Filmhandlung und Hintergrund

Fünfter Film des Zombie-Zyklus von Geoirge A. Romero, in dem eine Gruppe junger Filmemacher beim Dreh eines Horrorschockers auf echte Untote stößt.

In einem entlegenen Wald dreht eine Gruppe von Filmstudenten einen Horrorfilm. Zu ihrem Entsetzen müssen die jungen Leute feststellen, dass die Toten zu neuem Leben erwachen und sie angreifen. Panisch halten sie mit ihren Kameras aus erster Hand den realen Schrecken fest, wie sie um ihr Überleben kämpfen und wie sich die Dynamik in ihrer Gruppe im Verlauf der mörderischen Attacken drastisch verschiebt.

Eine Gruppe von Filmstudenten dreht unter Leitung ihres Professors einen Horrorfilm, als beunruhigende Nachrichten aus Radio, TV und Internet von einer diffusen, sich offenbar landesweit abspielenden Katastrophe künden. Die Uni verlassen vorfindend, beschließen auch sie, sich im Wohnmobil irgendwie nach Hause durchzuschlagen. Unterwegs trifft man Schauplätze von Massakern, wehrhafte Bürger aller Klassen und immer hungrige, angriffslustige Leichen. Mit der Kamera wird die Reise dokumentiert.

Eine Gruppe von Filmstudenten schlägt sich durch die USA kurz nach Ausbruch der Zombie-Katastrophe. Spannender Horror Road Trip vom Genre-Altmeister George Romero.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Herr der Zombies persönlich, Georg A. Romero, widmet sich ein weiteres Mal dem apokalyptischen Horror-Genre, das er (mit-)begründet hat. Nach „Land of the Dead“ kehrt er nun wieder an den Ausgang zurück und erzählt vom Anfang des Endes. Dabei ist er auch auf den Fakedoku-Zug aufgesprungen, der zuerst mit „Blair Witch Project“ und in letzter Zeit mit „Cloverfield“ und „Rec“ die Geleise des Horror-Genres neu befährt.

      Allerdings geht Romero nicht gar so weit: „Diary of the Dead“ präsentiert die Dokumentation „Dead of the Dead“, die Debra als Jasons Nachlass fertig geschnitten und vertont hat. So besteht der Film nicht nur aus Aufnahmen einer Handkamera, sondern aus zweien, zwischen denen hin- und hergeschnitten wird, aus eingefügten Internet-Videos, Handyfilmchen, Fernsehberichten und Kommentaren.

      Einige gelungene Momente kommen so zustande, z.B. wenn gleich am Anfang ein TV-Team von einem Noteinsatz berichtet und Zeuge wird, wie die vermeintlichen Leichen plötzlich die Rettungskräfte attackieren. Auch aus Jasons Filmwahn und den üblichen Doku-Mängeln schlägt Romero nettes Kapital und fügt mit den Aufnahmen von allerlei Überwachungskameras abwechslungsreiche Perspektiven ein.

      Das alles bleibt letztendlich aber kaum mehr als Spielerei: Die (teilweise) echten Dokumentaraufnahmen von den Verrohungen der Menschheit – samt ihrem Voyeurismus – sind ebenso wenig neu im Zombiefilm wie die einzelnen Stationen, die „Diary of the Dead“ mit toten Angehörigen und Plünderern absolviert. Und sind die wankenden Menschenfresser selbst als brachiale gesellschaftskritische Chiffren immer noch genial, wirken alle Kommentare auf den allumfassenden Mitteilung- und Festhaltewahn doch ein wenig ungelenk und angestaubt – ein bisschen wie die lebenden Toten. Und wie diese weiß Romero nicht wirklich, wohin er mit seinem Thema kritikmäßig will.

      Auch wenn abschließend über die Entmenschlichung der Menschheit räsoniert wird, dann ist das nicht zuletzt fadenscheinig, weil der Film das selbst nur zum Vorwand nimmt, um seine Splatterei zu zelebrieren.

      Das wiederum macht „Diary of the Dead“ mit allergrößter Wonne und Perfektion – wie überhaupt sich Romero als meisterhafter Genre-Gruseler und -Schocker beweist. Böse oder parodistisch ist der Humor, mitunter auch herrlich albern: z.B. dank des taubstumme Amisch-Bauern, der heranwankende Zombies mit Dynamitstangen in die Luft jagt. Oder wenn Jason in seinem schäbigen Horrordreh den Zombiefilm und die „lahmen“ Untoten ironisch kommentiert bzw. „erklärt“.

      Es stört denn auch nur ein bisschen, dass die Darsteller hier einmal mehr beweisen, wie schwer es ist, ordentlich zu schauspielern – es aber weitaus schwerer ist, das gekonnt vor er Kamera nicht zu tun.

      „Diary of the Dead“ ist jedenfalls keine Neuerfindung oder Erweiterung des Genres, sondern einfach „nur“ eine durchaus gelungene Variante.

      Fazit: Ordentlicher Zombiefilm von Altmeister Romero, der nun auch den Fake-Doku-Stil entdeckt hat und mit allerhand Medienbildern spielt, darüber aber „nur“ gute Genre-Unterhaltung bietet.
    2. Diary of the Dead: Fünfter Film des Zombie-Zyklus von Geoirge A. Romero, in dem eine Gruppe junger Filmemacher beim Dreh eines Horrorschockers auf echte Untote stößt.

      Die Untoten lassen George A. Romero nicht los. In seiner ersten Independent-Produktion seit mehr als 20 Jahren - nach eigenen Aussagen der erste Film seit den 70er-Jahren, bei dem er komplette kreative Kontrolle hatte - fügt er seinem „Dead“-Zyklus, der 1968 mit „Die Nacht der lebenden Toten“ begann und zuletzt vom „Land of the Dead“ erzählte, einen fünften Beitrag hinzu, mit dem sich der Kreis schließt: Im Stil eines „Blair Witch Project“ entstand ein roher, ursprünglicher Film, der ebenso kompromisslos wie auch ironisch augenzwinkernd von der Auflösung des Lebens, wie man es nach Katastrophen wie Katrina kennt, berichtet.

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      Kino.de Redaktion  
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