Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl

  1. Ø 3
   2005
Trailer abspielen
Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl

Filmhandlung und Hintergrund

Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl: Kiddie-3D-Abenteuer von Robert Rodriguez um zwei Actionhelden, die in einem Klassenzimmer lebendig werden.

Riesenstress für Dreikäsehoch Max (Cayden Boyd): Daheim streiten die Eltern, die Lehrerin mobbt ihn, und jetzt klaut auch noch der Klassenrüpel sein frisch unter dem Schultisch angefertigtes Superhelden-Comic namens „Shark Boy und Lava Girl“. Das handelt von einem Knaben, der nach einem Schiffbruch von Haien groß gezogen wird, und seiner Freundin, die sich Lava aus dem Ärmel schüttelt. Das höhnische Gelächter der Klassenkameraden nimmt ein abruptes Ende, als ein Tornado Shark Boy und Lava Girl geradewegs in ihr Klassenzimmer weht.

In „Spy Kids„-Tradition lässt Actionspezialist Robert Rodriguez seiner vornehmlich an den erwachsenen Konsumentenkreis adressierten Comic-Adaption „Sin City“ diesen kunterbunten Fantasy-Spaß für Kinder und Jungegebliebene folgen.

Sharkboy, von Haifischen aufgezogen und mit Haifischflosse und Kiemen ausgestattet, und Lavagirl, die glühende Lava aus ihrem Handgelenk schütteln kann, wurden im Tagebuch des schüchternen Viertklässlers Max zum Leben erweckt. Als dieses in die Hände des fiesen Linus gerät, werden Sharkboy und Lavagirl plötzlich Realität im Klassenzimmer.

Weil der Schulalltag unter der Fuchtel des Klassenfieslings Linus sich für Max eher unerfreulich gestaltet, flüchtet er sich in seine ganz persönliche Traumwelt. Hauptfiguren des in seinem Tagebuch festgehaltenen Fantasieuniversums sind der bei Haien aufgewachsene Shark Boy und das süße Lava Girl. Als Linus Max‘ Tagebuch in die Finger bekommt, geschehen plötzlich ungeheuerliche Dinge: Shark Boy und Lava Girl werden nämlich lebendig und rekrutieren Max zur Rettung ihres Heimatplaneten Drool.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(2)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Die 3-D-Technik wurde in den 50er Jahren als Schauwert des Kinos im Gegensatz zum Konkurrenten Fernsehen entwickelt. Man fragt sich, ob Robert Rodriguez bei seinem Einsatz dieser Technik den umsatzstarken DVD-Markt im Auge hatte, dem sein Kino etwas entgegenzusetzen versucht. Freilich ist Rodriguez ein Digital-Aficionado, der die digitale Technik des Videos in sein Kino einbezieht und dabei mit innovativen Effekten immer weiter vorantreibt. Mit digital erzeugten 3D-Effekten will sich Rodriguez gegen den digitalen DVD-Markt positionieren – und natürlich lassen sich 3D-Filme auch nicht von den allseits gefürchteten Raubkopie-Piraten einfach so abfilmen…

    Im dritten „Spy Kids“-Teil hat er die Technik schon einmal angewandt, nun, wieder in einem Kinderfilm, benutzt er sie wieder, angeblich in verbesserter Form. Die Abenteuer von Max auf dem Planeten Drool sind dreidimensional, man muss eine rot-grüne Brille aufsetzen, um die Effekte zu sehen – leider bedeutet das den Verlust an Farben, so dass die Abenteuer im Traumland recht düster aussehen und niemals so bunt wie auf den Filmplakaten.
    Zwar gibt es Menschen, die behaupten, dass wir in schwarz-weiß träumen würden – doch das stimmt natürlich nicht, zumindest nicht bei mir, und wenn dann noch, vielleicht dadurch bedingt, dass ich Brillenträger bin, die 3D-Effekte nicht nur dunkel, sondern auch recht verschwommen sind, fragt sich, was der Vorteil der Technik ist. Sicherlich hatte Rodriguez eine „Wizard of Oz“-Wirkung im Sinn: Die Rahmenhandlung auf der Erde ist zweidimensional, so wie Dorothys Kansas schwarz-weiß ist: Doch die Technicolor-Farbigkeit des Landes von Oz kann kaum aufgewogen werden durch die Wirkung des Digital-3D von Rodriguez – da hilft auch der Tornado nicht beim Übergang zum Planeten Drool, oder das dreimalige Zwinkern bei der Rückkehr auf die Erde. Die Effekte der aus der Leinwand herausragenden Gegenstände, die auf den Zuschauer zuzukommen scheinen, sind sicher gut eingesetzt; doch alles wirkt grau und farblos, nur wenn man die Brille absetzt während der 3D-Sequenzen erkennt man die vielfältige, surreale, fast psychedelische Farbigkeit der Bilder.

