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Fakten und Hintergründe zum Film "Die drei ???: Das verfluchte Schloss"

Fakten und Hintergründe zum Film "Die drei ???: Das verfluchte Schloss"
Poster Die Drei ??? Das verfluchte Schloss

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Produktion: Die Rückkehr nach Rocky Beach

Als die weltweit erste Verfilmung der DIE DREI ??? am 8. November 2007 deutschlandweit in die Kinos kam, stand die Produktion des zweiten Teils DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS bereits unmittelbar vor Drehbeginn. Die Produzenten Malte Grunert und Ronald Kruschak flogen mit Autor Philip LaZebnik, Regisseur Florian Baxmeyer und den Hauptdarstellern direkt von Berlin nach Kapstadt und wurden vor Ort bereits vom Filmteam erwartet.

Dem südafrikanischen Co-Produzententeam Giselher Venzke und Bertha Spieker war es kurzfristig gelungen, eine südafrikanische Premiere in Kapstadt zu organisieren und nach der Feier traf sich das selbe Filmteam, das schon den ersten Teil am Kap der Guten Hoffnung realisiert hatte, wieder auf dem Schrott- und Trödelmarkt der Firma Jonas im kleinen Ort „Rocky Beach near Hollywood“ um das Abenteuer fortzuschreiben…

Begonnen hatte dies im Winter 2002 mit langen Telefonaten zwischen Studio Hamburg Producer Ronald Kruschak und der Tochter des „Die drei ???“ – Erfinders Robert Arthur. „Robert Arthurs Tochter Elizabeth Arthur war frustriert, weil Hollywood die Chancen der „Three Investigators“ Buchreihe jahrelang unterschätzt hatte“, erzählt Kruschak. „Die Verfilmungsrechte waren nun freigeworden und es gab zahlreiche Anfragen von deutschen Firmen, doch alle Konkurrenten wollten die Filme nur in deutscher Sprache realisieren. Unser Konzept sah von vornherein vor, englischsprachiges Kino zu machen, das eine Chance auf dem Weltmarkt haben würde. Außerdem wollten wir langfristig die Marke der „Three Investigators“ wieder international aufbauen. Daher planten wir eine Filmreihe und auch eine Fernsehserie. Diese Vision hat Elizabeth Arthur und ihren Bruder Andrew schließlich überzeugt. Und an diesem Plan arbeiten wir auch weiter.“

Produzent Sytze van der Laan, kommentierte: „In den U.S.A. wusste man nichts vom Erfolg der Bücher in Deutschland und verkannte das Potenzial. Deshalb kam es nie zu einer Verfilmung.“

Der erste Film DIE DREI ??? – DAS GEHEIMNIS DER GEISTERINSEL hat im deutschsprachigen Raum die 1 Millionen Zuschauergrenze überschritten, die DVD ist seit Sommer 2008 im Handel. Auf dem größten Kinderfilmfest deutscher Filme, dem „Goldenen Spatz“, wurde der Film von der Kinderjury als bester Kinofilm des Jahres ausgezeichnet. Eine Kinderjury beim Filmfest in Göttingen schloss sich im Herbst 2008 dem Urteil an. Neben dem Goldenen Spatzen und der Göttinger Gänseliesel Statuette steht seit kurzem auch der „Enfant Terribles“ Award, der Filmpreis des renommierten internationalen Kinderfilmfests in Gijon, Spanien. Und die Reise des Filmes geht weiter. Chicago, Vancouver waren und sind weitere Stationen. Darüberhinaus plant die Studio Hamburg Produktion zur Zeit die TV Serie mit den „Die drei ???“.

„Die drei ???“-Kinofilme wurden von Beginn auf drei Teile konzipiert, die einen inneren Zusammenhang haben.

