Die fetten Jahre sind vorbei Poster

Moritz Bleibtreu manipuliert Quoten

Ehemalige BEM-Accounts  

Hölzerne Laiendarsteller in TV-Gerichtssälen, die öde „Liebesgeschichte“ von Tatjana Gsell und ihrem Foffi oder Quizabzocke mit überdrehten Pseudomoderatoren – schlechtes Fernsehen kann eine echte Qual sein.

Macht Schluss mit der Volksverdummung: Moritz Bleibtreu Bild: Kurt Krieger

In „Befreit Rainer“ hat es Moritz Bleibtreu als gefrusteter Fernsehmanager mit genau jener Sorte Doof-TV zu tun. Als er es irgendwann satt hat, immer nur Schrott zu produzieren, kommt ihm eine geniale Idee.

Der Titelheld nutzt seine Machtposition als hohes Fernsehtier, sammelt einige Gleichgesinnte um sich und manipuliert die Einschaltquoten. Plötzlich sind intelligente Sendungen der Quotenknüller, während „Dschungelcamp“ und Co. ins Bodenlose abrutschen. Bleibtreu löst damit eine wahre Kulturrevolution aus, doch der Gegenschlag der TV-Bosse lässt nicht lange auf sich warten …

Befreiung des Geistes

Regie führt Hans Weingartner, der schon „Die fetten Jahre sind vorbei“ ins Kino brachte: „In ‚Die fetten Jahre‘ ging es vor allem um eine ökonomische Revolution, um Arm gegen Reich“, so der österreichische Filmemacher. „‚Befreit Rainer‘ dreht sich mehr um eine kulturelle Revolution, eine Befreiung des Geistes.“

Gedreht wird ab Mitte August in Berlin und Wien. Weingartner hofft, dass die Mediensatire „Befreit Rainer“ dann im nächsten Jahr bei den 60. Filmfestspielen in Cannes ins Rennen um die Goldene Palme geht.

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