Filmhandlung und Hintergrund

Spritzige Komödie über einen erklärten Junggesellen, der mit einer Gewissensentscheidung ringt, nachdem er die Frau seines besten Freundes beim Knutschen mit einem anderen Mann ertappt.

Seit Schulzeiten sind Ronny und Nick beste Freunde. Fieberhaft arbeiten sie daran, mit einem gemeinsamen Arbeitsprojekt das große Los zu ziehen, und bereiten eine Präsentation vor. Zufällig wird Ronny Zeuge, wie Nicks Ehefrau Geneva einen viel jüngeren Mann heimlich trifft und küsst. Ronny weiß nicht, wie er reagieren soll. Um nichts falsch zu machen, betätigt er sich als Hobbydetektiv und gerät in eine haarsträubende Situation nach der anderen. Und je näher die gemeinsame Präsentation rückt, desto mehr entdeckt er, dass auch Nick ein paar Geheimnisse hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Als „Dickste Freunde“ treten in dieser Männerkomödie die Improvisationstalente Vince Vaughn und Kevin James auf. Sie spielen die nie ganz ernsten großen Jungs Ronny und Nick. An der Seite dieses wortgewandten und leicht tollpatschigen Duos stehen wesentlich ernstere und daher auch blassere Frauenfiguren, deren hauptsächliche Aufgabe es ist, die Männer zur Ordnung zu rufen oder eben unangepasst und dabei sympathisch, aber zurückgeblieben erscheinen zu lassen. Regisseur Ron Howard inszenierte nach dem Drehbuch von Allan Loeb eine durchschnittliche Komödie, die wenig Neues bietet.

      Kevin James ist fast einen Kopf kleiner als Vince Vaughn, aber von der Statur her und mit ihren rundlichen Gesichtern zu den kurzen Haaren ähneln sich die beiden Darsteller. Auch in ihrem Schauspiel, das viel auf Körperlichkeit setzt und auf Standup-Comedy, gleichen sie sich. Vaughns Ronny ist der eloquente Verhandlungspartner, wenn es um geschäftliche Aufträge für die Firma geht, der von James gespielte Nick ist der etwas ängstliche, aber technisch begabte Designer. Das bahnbrechende Angebot, das Ronny einem großen Autokonzern macht, besteht in einem Elektroautomotor für einen Wagen, der nicht nur wie in den guten alten Zeiten optisch etwas hermacht, sondern auch akustisch nach viel PS klingt.

      Nick gerät mächtig unter Druck, denn das von Ronny ausgehandelte Lieferdatum ist schon in Kürze und bislang klappt es mit dem Motor nicht. Während Nick also in der Werkstatt rotiert, will Ronny ein Gewächshaus im Botanischen Garten mieten, um dort seiner Freundin Beth den lang erwarteten Heiratsantrag zu machen. Doch bei der Besichtigung entdeckt er zwischen den Pflanzen Nicks Frau Geneva, die einen jungen Mann küsst. Fortan zermartert sich Ronny den Kopf, ob und wie er Nick diese Nachricht überbringen soll.

      Die untreue Geneva wird von Winona Ryder dargestellt. Sie wehrt sich gegen die einseitigen Schuldzuweisungen, die sie von Ronny erhält und entpuppt sich als komplexere Figur, die Ronny in ein moralisches Dilemma stürzt. Denn sie erinnert ihn an die kurze Affäre, die sie miteinander auf dem College hatten und von der Nick immer noch nichts weiß. Beth, gespielt von Jennifer Connelly, ist die integere und nicht übermäßig interessante moralische Instanz an der Seite von Ronny, die er mit seinem aufgeregten Verhalten vor den Kopf stößt.