„Mich hat interessiert, was aus Justus Jonas Eltern geworden ist“, berichtet Ronald Kruschak. „In der Mythologie der „Die drei ???“, in all den weit über hundert Büchern wird erwähnt, dass sie bei einem mysteriösen Unfall zu Tode gekommen sind, aber was sie genau taten, wo es war und unter welchen Umständen genau sie gestorben sind, ist nie auserzählt worden. Also haben wir uns dies als einen Plot, als das Mysterium vorgenommen, dessen Aufklärung sich durch mögliche drei Filme durchziehen soll.“

Man einigte sich mit den Erben, dass alle drei Filme ihre Grundlage in den Büchern von Robert Arthur finden sollten und daraus entstand dann der Plan, in den möglichen drei Filmen auch drei unterschiedliche Genres zu bedienen. Der erste Film ist als Action-Abenteuer angelegt, der zweite als Gruselfilm, der dritte Film würde – bei Erfolg des zweiten Filmes – ein Spionagethriller werden.

Produzent Malte Grunert, der 2005 zu dem Studio Hamburg Team stieß, bestätigt: „Wir haben uns mit Die DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS getraut, einen lupenreinen Genrefilm zu machen.“

„Wir wollten ein Haunted-House-Movie machen – mit allem, was dazugehört.“ Was automatisch zu einem Balanceakt auf einem schmalen Grat führt, wie Grunert berichtet: „Wir wollten einerseits einen Genrefilm machen, andererseits aber unbedingt auch einen Familienfilm für die gesamte Familie mit Kindern ab sechs Jahren. Das ist eine nicht ganz einfache Gratwanderung, auf die man sich da begibt: Einerseits darf der Film für die Zwölfjährigen nicht langweilig sein, andererseits darf er für Sechsjährige nicht zu spannend werden. Gleichzeitig – und das zeichnet wirklich gutes Family-Entertainment aus, und ich behaupte, dass es uns gelungen ist – haben wir mit kleinen Zitaten und einer Humorebene noch etwas eingebaut, das auch Erwachsenen Spaß bereitet.“

Regisseur Florian Baxmeyer merkt dazu an: „Wir haben viel Komik in den Film gepackt, vieles wird mit einem Augenzwinkern erzählt, wie es Tim Burton macht. Fest stand, dass wir wohl dosiert mit Mitteln umgehen mussten, die auf einer psychologischen Ebene funktionieren wie Sound, Nebel oder Dampf. Für Kinder ab sechs Jahren ist ein sichtbares Monster wichtig. Gleichzeitig wollen wir einen erwachseneren Film zeigen, der insgesamt spannender und gruseliger ist und dem Alter der Jungs angepasst.“

Einige Zeit war es im Vorfeld ungewiss, ob Baxmeyer, Studenten-Oscar®-Gewinner und Regisseur von DIE DREI ??? – DAS GEHEIMNIS DER GEISTERINSEL, auch bei der Fortsetzung im Regiestuhl Platz nehmen würde. „Der erste Film war für Florian eine große Herausforderung, die mit weitem Abstand größte Produktion, die er jemals gestemmt hatte“, erinnert sich Malte Grunert. „Deshalb war es nicht von vornherein ausgemachte Sache, dass er auch den zweiten Film machen würde. Wir mussten uns erst einmal gegenseitig bei der Arbeit kennen lernen. Aber nach dem Dreh und der Schnittphase war allen Beteiligten, Studio Hamburg wie Disney, klar, dass Florian auch unbedingt den zweiten Teil machen müsste.“ Florian Baxmeyer meint dazu: „Ich habe mich natürlich sehr gefreut, wieder gefragt zu werden – noch während des Schnitts des ersten Teils. Das zeugt von großem Vertrauen und gibt mir natürlich eine entsprechende Sicherheit. Da wir alle glücklich waren mit dem ersten Teil, haben wir es uns verdient, beim zweiten Teil in derselben Besetzung wieder an Bord zu sein. Es kam dann so, dass wir mit dem Dreh von DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS unmittelbar nach dem Kinostart des ersten Teils begannen. Die ersten Einspielzahlen habe ich am Set in Kapstadt erhalten. Es war also alles in allem eine nahtlos ineinandergreifende Operation, wie wir das ursprünglich auch geplant hatten.“

