Filmhandlung und Hintergrund

TV-Thriller mit Anja Kling als Husumer Ermittlerin, die in der Bundeshauptstadt einen Mord aufklären will und in einen Korruptionsfall verwickelt wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Frau aus dem Meer: TV-Thriller mit Anja Kling als Husumer Ermittlerin, die in der Bundeshauptstadt einen Mord aufklären will und in einen Korruptionsfall verwickelt wird.

    Korruption, Heuchelei und Rechtspopulismus: Ein großer Krimi mit großen Themen und ausgezeichneten Darstellern.

    Es ist schon eigentümlich: ARD und ZDF sind zwar durchaus bereit, aktuelle gesellschaftliche Themen anzupacken, aber beinahe ausschließlich im Rahmen des Krimis. Offenbar grassiert die Furcht, man würde das Publikum sonst abschrecken. Dominik Graf bedauert das schon lange, und auch Niki Stein hat die defensive Haltung der Sender bereits kritisiert. Andererseits resultieren aus dieser vorsichtigen Haltung der Sender immer wieder packende Thriller wie Steins jüngstes Werk, „Die Tote aus dem Meer“: vordergründig Polizeifilm, tatsächlich aber kaum kaschierte Kritik an Korruption, Heuchelei und Rechtspopulismus. Stein (Buch und Regie) hat für verschiedene Wiedererkennungseffekte gesorgt. An offenkundigsten wird dies in der Figur des TV-Moderators Karl Kress, der trotz eigener Fehltritte über andere richtet. Ulrich Tukur, famos bereits in dem wohl besten von Niki Steins Frankfurter „Tatort“-Filmen, „Das Böse“, verkörpert den wegen seiner moralischen Urteile gefürchteten charismatischen Journalisten glänzend und abgründig, aber trotzdem nicht unsympathisch, zumal er überraschend am gleichen Strang zieht wie die Husumer Kommissarin Nora Jaspers (Anja Kling).

    Die Geschichte beginnt mit einer Frauenleiche am Strand von St. Peter Ording. Eine Telefonnummer führt zu Kress. Nora muss also zurück nach Berlin, in die Stadt, die sie vor Jahren verließ, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen; darunter auch ihren Vater Michael Kolberg (Hanns Zischler), den Polizeipräsidenten, der mittlerweile eine Partei gegründet hat und mit ausländerfeindlichen Botschaften die Regierende Bürgermeisterin herausfordert. Kress besitzt Material, mit dem er beweisen kann, dass Kolbergs Wahlkampf von der russischen Mafia finanziert wird.

    Steins bei aller Komplexität überaus kompakt erzählte Geschichte verdankt ihre Spannung nicht allein der brisanten Thematik, sondern auch einem ganz einfach dramaturgischen Mittel: Da man als Zuschauer auch nicht mehr weiß als die Kommissarin, teilt man ihr Misstrauen. Wie in fast allen Filmen Steins ist auch diesmal Arthur W. Ahrweiler wieder das Auge des Regisseurs. Schon die Bildsprache macht den enormen Unterschied zwischen diesem Film und einem gewöhnlichen Reihenkrimi deutlich: Die Kamera ist ungleich näher an den Figuren. Die Musik von Jacki Engelken und Ulrik Spies, die gleichfalls zu Niki Steins kreativen Komplizen gehören, trägt genau so ihren Teil dazu bei, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann. tpg.

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