Die Bullenbraut 2 - Der Tod hat 17 Karat

Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung der TV-Krimikomödie mit Gaby Köster als beherzte Taxlerin, die diesmal einen mörderischen Diamantendieb jagt.

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Kritikerrezensionen

  • Die Bullenbraut 2 - Der Tod hat 17 Karat: Fortsetzung der TV-Krimikomödie mit Gaby Köster als beherzte Taxlerin, die diesmal einen mörderischen Diamantendieb jagt.

    Mehr Köster, weniger Krimi: Bei der Fortsetzung zur „Bullenbraut“ setzt RTL stärker auf Comedy.

    Gaby Köster in einem Krimi: Mit dieser Besetzung gegen das Image der Komikerin ist RTL im vergangenen Jahr ein echter Coup gelungen (6,5 Millionen Zuschauer). Ähnlich wie Evelyn Hamann („Adelheid und ihre Mörder“) entpuppte sich die Frohnatur aus Köln-Nippes im fremden Genre als Glücksgriff. Nun darf die entwurzelte Taxifahrerin Paula, die es der Liebe wegen nach Hamburg verschlagen hat, der Polizei erneut unter die Arme greifen. Diesmal sind Diamanten im Wert von fünf Millionen Euro verschwunden. Ein Kurier hatte sie aus Amsterdam an die Elbe geschmuggelt; er ist nun genau so tot wie Paulas Kollege, der ihn gefahren hat. Weil der Ganove zunächst in Paulas Wagen Platz genommen und beim Taxiwechsel die Koffer vertauscht hatte, muss auch ihr Chef dran glauben. Selbstredend fürchtet Paula nun ebenfalls um ihr Leben. Es bleibt ihr nichts anders übrig, als den Fall selbst zu lösen. Der Polizei kann sie nicht trauen, denn im zuständigen Kommissariat verbirgt sich ein Maulwurf, und einiges deutet darauf hin, dass es sich dabei ausgerechnet um Ex-Freund Hannes handelt.

    Den markigen Ermittler hatte im ersten Film noch Jochen Nickel gespielt. Frank Vockroth ersetzt ihn bestens, zumal er sich im Doppelpack mit Gaby Köster bereits bewährt hat: Er spielt ihren Göttergatten in „Ritas Welt“. Die Einwechslung ist, neben der Handlung natürlich, nicht der einzige Unterschied zum ersten Abenteuer. Offenbar hat RTL die Devise „Weniger Krimi, mehr Köster“ vorgegeben; jedenfalls ist Sitcom-Spezialist Ulli Baumann (mit Preisen für „Nikola“, „Ritas Welt“ und „Mein Leben und ich“ überhäuft) die Balance nicht so gut gelungen wie im ersten Teil. Schon der Anfang lässt Schlimmes befürchten, als Kösters Organ allein von einer viel zu lauten Musik übertroffen wird. Eine Amokfahrt Paulas, bei der sie den halben Hamburger Stadtpark umpflügt, ist unnötig übertrieben; dass die Komödiantin die Stunt-Einlage auch noch im Stil eines Action-Comedy-Helden kommentieren muss, klingt erst recht daneben.

    Am besten ist der Film deshalb immer dann, wenn Baumann ernst macht und Thorsten Näters Geschichte ganz Krimi sein darf. Dann kann Köster zeigen, dass sie darstellerisch mehr drauf hat als die rheinische Witzfigur. tpg.

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