      Eine witzige Nebenrolle hat Queen Latifah, die eine Beauftragte des Automobilkonzerns spielt. Der röhrende Motor, den Ronny und Nick liefern sollen, inspiriert sie zu geradezu beängstigenden erotischen Kommentaren. Channing Tatum stellt den Liebhaber Genevas dar, der es mit Ronny zu tun bekommt und dabei auch eine unmännliche Schwäche offenbart. Einzeln betrachtet sind viele Szenen spritzig und voller amüsanter Dialoge. Doch die beiden Hauptcharaktere verkörpern das zu oft gesehene Klischee der lässigen, nicht ganz erwachsenen Männer, die ihre Verspieltheit als geistige Freiheit zelebrieren. Und als solche kreisen sie zu sehr um sich selbst.

      Fazit: Harmlosen Spaß bietet diese Buddy-Komödie, die den Hauptdarstellern Vince Vaughn und Kevin James auf den Leib geschrieben ist.
    2. Dickste Freunde: Spritzige Komödie über einen erklärten Junggesellen, der mit einer Gewissensentscheidung ringt, nachdem er die Frau seines besten Freundes beim Knutschen mit einem anderen Mann ertappt.

      Der Oscar-prämierte Erfolgs-Regisseur Ron Howard lässt Vince Vaughn in das Dilemma schlittern, ob er seinem besten Freund Kevin James mitteilen soll, dass seine Frau fremdgeht.

      Dafür wählt Howard die Mittel einer Dramödie, die oft genug auf spritzige Situationskomik baut, aber dabei nicht vergisst, die Probleme angemessen ernst zu nehmen. Damit gibt er den versierten Komödienroutiniers Vaughn („Trennung mit Hindernissen„) und „King of Queens„-Star Kevin James, zuletzt in „Kindsköpfe“ unterwegs, Gelegenheit, sich in Buddy-Auftritten und allerhand haarsträubenden Situationen zu bewähren. Gleichwohl schildert das Drehbuch von Allan Loeb (der bereits die „Wall Street“-Fortsetzung schrieb) die beiden als ganz normale Jedermänner, was ihren Charakteren Glaubwürdigkeit verleiht. In Freundschaft und Partnerschaft verbunden, dürfen alle Schauspieler ihre Rollen mehrdimensional anlegen, allen voran Winona Ryder, die als Ehebrecherin menschlich bleibt.

      Junggeselle Ronny (Vaughn) beobachtet sie beim Seitensprung im botanischen Garten, was ihm neben beißenden Hautausschlägen von einer Giftpflanze das moralische Dilemma einbringt, ob und wenn ja, wie er seinen Geschäftspartner und seit College-Tagen besten Freund Nick (James) von ihrer Untreue in Kenntnis setzt. Ausgerechnet jetzt wollen beide den Auftrag ihres Lebens an Land ziehen - für einen Autoriesen, deren Controllerin ihnen im Nacken sitzt (Queen Lafiah reizt ihre schräge Nebenrolle aus). Da dringt nichts zum zittrigen Nick durch, also konfrontiert Ronny zunächst Geneva (Ryder) mit den Vorwürfen. Doch der Moralwächter ist selbst nicht makellos und die Wahrheit kompliziert. Ronnys obsessive Überwachungsstrategie macht ihn obendrein in den Augen seiner Freundin Beth (Jennifer Connelly) verdächtig. Und eine stümperhafte Paparazzi-Aktion lässt ihn schmerzhaft mit Zip (Nachwuchskraft Channing Tatum sehr komisch als Toy Boy mit Gefühlen) kollidieren.

      Jeder hat seine Lügen und Geheimnisse und deshalb fragt der die vergangenen Jahre erfolgreich zwischen Blockbuster („The Da Vinci Code„), Oscar-Drama („A Beautiful Mind„) und Familien-Komödie („Der Grinch„) wechselnde Ron Howard hinter allem Scherz, wie viel Wahrheit eine Beziehung verträgt - und ob man jemanden wirklich (restlos) kennen kann. Die Antworten fallen angenehm erwachsen aus, die Gewissenskomödie bringt es trotz vieler grotesker Miniaturen, darunter die wohl bizarrste Ansprache, die je zu einem Ehejubiläum gehalten wurde, geradezu spielend fertig, einen Diskurs anzustoßen, der ausgewogen viele Untiefen zwischen Vertrauen und Verdacht auslotet.

      tk.

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