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Biopic-Besetzungen: 7 Volltreffer, 7 Nieten

Biopic-Besetzungen: 7 Volltreffer, 7 Nieten

Am 09. Januar startet das Drama-Biopic „Diana“ mit Naomi Watts in der Hauptrolle in den deutschen Kinos. Ob die Mimin passt, müsst ihr selbst überprüfen. Wir haben für euch je sieben Beispiele für gelungene und misslungene Biopic-Besetzungen.

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Ob Naomi Watts (The Impossible) die richtige Besetzung für Prinzessin der Herzen ist? Ab dem 09. Januar wissen wir mehr, denn da startet Diana von Regisseur Oliver Hirschbiegel (Das Experiment) in den deutschen Kinos.

Besonders ein Biopic steht und fällt mit dem Hauptdarsteller bzw. der Hauptdarstellerin. Manchen Akteuren gelingt es, ihre Figur so überzeugend zu verkörpern, dass man gar nicht bemerkt, dass es sich gar nicht um die reale Person handelt. Andere wiederum sind klassische Fehlbesetzungen, weder optisch noch darstellerisch kommen sie dem Vorbild nah.

CINEFACTS hat eine Liste zusammengestellt, in der sieben perfekte perfekte Biopic-Besetzungen und sieben überhaupt nicht passende Darsteller aufgeführt werden. Viel Spaß damit!

TOP:Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln in Lincoln

Daniel Day-Lewis (There Will Be Blood) für sein Können zu loben, ist vollkommen überflüssig. Der Brite ist eine schauspielerische Urgewalt, einer der Typen, die jeden Film veredeln. Dazu kommt noch, dass Day-Lewis unglaublich wandlungsfähig ist. In „Lincoln“ demonstrierte er zum wiederholten Male, dass er eine Figur förmlich aufsaugt, um sie besonders authentisch darstellen zu können. Wohl kaum ein anderer Mime hätte Abraham Lincoln so präzise verkörpern können wie der dreimalige Oscar-Gewinner.

FLOP:Colin Farrell als Alexander der Große in Alexander

Eigentlich wollte Regisseur Oliver Stone (Savages) einen beeindruckenden Monumentalfilm drehen, der das Leben und Wirken des makedonischen Königs Alexander schildert und die Massen begeistert. Geklappt hat es nicht. Sechs Nominierungen für den Antipreis „Goldene Himbeere“ gab es für „Alexander“. Auch Hauptdarsteller Colin Farrell (7 Psychos) wurde diese „Ehre“ zuteil - und das sicherlich nicht zu Unrecht. Der Ire passte schlicht und einfach nicht.

TOP:Robert De Niro als Jake LaMotta in Wie ein wilder Stier

Schon vor „Wie ein wilder Stier“ war Robert De Niro (Zwei vom alten Schlag) einer der Größten. Durch die Darstellung des Boxers Jake LaMotta, der es zum Weltmeister im Mittelgewicht brachte, dann aber jäh abstürzte, konnte der Hollywoodstar seinen Ruf als Schauspieler von Format noch weiter untermauern. Dass De Niro so überzeugt, liegt an seinem unbändigen Eifer, mit dem er neue Rollen angeht. Erst definierte der Mime sich durch Boxtraining, anschließend nahm er viel zu, um den gealterten LaMotta verkörpern zu können. Als Belohnung bekam Robert De Niro einen Oscar.

FLOP:Robert Pattinson als Salvador Dalí in Little Ashes

Robert Pattinson hat es nicht leicht: Seit der „Twilight“-Reihe wird er das Glitzervampir-Image einfach nicht los. Selbst der zwischen den erfolgreichen Romanverfilmungen gedrehte „Little Ashes“ verhalf dem britischen Schauspieler nicht zu einem Wechsel in die Riege der ernstgenommenen Darsteller. Woran das lag? Ganz einfach daran, dass Pattinson als Künstler Salvador Dalí aussieht wie Edward Cullen mit Schnauzbart. So gut der Film auch sein mag, Pattinson passt irgendwie nicht rein.

TOP:Meryl Streep als Margaret Thatcher in Die Eiserne Lady

Die Kritiken zu „Die Eiserne Lady“ fielen durchwachsen aus. Phyllida Lloyds (Mamma Mia!) Film wurde oft vorgeworfen, die als politische Hardlinerin bekannte Premierministerin Margaret Thatcher nicht so gezeigt zu haben, wie sie tatsächlich war. Von Verharmlosung war die Rede. Einigkeit besteht jedoch darin, dass Meryl Streep (Wie beim ersten Mal) die „Iron Lady“ grandios verkörpert hat. Die Gestik und Mimik Thatchers hat sich Streep perfekt angeeignet. Manchmal könnte man beinahe meinen, die echte Maggie Thatcher würde die Hauptrolle spielen. Besser als Meryl Streep kann man eine solche Figur eigentlich fast nicht darstellen.