Das war nur möglich, weil bereits ein ausgearbeitetes Drehbuch vorlag, erneut maßgeblich geschrieben von Philip LaZebnik, der auch Hauptautor bei DIE DREI ??? – DAS GEHEIMNIS DER GEISTERINSEL war. „Das Drehbuch war zwar schon fertig“, sagt Baxmeyer, „wir haben aber trotzdem noch daran gearbeitet – bis zur letzten Minute vor Drehbeginn. Es war also ein Prozess der Veränderung, auch aus budgetären Gründen, wie das meist so ist. Am Ende kam eine Fassung heraus, die wir wirklich stark fanden. Abstriche mussten wir also nicht machen.“

Produktion: Südafrika

Dass man Kalifornien in der Region um Kapstadt darstellen könnte, auf diese Idee kam Studio Hamburgs stellvertretender Geschäftsführer und Herstellungsleiter Günther Russ schon in den frühen Vorbereitungen zum ersten Teil. Sein Kontakt zu den befreundeten Produzenten Giselher Venzke und Bertha Spieker, die seit Mitte der neunziger Jahre die erfolgreiche Filmproduktion „Two Oceans Production“ in Kapstadt leiten und regelmäßig für deutsche Produktionen arbeiten, führte zu einer Reihe von Erkundungstouren in Südafrika. Nach und nach wurden Ronald Kruschak, Florian Baxmeyer, Sytze van der Laan, Art Director Albrecht Konrad und Kameramann Peter Krause von den Möglichkeiten des wunderschönen Landes überzeugt.

„Darüberhinaus wurden wir in Südafrika auch finanziell unterstützt“, berichtet Günther Russ, zum einen durch ein Produktionsrabattsystem, aber auch durch eine strukturelle Wirtschaftsförderung der sogenannten „Industrial Development Organisation. Wir haben mit den südafrikanischen Organisationen, unserem Produktionspartner „Two Oceans“ und seinem hervorragenden Team wirklich tolle Erfahrungen gemacht.

Malte Grunert merkt an: „Wir verbringen diesmal etwas mehr Zeit in Rocky Beach, bewegen uns dann aber schon bald in die Sierra Nevada, ein Vorgebirge der Rocky Mountains in Nordkalifornien. Weil es sich um ein Haunted-House-Movie handelt, spielt etwa die Hälfte der Handlung auch in besagtem verfluchtem Schloss. Dafür war ein ziemlich aufwändiger Studiobau notwendig, der absolut internationales Niveau hatte. Unser Szenenbildner Sylvain Gingras hat sich wirklich selbst übertroffen.“

Und Regisseur Florian Baxmeyer schwärmt vom erneuten Dreh in Südafrika: „Rocky Beach haben wir unter anderem in Camps Beach gedreht, mit den berühmten „Zwölf Aposteln“ im Hintergrund – ein wirklich tolles Motiv. Wir haben amerikanische Autos besorgt, und den Linksverkehr in Südafrika konnten wir relativ einfach umdrehen. Dann geht die Geschichte weiter nach Nordkalifornien. Eine Szene spielt auf dem Highway, der immer weiter in die Abgeschiedenheit führt. Hier in Südafrika gibt es dafür tatsächlich sehr schöne Wälder, richtige Redwoods, wie in Kalifornien. Das hat also auch gepasst. Wir haben ganz wunderbare Naturaufnahmen gemacht. Und nicht zuletzt haben wir stärker auf Innendrehs gesetzt – bei einem Haunted-House-Movie geht das auch nicht anders.“

Produktion: Die Geschichte

„Der erste Film bedeutete für alle Beteiligten eine entscheidende Lernerfahrung“, erklärt Malte Grunert. „Eine Lernerfahrung, die wir, wie ich finde, im zweiten Teil genutzt haben. Und ich glaube, dass wir im zweiten Teil – aufgrund unserer Erfahrungen beim Dreh und bei der Auswertung – alles entschlossener und gezielter umgesetzt haben. Wir sind ein bisschen erwachsener geworden. Das hängt natürlich auch mit der Tatsache zusammen, dass unsere Protagonisten älter geworden sind. Und man kriegt ja nur höchst selten die Chance, mit demselben Team wieder geschlossen antreten zu können, wieder in Kapstadt, mit derselben Crew hinter der Kamera.“