    Die Bilderfindungen sind freilich in ihrem Übermaß beeindruckend, Rodriguez ließ seine Schauspieler vor Green Screen agieren und fügte dann phantastische digitale Welten hinzu: Wälder von Gehirnen und eine Uhrenlandschaft, sprechende Haie, eine endlose Achterbahn oder kämpfende Stromkabel mit riesigen Steckern. Das Land von Milch und Keksen ist zwar, auch wegen der fehlenden Farbe, kein Vergleich zu Tim Burtons Schokoladenfabrik, aber die bewegungsreich agierenden Akteure Sharkboy und Lavagirl machen durch ihre reine Körperlichkeit Spaß: Immer wieder nehmen sie die typischen Superheldenposen an, angespannt und geduckt, so wie mans aus dem Kino kennt… Die Fähigkeiten der Darsteller kann man getrost unter den Tisch fallen lassen (warum nur hat Lavagirl ein beständiges breites Grinsen im Gesicht?), die verworrene Geschichte von Träumen in Träumen, von den Kämpfen in und mit Träumen ist sowieso nur Vorwand für eine Achterbahnfahrt der Bilder. Nur die ständig deutlich ausgedrückte Moral, dass Träume für Kinder wichtig sind, nervt ein bisschen – wer in der wirklichen Welt würde dem denn widersprechen.

    Der Film ist ein Projekt der Rodriguez-Familie. Roberts siebenjähriger Sohn Racer Max hatte die Idee, er und seine Geschwister spielen Nebenrollen, Ehefrau und Verwandtschaft von Rodriguez schrieben und produzierten mit; und selbstverständlich übernahm Rodriguez selbst neben Regie, Drehbuch und Produktion auch die Funktionen des Kameramannes, des Editors, des Komponisten, des Effektespezialisten und und und. Keine Frage, der Film wird Kinder begeistern, schon die Tatsache, dass man 3D-Brillen aufsetzen muss, ist ein Event. Als Erwachsener darf man sich nur nicht von den Unzulänglichkeiten der Technik davon ablenken lassen, sich auf den Bildersturm einzulassen.

    Fazit: Bildgewaltiges Abenteuer in 3D, aber leider mit dünner Story und unzureichender Technik belastet.
  • Auf sein ultrastylisiertes Neonoir-Opus „Sin City“ lässt der unkonventionelle Digitaldesperado Robert Rodriguez in gewohnter Manier einen fröhlichen Familienfilm folgen. Dabei handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Familienangelegenheit, da das Drehbuch für das fantasievolle Actionabenteuer um die Rettung einer magischen Traumwelt auf einer Storyidee seines damals siebenjährigen Sohnes Racer Max basiert. Zudem sind Racer und sein jüngerer Bruder in kleinen Rollen zu sehen, während Frau Mama als Produzentin fungierte.

    Vater Rodriguez nimmt im Drehbuch ausgiebig Anleihen an „Der Zauberer von Oz“ und glasiert sein kurioses Kiddiekonfekt mit Elementen aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Die unendliche Geschichte“, „Der Gigant aus dem All“, „Große Haie – Kleine Fische“ und sogar einen Touch von „Harry Potter“. Daneben baut er amüsante psychologische Referenzen ein, wie einen Gedankenstrom, der mit einem C.S.Lewis-light Hauch von Drogendelirium als greifbare Objekte materialisiert wird.

    Der eigenwilligen Fantasie vom Sohnemann im Wunderland sind die beiden Titelfiguren entsprungen, die im 3-D-Prolog vorgestellt werden. Sharkboy (Martial-Arts-Champion Taylor Lautner) ist nach seinem Schiffbruch von Haifischen gerettet und aufgezogen worden und hat mit der Zeit eine Haifischflosse, Kiemen und scharfe Beißerchen entwickelt. Lavagirl (Taylor Dooley) ist eine brandheiße Biene, die glühende Lava aus ihrem Handgelenk schütteln kann. Im Film sind sie von der regen Vorstellungskraft des schüchternen Viertklässlers Max (Cayden Boyd) zu Leben erweckt worden, der alle seine Träume in ein Tagebuch einträgt. In der Schule wird Max vor allem vom fiesen Linus gehänselt, der ihm sein Traumjournal wegnimmt und damit eine Kette abenteuerlicher Ereignisse in Gang setzt. So erscheinen während eines Tornados Sharkboy und Lavagirl im Klassenzimmer, um Max zu ihrem Heimatplaneten Drool zu bringen. Er soll den bevorstehenden Untergang ihrer Welt durch die dunklen Machenschaften von Minus und seinem Handlanger Mr. Electric (beides neu geschaffene Figuren aus Max‘ Alltagsleben) verhindern. Ein aufregendes Abenteuer und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnen.

    Wie bei Rodriguez letztem Kinderfilm „Mission 3D“ wird der teils leicht surreal anmutende Spaß überwiegend in 3D präsentiert. Allerdings werden den Zuschauern nicht die neuentwickelten polarisierten Brillengläser, sondern die Retroversion aus Pappe und Plastikschicht ausgeteilt, die den Aufnahmen einen verwaschenen Look verleihen. Da sich die ins Auge springenden 3-D-Effekte in Grenzen halten, wäre ein konventionelles Format mit knallbunter Farbpalette vielleicht angebrachter gewesen. Einer Rodriguez-Produktion entsprechend, wird kräftig auf den Actionputz gehauen, auch eine aufmunternde Botschaft an den Glauben der Verwirklichung seiner Träume und ein märchenhaftes Happyend geboten. Die Allerjüngsten werden begeistert sein. ara.

News und Stories

Kommentare

  1. Startseite
  2. Alle Filme
  3. Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl