Filmhandlung und Hintergrund

Ulrich Noethen und Simone Thomalla in einer warmherzigen und gleichzeitig einfallsreichen Komödie.

Alex, alleinerziehende Mutter, ist begnadete Tüftlerin. Ihr Meisterstück ist eine Lebensmittelampel, die anzeigt, ob Nahrung noch genießbar ist. Sie hat alles auf diese Karte gesetzt - und verloren. Doch das Glück scheint sich zu wenden: Eine frühere Schulfreundin, Fiona, ist Patentanwältin. Außerdem verliebt sich Alex in den Witwer Gregor. Aber die Anwältin entpuppt sich als falsche Schlange, und die Beziehung zwischen ihr und Gregor ist keineswegs bloß geschäftlicher Natur.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Erfinderbraut: Ulrich Noethen und Simone Thomalla in einer warmherzigen und gleichzeitig einfallsreichen Komödie.

    Der Titel dieser von TeamWorx produzierten Degeto-Komödie ist mindestens unglücklich, wenn nicht gar trügerisch, denn Hauptfigur Alex (Simone Thomalla) ist mitnichten das Anhängsel eines Erfinders, sondern selbst die begnadete Tüftlerin.

    Neben diversen mehr oder minder nützlichen Haushaltsutensilien ist ihr Meisterstück eine „Lebensmittelampel“, die auf einen Blick anzeigt, ob der abgelaufene Inhalt von Büchsen und Flaschen noch genießbar ist. Sie hat all ihre Ersparnisse auf diese Karte gesetzt und alles verloren; nun muss sie mit den beiden Kindern das Eigenheim verlassen und in einen Wohnsilo ziehen. Als sie eine frühere Schulfreundin trifft, die Patentanwältin geworden ist, scheint sich das Schicksal zu wenden; nur um sie anschließend noch mehr zu enttäuschen.

    Eine wahrlich zu Tränen rührende Geschichte (Buch: Natalie Scharf), die aber dank des Einfallsreichtums und der pointierten Dialoge in erster Linie gute Laune verbreitet. Abgesehen von Gegenspielerin Fiona (Catherine Flemming), die sich nicht unerwartet als falsche Schlange entpuppt, sind sämtliche Figuren ungemein liebenswert, zumal sich der Film mehr und mehr zur originell eingefädelten Romanze wandelt: Alex, die schon als Schülerin schwanger wurde und daher kein Abitur hat, nimmt einen Job in einer Reinigung an. Dort wartet seit Jahren ein gelbes Sommerkleid darauf, abgeholt zu werden. Die Besitzerin ist bei einem Unfall gestorben, und ihr Mann Gregor (Ulrich Noethen) bringt es nicht übers Herz, das Kleid mitzunehmen. Die sitzen gelassene Alex hat den Männern zwar abgeschworen, lässt sich aber auf eine freundschaftliche Beziehung zu Gregor ein; bis sie durch Zufall rausfindet, dass ihn und Fiona mehr als bloß eine geschäftliche Liaison verbindet.

    Während Simone Thomalla die Heldin etwas unbeteiligt verkörpert, gehen die anderen Schauspieler um so mehr in ihren Rollen auf. Noethen versieht seinen traurigen Witwer mit großer innerer Kraft, Peter Sattmann als väterlicher Reinigungsbesitzer und Katharina Schubert als Alex‘ Kollegin, die den Chef seit Jahren heimlich liebt, spielen die für Geschichten dieser Art unverzichtbaren Nebenrollen, die der Hauptfigur mit Rat und Tat zur Seite stehen. Heimlicher Star des Films aber ist Paula Schramm, deren Talent schon in dem Schülerdrama „Sklaven und Herren“ nicht zu übersehen war. Sie spielt Alex‘ Tochter - eine tolle Rolle: Julie träumt von einer Musical-Karriere, hat kurz vor dem Abitur die Schule geschmissen, ohne ihre Mutter zu informieren, und sorgt schließlich dafür, dass alles gut wird. Schramm macht auch in den Tanzszenen eine bemerkenswert gute Figur.

    Im Grunde ist „Die Erfinderbraut“ ein unspektakulärer Film und dennoch eine ausgesprochen kurzweilige, warmherzige Komödie. Thomas Nennstiel inszeniert die Komödie unaufgeregt, aber auf den Punkt, die Pointen sitzen, man schaut den Schauspielern gern zu, und das Drehbuch wartet nicht zuletzt dank Alex‘ skurriler Erfindungen mit einem immer wieder imponierenden Einfallsreichtum auf, aus dem sich eine Vielzahl vergnüglicher Szenen ergeben. tpg.

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