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Fakten und Hintergründe zum Film "Die Alpen"

Fakten und Hintergründe zum Film "Die Alpen"
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Die Filmemacher Gewinnen an Höhe…

Das Team der Filmemacher wusste von Anfang an, dass es sich auf das objektiv gefährlichste Projekt einließ, das selbst diese abenteuererprobte Gruppe je realisiert hatte. Die Verantwortung war enorm. „Sicherheit war ganz klar das oberste Gebot“, so Regisseur Stephen Judson. MacGillivray Freeman Films stellte ein Eliteteam von Kameraleuten für Luft- und Bergaufnahmen zusammen, die es gewohnt waren, kreative Arbeit buchstäblich auch noch am Abgrund zu leisten. Unter ihnen ist unter anderem der Bergfilmer und Erfinder der SpaceCam Michael Brown und der Kameramann Ron Goodman. Das Führen der IMAX-Kameras in diesen als erbarmungslos berüchtigten Bergen erforderte Mut, Kletterfähigkeiten und jede Menge Geduld. „Während digitale Videokameras immer leichter werden, ist IMAX-Kameraausrüstung nach wie vor schwer und sperrig. So musste unser talentiertes Kamerateam ein Höchstmaß an Geschick unter Beweis stellen, um unter diesen harten Bedingungen damit zu arbeiten“, erläutert Chefkameramann Brad Ohlund.

Helikopter spielten eine zentrale Rolle, da sie den Filmemachern sicheren Zugang zu den Bergen verschafften. „Helikopter haben nicht nur die Kameras an Orte gebracht, wo sie sonst nie hingekommen wären, sondern ermöglichten auch, das Team in nur wenigen Minuten vom Berg zu holen, wenn sich das Wetter ganz plötzlich verschlechterte“, so Ohlund.

Extreme Berg- und Luftaufnahmen

In Ehrfurcht einflößenden Bildern fängt DIE ALPEN die Schönheit, die Gefahren und die Verlockung für den Menschen ein, die die hohen Berggipfel der Schweiz kennzeichnen. Um IMAX-Kameras an die gefährlichen Drehorte dieses einzigartigen Gebirges zu bringen, brauchte man ein Team von hochspezialisierten und erfahrenen Filmemachern.

Die Kamerateams mussten in der Lage sein, brutalen Witterungsbedingungen zu trotzen, Ausrüstung Steilhänge hinauf zu befördern, an denen sie sich nur angeseilt bewegen konnten, und sie mussten Geschwindigkeit, Sicherheit und Erfindungsreichtum miteinander verbinden. Unter der Aufsicht des langjährigen Kameramanns von MacGillivray Freeman, Brad Ohlund, wurden die Spezialaufnahmen des Films in zwei Bereiche unterteilt: Luftaufnahmen, für die der innovative Erfinder der SpaceCam, Ron Goodman, verantwortlich war, und Bergaufnahmen, die von dem mit dem Emmy Award® ausgezeichneten Abenteuerfilmer Michael Brown gemacht wurden.

„Die Möglichkeit, mit Helikoptern an Orte zu gelangen, an die wir niemals zuvor gekommen wären, hat diese Produktion ganz deutlich von der Arbeit unterschieden, die wir bei ‚Everest‘ geleistet haben“, erläutert der Produzent Greg MacGillivray. „Wir hatten den bisher besten Zugang zu den Bergen, weil wir Kameras und Menschen an langen Seilen praktisch überall hinablassen konnten, so dass unser großartiges Kamerateam sich wirklich auf das Filmen konzentrieren konnte.“

Die Musik

Der preisgekrönte Komponist Steve Wood, der die Musik für viele Filme von MacGillivray Freeman geschrieben hat, arbeitete für das Kernstück des Soundtracks dieses Films mit der Band Queen zusammen.

Wood und Regisseur Steve Judson suchten nach Songs von Queen, die zugleich vom Text her passten und ansprechende Melodien hatten. Für den Rest der Partitur setzte Wood Orchesterklänge ein, ohne jedoch auf die Inspiration durch die Gitarre von Brian May zu verzichten. Neben diesem Orchesterteil arrangierte Wood aber auch einige Songs von Queen neu, um ihre Musik näher an das spirituelle Reich der Themen des Films heran zu bringen. Später nahm Wood mit Brian May in London auf und gab dem Gitarristen damit Gelegenheit, mit seinem Elektronik-Sound weitere Passagen in die Partitur einzubringen.

„Die Musik von Queen hat wirklich etwas bestechendes, aber ich wollte auch den spirituelleren, mystischen Charakter der Alpen zum Ausdruck bringen, und das geht am besten mit Orchestermusik, weil sie so zeitlos ist“, sagt Wood. „Letztendlich möchte ich etwas schaffen, das wie der Film eine Art von Distanz und Erhabenheit hat und die Geschichte von Menschen vermittelt, die sich einer Sache stellen, die größer ist als sie selbst“.

