Die Blücherbande

  1. Ø 3.5
   2009
Die Blücherbande Poster
Alle Bilder und Videos zu Die Blücherbande

Filmhandlung und Hintergrund

Die Blücherbande: TV-Krimikomödie um drei unverbesserliche Einbrecher, die den Coup ihres Lebens landen wollen.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(2)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Die Gentleman bitten zur Kasse: Armin Rohde als Anführer eines sympathischen Ganoventrios in einer angenehm altmodischen Gaunerkomödie.

    Werner Blücher ist ein Gauner der alten Schule. Gewalt ist ihm ein Gräuel. Wo andere auf ihren Bizeps vertrauen, setzt er auf Köpfchen und Präzisionsarbeit. Ganz gleich, wie vertrackt eine Situation auch ist: Blücher weiß immer einen Ausweg. Sein Nadelstreifenanzug mag in die Jahre gekommen sein, aber mit Blume im Knopfloch macht er immer noch was her; Blücher hat einfach Stil.

    Der Film tritt so bescheiden auf wie sein Titel: „Die Blücherbande“ will nicht mehr sein als eine Gaunerkomödie; aber Michael Baier (Buch) und Udo Witte (Regie) erzählen sie auf ungemein sympathische Weise. Die Handlung trägt sich zwar heute zu, doch Atmosphäre und Inszenierung wirken angenehm altmodisch, ohne dabei verstaubt anzumuten.

    Und natürlich lebt das Werk von seinen Titeldarstellern: Der vortreffliche Armin Rohde ist ein wunderbarer Gentleman-Gauner, Jörg Schüttauf (als ängstlicher Andy) und Sebastian Bezzel (als etwas trotteliger Ollie) sind genau die richtigen Adjutanten, und Horst Krause ist eine großartige Besetzung als gelackmeierter Provinzpate Kaiser. Bloß Mona Seefried, Blüchers besessene Gegenspielerin, erinnert eher an eine Mitarbeiterin vom Ordnungsamt als an eine Hauptkommissarin. Dass ihr Lakai Müller Zwo (Matthias Bundschuh) dagegen dümmer ist, als die Polizei eigentlich erlaubt, passt wiederum ins Bild.

    Sie alle sind Teil einer Geschichte, deren Grundmuster nicht neu sein mag, die von Witte und Baier aber sehr hübsch verpackt wird: Blücher und Co. wollen Kaiser um ein paar hunderttausend Euro erleichtern. Der ausgetüftelte Einbruch kann sich bei aller Liebe zum Detail zwar nicht mit den Raubzügen aus „Ocean’s Eleven“ (oder 12 und 13) messen, aber Leipzig ist ja auch nicht Las Vegas. Die geöffnete Tresortür ist ohnehin nur der Einstieg in einen Coup, der eigentlich zwei bis drei Nummern zu groß für Blücher und seine Kumpane ist: Die Tabaksäcke in Kaisers Lager enthalten Geldscheine im Gewicht von achtzig Tonnen, die eigentlich zur Vernichtung bestimmt sind; eine Milliardenbeute. Aber Kaiser ist nicht blöd, kommt dem Trio auf die Schliche und revanchiert sich mit der Entführung von Andys Frau (Dana Golombek).

    Witte verlässt sich ganz auf die gute Geschichte; bloß die Kamera (Jochen Radermacher) fährt mitunter ein bisschen zu viel in der Gegend herum. Eine Szene allerdings funktioniert überhaupt nicht: Katharina Schubert (Jahrgang 1963) wird als Stripperin derart offensichtlich von einem halb so alten Körper-Double ersetzt, dass man sich fragt, ob Witte die Illusion in diesem Moment absichtlich durchkreuzen wollte. tpg.

News und Stories

Kommentare