ben Yakin (Yvonne Catterfeld) in den Sudan; den gemeinsamen zehnjährigen Sohn nimmt er mit. Kurzerhand reist ihm seine Frau hinterher und muss erkennen, dass Zaid sie von Anfang an belogen hat: Seine Familie, der sie immer Geld geschickt haben, ist nicht etwa bettelarm, sondern dank florierender Waffengeschäfte äußerst wohlhabend. Zaid ist offenbar ein „Schläfer“, der sich zu einem bestimmten Zeitpunkt als Selbstmordattentäter opfern soll. Das BKA hat ihn seit Jahren im Visier. Trotzdem gelingt es dem jungen Mann, wieder nach Hannover zu reisen; sein Ziel ist der Weihnachtsmarkt.

    Bei aller Emotionalisierung, die das Thema durch die konsequente Erzählperspektive aus Sicht der Mutter erfährt: Der Stoff ist durchaus anspruchsvoll. Edzard Onneken inszeniert den Film alles andere als effekthascherisch. Um so stärker konzentriert sich die Kamera (Uwe Schäfer) auf das schöne Gesicht der Hauptfigur. Yvonne Catterfeld ist eine völlig angemessene Besetzung für diese Rolle, aber auch sie kann nicht verhindern, dass die innere Spannung der Geschichte zwischenzeitlich auf der Strecke bleibt: Nachdem klar ist, worauf sie hinausläuft, tritt die Handlung auf der Stelle; kaum zu glauben, dass sich gerade Benedikt Röskau, Autor solch‘ großer Stoffe wie „Contergan“ und „Romy“, das so gedacht hat. Gerade beim großen Mittelstück im Sudan verpasst der Film diverse emotionale Gelegenheiten, vom politischen Potenzial ganz zu schweigen. Selbst eine Verfolgungsjagd durch die Wüste sorgt nur für kurzzeitige Kurzweil, zumal man sich fragt, warum die Retter es jedes Mal schaffen, auch in der unwirtlichsten Einöde gerade noch rechtzeitig aufzutauchen. tpg.

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