„Weil wir eine Haunted-House-Geschichte erzählen, hat sich das Genre gegenüber Teil eins ein wenig verändert“, sagt Florian Baxmeyer. „Außerdem bringt Teil zwei eine ganz andere Visualität mit sich. Die drei Hauptdarsteller sind natürlich älter geworden, das heißt, wir wollten die Story etwas erwachsener und dramatischer machen. Ferner hat die Geschichte für Justus eine ganz persönliche Komponente. Insofern ist der zweite Teil völlig anders. Gleichzeitig will man selbstverständlich das Gesetz der Serie bedienen, was ja auch Spaß macht. Man muss bei einer Serie das Gefühl haben, dass man Zuhause ist, dass man das bekommt, was man erwartet. Und trotzdem soll es anders sein. Das war die Herausforderung beim zweiten Teil.“

Vieles Grundsätzliche, das man sich beim ersten Mal noch in langen Diskussionen mühselig erarbeiten musste, musste nicht mehr neu verhandelt oder etabliert werden. Fest stand, dass man erneut in englischer Sprache drehen würde, mit vorwiegend englischen Darstellern. In einer kurzen Sequenz sind mit Axel Milberg („Tatort“) und Julia Bremermann („Einsatz Mord – Kommissarin Flemming“), die als Eltern von Justus Jonas zu sehen sind, allerdings auch zwei bekannte deutsche Gesichter mit von der Partie.

Und er fügt hinzu: „Wir waren überzeugt von unserer Geschichte, und wir waren überzeugt von dem, was wir taten. Wir hatten gesehen, dass es machbar ist, aus diesem legendären Jugendbuchstoff einen entsprechenden und trotzdem modernen Film zu machen, der dem Publikum gefällt und Freude bereitet.“

Entsprechend ruhig und besonnen ging Florian Baxmeyer an die Arbeit, der den Druck nicht höher – aber auch nicht geringer – als beim ersten Film empfand: „Was unserer Arbeit sehr zugutekam: Wir hatten das harmonischste Set, das man sich vorstellen kann. Das gute Klima haben wir vor allem den Kindern zu verdanken. Wenn man mit Kindern dreht, sollte man nicht herumschreien. Schließlich mussten sie auch am härtesten von uns allen arbeiten. In ihren Drehpausen konnten sie sich nicht auf die faule Haut legen, da sind sie zur Schule gegangen. Das ringt einem enorm viel Respekt ab.“

Produktion: Die Besetzung

Von entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Films war es diesmal nicht, die richtigen Darsteller für die Titelrollen zu finden, sondern dafür zu sorgen, die Jungs, die beim ersten Film aus hunderten von Jungen ausgewählt wurden, wieder zusammen vor der Kamera zu vereinen. Auch das gelang ohne Mühe: Chancellor Miller, Nick Price und Cameron Monaghan konnten es gar nicht erwarten, sich erneut in ihren Rollen als Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews in ein monatelanges Abenteuer in Südafrika zu stürzen, auch wenn sie dafür der Heimat den Rücken kehren mussten. Obwohl sich die drei seit Ende des Drehs von DIE DREI ??? – DAS GEHEIMNIS DER GEISTERINSEL lediglich bei der großen Premiere des Films in Deutschland gesehen hatten, verstanden sie sich auf Anhieb wieder blendend. Keine Selbstverständlichkeit bei Jungs, die beim letzten Zusammentreffen noch Kinder waren und nun in unterschiedlichen Stadien der Pubertät steckten.

„Sie kommen erstaunlich gut miteinander aus – besser, als wir gedacht hatten“, lacht Baxmeyer. „Ich glaube, mit Mädchen wäre das etwas anderes. Das liegt vielleicht daran, dass die Rollenverteilung eindeutig ist. Justus ist ganz klar die Hauptfigur. Die Geschichte in Teil zwei ist Justus’ Geschichte, keine Frage. Trotzdem haben wir uns Mühe gegeben, dass die anderen auch ihre Szenen und guten Momente haben. Das stellt für die Jungs kein Problem dar. Uns war es ja auch wichtig, sie als Einheit zu zeigen, als drei starke Typen, die einander perfekt ergänzen.“

