Beim Dreh von "Die Bücherdiebin"

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Die Bücherdiebin Poster

„Downton Abbey“-Regisseur Brian Percival verfilmte in Berlin und Brandenburg den Beststeller „Die Bücherdiebin“ (Start: 13. Februar 2014). Vor Kurzem fiel die letzte Klappe.

Regisseur Brian Percival beim Dreh von "Die Bücherdiebin" Bild: Fox

„Ich hatte gerade ‚Der Teufel trägt Prada‚ beendet, als ich in einem Café in einem Journal etwas über diesen Roman las“, erinnert sich Produzentin Karen Rosenfelt, die bereits mit der „Twilight„-Saga eine der erfolgreichsten Kinoserien der letzten Jahre realisierte. „Als ich ihn endlich in der Hand hatte, mochte ich ihn auf Anhieb.“ Sie bemühte sich um die Verfilmungsrechte.

Ihr war von Anfang an klar, dass man die Geschichte nur in Deutschland drehen konnte. „Obwohl es eine fiktive Geschichte ist, hat sie doch einen realen Hintergrund, der zu Deutschland gehört. Wir erhoffen uns durch die Auswahl der Schauplätze ein großes Maß an Authentizität.“

Gedreht wurde von März bis Mitte Mai u.a. in Görlitz, wo zuvor Wes Anderson Motive für „The Grand Budapest Hotel“ fand, Berlin, Babelsberg und Schloss Marquardt, wo ein Kellergewölbe als Kulisse für einen Schutzbunker dient, in dem sich Liesel und ihre Adoptiveltern verstecken. Autor Markus Zusack erzählt am Set, wie es zu seinem Erfolgsroman gekommen ist:

„Ich bin in Sydney groß geworden, aber wenn uns unsere Eltern in der Küche spontan Geschichten von früher erzählten, wehte immer ein Hauch von Europa durchs Haus. Das war für mich die Inspiration, dieses Buch zu schreiben.“ Zusack ist das jüngste von vier Kindern. Seine Mutter stammt aus der Nähe von München, sein Vater aus Wien. Beide erlebten die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Judenver-folgung. „Als ich mit dem Schreiben des Romans begann, hätte ich nie gedacht, dass er eines Tages mal verfilmt werden würde. Nun sitze ich hier und muss mich ständig selbst zwicken, um mir bewusst zu machen, dass das kein Witz meiner Brüder ist“, lacht der heute 37-Jährige.

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Besonders stolz ist er, dass Geoffrey Rush, der „Australier des Jahres“ 2012, in einer Hauptrolle dabei ist. Zusack vertraut den Machern des Films: „Als ich mich zum ersten Mal mit den Produzenten traf, sagte ich, dass ich beim Verfassen des Drehbuchs nicht offiziell beteiligt sein möchte. Ich lese es, gebe einmal meine Meinung dazu ab und den Rest überlasse ich euch.“

Produzent Ken Blancato und Rosenfelt engagierten hochkarätige Leute wie Drehbuchautor Michael Petroni und Regisseur Brian Percival, der mit „Die Bücherdiebin“ seinen ersten großen Kinofilm inszeniert: „Eigentlich wollte ich das schon immer, aber ich bin Hollywood nie wirklich hinterhergejagt. Erst durch den Erfolg von ‚Downton Abbey‚ wurde man drüben auf mich aufmerksam, woraufhin mir etliche Skripts geschickt wurden, von denen die meisten ganz schrecklich waren. ‚Die Bücherdiebin‘ war das einzige Drehbuch, das mich wirklich berührte und meine Leidenschaft weckte.“

Die größte Herausforderung für den Regisseur bestand darin, die Darstellerin für Liesel zu finden. „Wir suchten überall, in Amerika, Australien, Europa, und sahen uns über 1000 Mädchen an. Schließlich blieben vier übrig, die für einen Screentest eingeladen wurden. Sophie Nélisse entsprach als Einzige meinen Vorstellungen. Sie ist aufgeweckt und sensibel genug, ihre Rolle in diesem historischen Kontext zu erfassen.“ Die 13-jährige Kanadierin, die 2011 für das Drama „Monsieur Lazhar“ erstmals vor der Kamera stand, sagt zur Szene im Schutzbunker: „Ich stellte mir vor, wie es wäre, wenn mein Zuhause plötzlich von Fliegern angegriffen und zerstört werden würde. Vom Band abgespielte Geräusche, die immer lauter wurden, halfen, den Eindruck zu geben, dass die Flieger näher kommen.“

Trotz Starbesetzung, zu der auch deutsche Schauspieler wie Joachim Paul Assböck und Heike Makatsch gehören, internationaler Crew und australischer Vorlage „ist ‚Die Bücherdiebin‘ eine ausschließlich deutsche Produktion“, erklärt Rosenfelt. „Obwohl wir nach Veröffentlichung des Romans gleich Fox 2000 begeistern konnten, dauerte es trotzdem sieben Jahre bis zur Umsetzung. Es waren mehrere Anläufe erforderlich, aber wenn man so eine besondere Geschichte hat, will man auch alles richtig machen und wartet lieber etwas länger, bis alle Elemente passen.“

Als Kinostarttermin in Deutschland ist der 13. Februar 2014 geplant, womit die Chance besteht, dass „Die Bücherdiebin“ auf der Berlinaleuraufgeführt werden könnte. „Das wäre wundervoll, denn wir haben in Berlin und Brandenburg viel Unterstützung erfahren „, so Rosenfelt.

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