Nicht nur in Hollywood wehen die Fahnen auf Halbmast. Mit Paul Newman ist einer der wenigen großen Filmstars abgetreten, der die Menschen weit über seine unvergessenen Kinoauftritte hinaus bewegt hat.

Wir werden ihn schmerzlich vermissen: Paul Newman Bild: KINO.DE

Anderthalb Jahre hatte er schon gegen den Krebs gekämpft, wie erst jetzt bekannt wurde. Am Freitag hat Paul Newman im Alter von 83 Jahren den Kampf gegen sein Lungenleiden verloren. Familie und Freunde standen der Leinwand-Ikone in den letzten Stunden zur Seite.

Gerüchte um Newmans Gesundheitszustand hatte es schon seit mehreren Monaten gegeben, besonders seit er gleichsam in letzter Minute einen geplanten Film mit seinem jahrzehntelangen Weggefährten Robert Redford abgesagt hatte. Newman erklärte damals nach 50 Jahren Filmgeschäft seinen Rücktritt - weil er, wie inzwischen klar ist, bereits schwer krank war. Trotzdem ließ er, ganz der Kämpfer und Sunnyboy wie in vielen seiner großen Filmerfolge, stets verlauten, ihm gehe es „bestens“.

Zwischen Oscar und Oregano

Zum Publikumsliebling gemacht hatten ihn legendäre Filme wie der Western „Zwei Banditen - Butch Cassidy and the Sundance Kid“ oder die Gaunerkomödie „Der Clou„, in denen Newman lässig-jungendlichen Charme versprühte. Aber er lieferte auch dramatische Meilensteine wie „Die Katze auf dem heißen Blechdach„, zuletzt „Road to Perdition“ oder „Die Farbe des Geldes„. Das epochale Porträt eines alternden Billard-Profis von Martin Scorsese brachte Newman nach sieben Nominierungen 1986 endlich den lange überfälligen Oscar, nachdem er zuvor einen Ehrenpreis erhalten hatte.

1994 wurde der begeisterte Autorennfahrer zudem für sein soziales Engagement ausgezeichnet. Der Friedensaktivist verkaufte unter der Marke „Newman’s Own“ im großen Stil Pasta- und Salatsoßen, aus den Erlösen hat er über 200 Millionen Dollar für Hilfsprojekte gespendet. Besonders gegen den Missbrauch von Drogen bei Jugendlichen setzte sich Newman ein, seit sein Sohn Scott 1978 an einer Überdosis Heroin gestorben war.

Newman hinterlässt seine Frau Joanne Woodward, fünf Kinder aus zwei Ehen sowie acht Enkel. Seinen Fans aller Generationen bleibt sein unvergleichliches filmisches Vermächtnis, das ihn für alle Zeit unsterblich macht.

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