Und er sagt: „Sie haben sich meiner Meinung nach ganz schön verändert. Aber zum Guten, auch schauspielerisch. Sie sind einfach ein bisschen älter, gereifter. Wir hatten uns große Sorgen gemacht, ob einer beispielsweise in die Höhe geschossen ist oder jetzt 80 Kilogramm wiegt, aber die Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Alle drei haben sich vom Charakter her sehr schön weiterentwickelt und mehr Power mitgebracht. Sie gefallen mir eigentlich noch besser als im ersten Teil.“ Malte Grunert stimmt zu: „Die Jungs sind immer noch genauso professionell, wie sie es beim ersten Film gewesen sind. Gleich geblieben sind die hohe Qualität ihrer Arbeit wie auch das ausgesprochen herzliche und freundschaftliche Verhältnis der Jungs untereinander. Die größte Veränderung ist das Alter: Sie sind alle um die 13, 14 Jahre alt, und da macht es einen Unterschied, ob die Pubertät schon eingesetzt hat oder nicht. Es ist für Jungs ein nicht ganz unkompliziertes Alter. Das Gleiche gilt auch für die Produktion: Bobs Stimme ist im Verlauf der Dreharbeiten etwa eine halbe Oktave tiefer geworden. Das stellt uns vor das eine oder andere kleine Problem bei der Nachbearbeitung des Tons – nichts, was sich nicht lösen ließe, aber man muss sich trotzdem damit auseinandersetzen. Was ebenfalls anders ist: Die Jungs kannten ihre Rollen bereits und mussten sich nicht erst in ihre Parts hineinfinden. Sie konnten von Anfang an mit Vollgas loslegen und hatten das perfekte Gespür dafür, was für ihre Figur gut und richtig ist und was nicht. Sie mussten sich nicht erst in Südafrika zurechtfinden, weil sie das Land bereits kannten.“

„Eigentlich hat sich nicht viel geändert“, bestätigt Chancellor Miller, der als Justus Jonas in DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS ganz besonders im Mittelpunkt steht. „Es war genauso, als würde man alte Freunde nach längerer Zeit wiedertreffen. Nach Drehschluss hängen wir immer noch gerne miteinander herum und machen Blödsinn.“ Obwohl er und seine Figur älter sind, findet er nicht, dass Justus sich verändert hat. „Sein Leben ist es immer noch, Kriminalfälle zu knacken. Mit Vorliebe löst er Probleme und kann dabei ganz schön verstockt sein. Vor lauter Überlegen und Kombinieren kommt er gar nicht dazu, seine Umwelt wahrzunehmen. Peter und Bob müssen ihm manchmal ordentlich den Kopf waschen, damit er auf dem Boden bleibt. Aber wenn Justus sie braucht, sind sie für ihn da. Das ist diesmal besonders wichtig, weil ihn der Fall persönlich berührt.“

Nick Price findet ebenfalls, dass sein Peter Shaw ganz der Alte geblieben ist, auch wenn er sichtlich gewachsen ist. „Ja, ich bin ziemlich in die Höhe geschossen“, gesteht er. „Aber ich finde, dass das gut zur Figur passt: Peter ist immer noch der Athletische, macht vor keinem Berg und keiner körperlichen Betätigung Halt. Und er ist immer noch ein Angsthase. Das spielt diesmal eine besonders große Rolle, weil Peter glaubt, er würde von einem Fluch verfolgt. Dabei passieren ihm einige Missgeschicke, die ziemlich witzig sind. Und er versucht immer noch, bei den Mädchen zu landen. Deshalb ist es für ihn das Größte, im Rolls-Royce durch Rocky Beach gefahren zu werden und sich als cooler Typ zu zeigen.“