Das Sound Design für DIE ALPEN entstand im Studio SFX, das dem Publikam bereits das Gefühl gab zu fliegen („Adrenaline Rush“), über den Ozean zu segeln („Vikings“) oder sogar den Schall zu überholen („Ultimage G‘s“). Es erhielt Auszeichnungen für Radioproduktionen, kreierte Sounds für unzählige Filme, Werbeclips, DVDs, Fernsehshows sowie diverse Videospiele.

Die Darsteller

John Harlin III ist ein perfekter Kletterer, extremer Skiläufer, Abenteurer, Autor und Herausgeber, der zum Teil in der Schweiz aufwuchs. Er hat in DIE ALPEN die Rolle des unerschrockenen und informativen Berichterstatters. Das Kernstück der Geschichte ist sein emotionaler Drang, den sagenumwobenen Eiger zu besteigen, den Berg, der seinem Vater vor 40 Jahren das Leben nahm. John Harlin III wuchs in Leysin in den Schweizer Alpen auf, wo sein Vater, John Harlin II, die International School of Mountaineering gründete. Nach dem Tod seines Vaters in der Eigernordwand im Jahr 1966 ging der damals neunjährige John mit seiner Mutter und seiner Schwester wieder nach Amerika zurück.

Zurzeit ist er Herausgeber des renommierten American Alpine Journal, der Zeitschrift für neue Bergstrecken weltweit. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Berge, Klettern und Reisen. Als Abenteurer machte er Erstabfahrten mit Telemark und Skiern, kletterte neue Routen und machte Flussabfahrten in Peru, Bolivien, Tibet, Alaska, Kanada, in den Alpen und in den USA.

John lebt mit seiner Frau Adele und seiner Tochter Siena in Oregon und in Oaxaca, Mexiko. Die Geschichte seiner Familie und seiner lebenslangen Besessenheit vom Eiger erzählt John auch in dem deutschsprachigen Buch „Die Wand aller Wände. Der Eiger, mein Vater und ich“, erschienen bei Malik.

Die Kletterparntner

Robert und Daniela Jasper, zwei der versiertesten Bergsteiger des modernen Alpinismus, sind die Kletterpartner von John Harlin bei seinem Versuch am Eiger. Die Jaspers sind ein einzigartiges Bergsteigerpaar und vermitteln in dem Film DIE ALPEN ihre Leidenschaft für und ihre Kenntnisse von der schweizerischen Bergwelt. Robert Jasper versuchte im jugendlichen Alter von 17 Jahren zum ersten Mal die Eigernordwand zu durchsteigen und hat sie seither 15 Mal bezwungen. Seine Kletterexpeditionen haben ihn in alle Teile der Welt geführt und ihm 2003 den Titel erfolgreichster „Mixed-Kletterer“ des deutschen Magazins „Klettern“ eingebracht.

Daniela ist eine berühmte Eiskletterin und hat die Eigernordwand dreimal durchstiegen. Damit hält sie den Rekord der meisten Bergbesteigungen in den Alpen unter den Frauen. Robert und Daniela stammen ursprünglich aus Deutschland, leben aber heute mit ihren beiden kleinen Töchtern in der Schweiz in der Nähe des Eigers

Der Professor der Geografie

Bruno Messerli begleitet die Harlins auf ihrer Reise durch die Schweiz und gibt dem wissenschaftlich interessierten John Einblick in die Entstehung der Alpen, die Besiedlungsgeschichte im alpinen Raum sowie Fragen des ökologischen Gleichgewichts und des Klimawandels. Prof. Dr. Bruno Messerli war während 27 Jahren Direktor des Geographischen Institutes und Rektor der Universität Bern. Als Geograf, Wissenschafter, Forscher, Lehrer und Präsident der International Geographical Union arbeitete er in den Alpen, dem Himalaya, den Anden und in den Gebirgen Afrikas. Messerli ist einer der prominentesten Hochgebirgsforscher und Experte der alpinen Umwelt. Unermüdlich setzt er sich für die Erhaltung sensibler Ökosysteme und das kulturelle Erbe in alpinen Gebieten ein.

Messerli hatte eine führende Rolle bei der Erarbeitung des Kapitels über Berge der Agenda 21 der Vereinten Nationen und war Mitherausgeber des Buches „Mountains of the World: A Global Priority“, das für die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1997 publiziert wurde. Er gab maßgeblich den Anstoß dazu, dass das Uno-Jahr der Berge proklamiert wurde. Für das Unesco-Welterbegebiet „Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn“ ist er ein Initiator der ersten Stunde.