Filmhandlung und Hintergrund

Semidokumentarisches Porträt der Schauspielerin und Journalistin Erika und des Schriftstellers und Dramatikers Klaus Mann.

Erika Mann, Tochter des Schriftstellers Thomas Mann, wird 1905 in München geboren, ein Jahr später kommt ihr Bruder Klaus auf die Welt. Die politisch engagierte Erika feiert früh als Theaterschauspielerin und Kabarettistin Erfolge, später arbeitet sie als Journalistin. Klaus beginnt als Theaterkritiker und Essayist und schreibt bald Romane und Theaterstücke. 1933 gehen die Geschwister, die eine enge Bindung zueinander pflegen, ins Exil nach Frankreich und später in die USA.

Bewegendes, semi-dokumentarisches Porträt der Geschwister Erika und Klaus Mann. Erika feierte zunächst auf der Bühne Erfolge und arbeitete später als Journalistin. Klaus begann als Theaterkritiker und Essayist und schrieb dann Romane und Theaterstücke. 1933 gingen die Geschwister gemeinsam ins Exil nach Frankreich und abschließend in die USA.

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Kritikerrezensionen

  • Die Erika und Klaus Mann Story - Escape to Life: Semidokumentarisches Porträt der Schauspielerin und Journalistin Erika und des Schriftstellers und Dramatikers Klaus Mann.

    Die Erika und Klaus Mann Story

    Klaus und Erika Mann - zwei schillernde Figuren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die US-Filmemacherin Andrea Weiss und Panorama-Leiter Wieland Speck erzählen die eng verflochtene Lebensgeschichte der Geschwister durch Spielszenen, Archivaufnahmen und Interviews, setzen den Kindern der berühmten Dichterfamilie ein filmisches Denkmal.

    Erika Julia Hedwig Mann war das erste Kind von Thomas und Katia Mann, ein Jahr später folgte die Geburt von Klaus Heinrich Thomas Mann. Wegen ihrer Seelenverwandtschaft und Vertrautheit gaben die beiden oft vor, Zwillinge zu sein. Andrea Weiss, die mit Greta Schiller gemeinsam Dokumentarfilme wie „Before Stonewall“ oder „Hell Divin‘ Woman“ produzierte und auch das Drehbuch zu „Paris Was A Woman“ schrieb, verfasste das im Rowohlt Verlag erschienene Buch „Flucht ins Leben - Die Erika und Klaus Mann Story“, Basis dieses Films. Beginnend mit einem 1939 aufgenommenen, fast spielerischen gegenseitigen Interview zwischen Erika und Klaus Mann beginnt der Blick zurück auf zwei außergewöhnliche Menschen - Schriftsteller, Schauspieler, Bohemiens, Homosexuelle und Pazifisten. Beide heirateten pro forma (Klaus die Wedekind-Tochter Pamela und Erika das Theatergenie Gustav Gründgens), lebten dennoch exzessiv ihre Homosexualität aus. Besonders Klaus litt unter dem Ruhm und der fehlenden Anerkennung seines Vaters, während Erika größere Durchsetzungskraft und ein stärkeres Ego bewies. Nach ihrer Flucht aus Deutschland, nahmen sie als Korrespondenten am Spanischen Bürgerkrieg teil, lebten in den USA und England, Klaus Mann beging 1949 in Cannes Selbstmord, Erika Mann starb 1969 in Zürich. Die Autoren zeichnen das

    bewegte Leben nach, wobei die Spielszenen nach Motiven von Klaus Mann sehr aufgesetzt, manchmal gar peinlich wirken. Die Kraft dieses Dokumentarfilms liegt in den informativen und interessanten Interviews von Zeitzeugen wie mit der jüngsten Mann-Schwester Elisabeth Mann Borghese, der Fotografin Marianne Breslauer oder dem Schauspieler Igor Pahlen. Das Spannendste ist ein Gespräch zwischen Erika Mann und Fritz J. Raddatz aus dem Jahre 1969. Da erfährt man viel über eine Existenz ohne Heimat, über Kunst und Literatur eines Jahrhunderts im Umbruch und über ein heute fast unbekanntes Verhalten: Zivilcourage. mk.

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