Cameron Monaghan ist als Bob Andrews immer noch der Dritte im Bunde – und verantwortlich für alles, was mit Informationen zu tun hat. „Ich wünschte, ich wäre ein wenig mehr gewachsen in den letzen 18 Monaten“, stöhnt er. „Also bin ich immer noch der Kleine in der Gruppe und wirke etwas ungelenk und unsicher. Dabei ist Bob wirklich smart.“ Und er hat eine unheimliche Begegnung der dritten Art, weil sich ein höchst merkwürdiges Mädchen ausgerechnet in ihn verliebt und ihm sogar einen Kuss abnötigt. „Das war schon komisch“, meint er achselzuckend. „Zum Glück war ich nicht allein mit ihr – ich fühlte mich etwas sicherer, weil die ganze Crew mit dabei war.“ Deutlich spannender fanden die Jungs den Dreh auf dem Set des verfluchten Schlosses. „Die Bauten waren wirklich klasse“, sagt Cameron Monaghan. „Alles wirkte völlig echt, man vergaß förmlich, dass man sich am Set befand.“ Und Chancellor Miller fügt hinzu: „Die Action-Szenen mit all dem Lärm, den Effekten und dem Nebel waren wirklich am allerbesten. Das hat ungemein Spaß gemacht. Aber überhaupt war es der angenehmste Dreh, bei dem ich jemals dabei war. Das ist vor allem Florian zu verdanken, der sich als Regisseur immer wahnsinnig viel Zeit für uns nimmt und nicht aus der Ruhe zu bringen ist.“

Der Ruhm hat Chancellor, Nick und Cameron nicht verändert. „Nick Price: „Ich kann mir schon vorstellen, dass einem das über den Kopf wachsen kann. Aber es lässt mich recht kalt. Sicher möchte ich mit der Schauspielerei weitermachen, aber wenn es nicht klappt, bin ich auch nicht unglücklich.“ Dass die Jungs geerdet bleiben, dafür sorgen nach wie vor ihre Mütter, die sie auch diesmal zum Dreh nach Südafrika begleitet haben. Sie sorgten wieder dafür, dass ihre Sprösslinge ihre Ausbildung nicht aus den Augen verloren. Also wurde abermals eine Privatlehrerin angestellt, die sich darum kümmerte, dass der nötige Lehrstoff behandelt wurde. Fast täglich waren sie überdies mit ihren Lehrern zuhause via Internet in Kontakt.

Und auch ein anderer Darsteller war wieder mit von der Partie: der britische Charakterdarsteller James Faulkner, der bereits im ersten Film als durchtriebener Erzbösewicht Victor Hugenay zu sehen war. Er gehörte zu den wenigen, für die der Dreh von DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS nicht nur ein Vergnügen war. Malte Grunert erklärt, warum das so war: „Der Dreh war für ihn diesmal eine richtige Tortur, weil er viele Stunden in der Make-up-Abteilung verbringen musste und mit dieser Maske in der Hitze der Scheinwerfer alles andere als eine angenehme Zeit hatte. Mehr sollte man nicht über ihn verraten – sein Auftritt ist ja eigentlich eine Überraschung, die geheim bleiben sollte. Nur so viel noch: Es ist immer wieder toll, mit einem weltgewandten Vollprofi wie James zu arbeiten. Bei ihm stimmt jeder Auftritt, jede Geste.“

„Es war die Hölle“, sagt Faulkner bierernst, beginnt aber gleich schon wieder, mit den Augen zu zwinkern. „Ehrlich, ich hatte schon mehr Spaß, als mit einer Latexmaske bei höchsten Temperaturen zu spielen. Teilweise schmolz sie auf meiner Haut und war nur schwer zu entfernen. Aber was beschwere ich mich? Da muss man durch. Ich bereue es jedenfalls nicht, wieder mit dabei gewesen zu sein. Was wäre ein Film mit den „Die drei ???“ ohne ihren Widersacher, Victor Hugenay? Es macht ungeheure Laune, einen so skrupellosen Bösewicht zu spielen. Man darf sich einfach alles erlauben.“

Neu zur Crew dazu stieß die zwölfjährige Südafrikanerin Annette Kemp, die als Caroline, Tochter des raubeinigen Sheriffs Hanson, zu sehen ist. Die Integration in die Gruppe fiel ihr nicht schwer. „Ich hatte keine großen Schwierigkeiten. Sicher bin ich das einzige Mädchen neben drei Jungs, aber sie haben mich alle sehr nett behandelt, wie ihre kleine Schwester. Und natürlich haben sich mich auch mal geärgert. Oder ich sie.“ Jonathan Pienaar, der ihren Vater spielt, ist voll des Lobes für das Mädchen: „Annette war fantastisch. Sie kam an das Set und war sofort mit den Jungs auf einer Wellenlänge. Sie hat auf Anhieb ihren Platz in der Gruppe gefunden. Das war schön zu sehen.“

Ihre Figur beschreibt Annette wie folgt: „Caroline ist ein typisches Scheidungskind. Ihre Eltern haben sich getrennt und sie hat viel Zeit für sich. Caroline liebt alles Mystische wie Kristallkugeln oder Tarotkarten – sie ist ziemlich verrückt. Als sie die Jungs kennen lernt, sieht sie ihre Chance, ein Abenteuer zu erleben.“ Schwer fiel ihr dabei nur ihre erste Szene: „Die Szene, in der Caroline die Jungs zum ersten Mal braucht, war wirklich schwer. Wir mussten uns zusammenreißen, dass wir nicht die ganze Zeit lachen mussten. Oder als Florian sagte, es sei zu wenig verrückt, die Jungs müssten sich richtig erschrecken. Und da hab ich mich immer gefragt: Wie soll ich das nur machen? Wie soll ich verrückter sein? Ich hoffe, ich habe es geschafft und den Film nicht ruiniert.“

Produktion: Szenenbild und Kamera

Nicht nur ein Wiedersehen mit dem Drehort des ersten „Die drei ???“-Films gab es. Mit wenigen Ausnahmen gelang es, dieselbe kreative Crew um Regisseur Baxmeyer zu versammeln, die schon für den Erfolg des Vorgängers gesorgt hatte. Peter J. Krause war erneut als Kameramann zur Stelle, Sebastian Ballhaus stand dem Regisseur als erster Regieassistent zur Seite und Ueli Christen verlieh dem Film als Cutter den richtigen Rhythmus. „Mir war von Anfang an wichtig, wieder mit meinen engsten Vertrauten arbeiten zu können“, betont Baxmeyer. „Und es war auch der ausdrückliche Wunsch von Studio Hamburg Produktion, sie wieder mit dabeizuhaben.“

Ein entscheidender Neuzugang war der in Südafrika ansässige Kanadier Sylvain Gingras als Szenenbildner, dem die Aufgabe zufiel, das gruselige Schloss des Erfinders Stephen Terrill zu gestalten. Gemeinsam mit Kameramann Peter J. Krause wuchs er über sich selbst hinaus: Was er in einer riesigen Halle außerhalb Kapstadts auf die Beine stellte, rang allen Beteiligten größte Bewunderung ab. „Wir kannten ihn vorher ja nicht“, gesteht Regisseur Baxmeyer. „Von Anfang an haben wir gemerkt, dass er ein ganz toller Ausstatter ist. Er brachte uns auf die Idee einer Mischung aus viktorianischer Architektur und Orientalischem. Ausschlaggebend sind natürlich die Details. Und die hat Sylvain wirklich super hingekriegt. Alles ist stimmig, egal wo die Kamera hinschwenkt. Das Set kann man komplett ausleuchten Wir haben viele 360-Grad-Schwenks gemacht, viele Drehungen, und wir mussten nie umbauen.“ Malte Grunert teilt die Begeisterung Baxmeyers: „Gingras ist einer der großen Stars des Films. Ein Film, der zu so großen Teilen im Studio gedreht wird, steht und fällt mit der Leistung des Ausstatters. Sylvain und seine Abteilung haben atemberaubend gute Arbeit geleistet. Bis in die letzten Details haben alle Oberflächen gestimmt, inklusive all der mechanischen Tricks und Effekte, die ins Set eingearbeitet wurden. In der letzten Woche des Drehs hatten wir den kompletten verfügbaren CO2-Vorrat von Südafrika am Start, um beim Finale, wenn das verfluchte Schloss beginnt, sich unter großem Druck in seine Einzelteile aufzulösen, für den nötigen Dampf und Nebel zu sorgen. Wir waren nicht nur zufrieden, sondern regelrecht begeistert von Sylvains Arbeit.“

Beste Voraussetzungen für Kameramann Peter J. Krause, ebenfalls exzellente Arbeit abzuliefern. „Peter denkt groß und hat keine Angst vor groß“, begeistert sich Baxmeyer. „Er hat seine Erfahrungen in L. A. gesammelt, unter anderem mit Roland Emmerich. Daher ist er es gewohnt, in großen Dimensionen zu denken, die er aber auch ganz einfach bedienen kann, ohne große Aufregung. Das fängt bei simplen Dingen an, wie, den Mount-Head-Kran alleine zu bedienen. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland sonst jemand kann. Bei ihm sieht alles immer großartig aus. Menschlich ist es toll, weil wir befreundet sind. Das macht sehr viel Spaß. Er passt super für dieses Genre, weil er selbst eine kindliche Freude entwickelt, sehr kreativ ist und sich viele Sachen überlegt, mit denen man das Drehbuch optimal umsetzen kann. Er denkt sehr visuell und ist deshalb elementar wichtig für die Produktion – und nimmt mir natürlich viel Arbeit ab, weil ich ihm blind vertraue.“ Dazu meint Produzent Malte Grunert: „Peter J. Krause hat beim zweiten Film noch bessere Arbeit geleistet. Man sieht seinen Bildern an, dass er noch sicherer war und sich wohler fühlte in der Welt, die er beim ersten Mal von Grund auf erschaffen musste. Speziell am Innenset hat er mit seiner Ausleuchtung und Kamera hervorragende Dinge geleistet. Seine Kompositionen sind sehr geschmackvoll, dabei aber immer auch emotional und stimmungsvoll, sehr atmosphärisch.“

Krause selbst sah die große Herausforderung darin, dass diesmal verstärkt im Studio auf einem gebauten Set gedreht wurde. „Wichtig war es, dass ich die Kamera frei auf einem sehr beschränkten Raum bewegen können musste. Entsprechend war es nicht leicht, die Szenen so auszuleuchten, dass man bei den vielen Bewegungen immer das richtige Licht hatte. Das ist eine heikle Sache, die viel Tüftelei voraussetzt: Ohne das richtige Licht und die entsprechenden Schatten erhält man nicht die Atmosphäre, die für einen Haunted-House-Film von elementarer Bedeutung ist. Und natürlich musste ich immer darauf achten, dass wir nicht zu düster werden. Wir drehen Family-Entertainment, da muss man die richtige Balance finden.“

Für Florian Baxmeyer ist er voll des Lobes: „Ich verstehe mich blind mit ihm. Es ist angenehm, mit einem Regisseur zu arbeiten, bei dem man als Kameramann die nötigen Freiheiten hat, sich zu entfalten, der es schätzt, wenn man ihm immer neue Einfälle anbietet. Insofern ergänzen wir uns perfekt.“

Eine weitere Herausforderung war die Arbeit mit den vielen Effekten, vor allem den mechanischen. Digitale Effekte kamen eher sparsam zum Einsatz – das verfluchte Schloss wurde real nur bis zum ersten Stock gebaut, der Rest wurde virtuell im Computer konstruiert. „Wenn man sich auf mechanische Effekte verlässt, ist das nicht ganz einfach zu drehen. Ich finde es trotzdem sehr angenehm, weil man viel weniger eingeschränkt ist, was Kamerabewegungen, die Platzierung der Kamera oder Improvisationen betrifft. Wenn man sich dauernd in Greenscreen-Environments bewegen muss, dann ist das eher Malen nach Zahlen und einfach sehr teuer.“

Anders als beim Dreh des ersten Films, als das Wetter nur bedingt mitspielte und für manche Verzögerung im Drehplan sorgte, liefen die Dreharbeiten zu DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS diesmal trotz mancher Strom-Blackouts in Kapstadt beängstigend glatt. Alle Beteiligten waren sich hinterher einig, dass es das harmonischste und friedfertigste Set war, an dem sie jemals gearbeitet hatten. Alle Beteiligten sind entsprechend stolz auf das Resultat. Ronald Kruschak: „Für uns alle waren die beiden Filme die größten Kinoproduktionen, mit denen wir bislang zu tun hatten. Für Studio Hamburg ist „Die drei ???“ eine wertvolle Marke, die wir weiter kontinuierlich ausbauen wollen. Aktuell sind wir mit der Planung einer Fernsehserie beschäftigt. Ich freue mich jetzt aber erst einmal auf den Start von DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS.“