FLOP:Robin Williams als Hunter „Patch“ Adams in Patch Adams

Robin Williams (The Big Wedding) kann lustig sein. Er kann auch ernste Rollen spielen. In „Patch Adams“ aber gelingt ihm beides nicht. Der Film an sich ist schon ein manipulatives Rührstück ohne Tiefgang, Williams als dauergrinsender Gutmensch setzt dem Ganzen aber noch die Krone auf. Dass er wegen seiner Prominenz und nicht wegen der Ähnlichkeit mit dem echten Hunter „Patch“ Adams ausgewählt wurde, gibt dazu noch Abzüge in der B-Note.

TOP:Charlize Theron als Aileen Wuornos in Monster

Charlize Theron (Prometheus - Dunkle Zeichen) ist eine der hübschesten Frauen auf diesem Planeten. Wer sich jedoch schon einmal „Monster“ angeguckt hat, der würde dies niemals vermuten. Die Südafrikanerin sieht in diesem Drama-Biopic der Serienkillerin Aileen Wuornos zum Verwechseln ähnlich. Regisseurin Patty Jenkins (The Killing) sah in Theron offenbar etwas, was die meisten Menschen wohl nie erkannt hätten. Dass die Schauspielerin für diese Rolle einen Oscar bekommen hat, liegt aber nicht nur an der radikalen Typveränderung, sondern vor allem an ihrer herausragenden darstellerischen Leistung.

FLOP:Robert Carlyle als Adolf Hitler in Hitler - Aufstieg des Bösen

Robert Carlyle ist ein guter Schauspieler, das hat der Brite in Filmen wie Trainspotting - Neue Helden, Ganz oder gar nicht oder 28 Weeks Later unter Beweis gestellt. Und auch in „Hitler - Aufstieg des Bösen“ liefert er bestimmt keinen schlechten Job ab. Als deutscher Diktator kann Carlyle aber kaum überzeugen, zu sehr weicht er optisch von dem historischen Vorbild ab. Dass das Drehbuch von ihm verlangt, Hitler vollkommen eindimensional darzustellen, trägt darüber hinaus dazu bei, dass Carlyle in dieser Rolle nicht glaubwürdig erscheint. Die Darstellung von Bruno Ganz in Der Untergang war beispielsweise viel besser.

TOP:Philip Seymour Hoffman als Truman Capote in Capote

Viele Schauspieler würden wohl an der Darstellung des rätselhaften Schriftstellers Truman Capote scheitern. Nicht so Philip Seymour Hoffman (Die Tribute von Panem: Catching Fire). Der Charakterdarsteller lieferte in „Capote“ eine grandiose Vorstellung ab. Optisch und stimmlich kommt Hoffman dem Exzentriker verdammt nahe. Noch näher ist er jedoch an Truman Capote dran, wenn es um dessen Wesen geht. Die komplexe Persönlichkeit des Erfolsautors streicht Philip Seymour Hoffman mit Bravour heraus.

FLOP:John Wayne als Dschingis Khan in Der Eroberer

Denkt man an John Wayne (Rio Bravo), kommt einem sofort der Westernheld mit dem Schießeisen im Anschlag in den Sinn. Als Cowboy mit allem drum und dran ist Wayne berühmt geworden, die Rolle als Dschingis Khan machte ihn zur Lachnummer. Viele sehen in Waynes Besetzung als Mongolenführer den groteskesten Fehlgriff aller Zeiten. Für John Wayne und mehrere Cast- und Crew-Mitglieder waren aber nicht die schlechten Kritiken das schlimmste, sondern die Krebserkrankungen, die durch das radioaktiv verseuchte Testgelände in Nevada, auf dem gedreht wurde, ausgelöst wurden.

TOP:Jamie Foxx als Ray Charles in Ray

Den Oscar als bester Hauptdarsteller hat sich Jamie Foxx (Django Unchained) für seine Darstellung des Musikers Ray Charles redlich verdient. Der Charaktermime ist der dermaßen überzeugend, dass die mehr als zwei Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen. Ray Charles‘ Bewegungen, seine Mimik sowie seine Art zu sprechen hat sich Foxx perfekt angeeignet, ohne dabei jedoch das große Vorbild bloß zu kopieren. Ein starkes Biopic dank eines herausragenden Hauptdarstellers.

FLOP:Dennis Quaid als Jerry Lee Lewis in Great Balls of Fire

An Dennis Quaids (Soul Surfer) Darstellung der Rock-’n‘-Roll-Legende Jerry Lee Lewis scheiden sich die Geister: Während einige die Darstellung als brillant empfanden, konnten andere Quaids übertriebenem Spiel nichts abgewinnen. Vielleicht kam der Mime auch deshalb bei einigen Leuten nicht so gut weg, weil das Biopic sich nicht um Faktentreue bemüht, sondern eher eine fetzig-musikalische Zeitreise ist. Unter dem Aspekt einer Filmbiografie betrachtet, macht Quaid aus einer der kompliziertesten Figuren des Rock tatsächlich einen eindimensionalen Hanswurst.

TOP:Ben Kingsley als Mahatma Gandhi in Gandhi

Es soll Leute gegeben haben, die Ben Kingsley (Der Medicus) für die Reinkarnation Gandhis hielten. Das geht wohl zu weit, aber es zeigt auf alle Fälle, dass Regisseur Richard Attenborough (Chaplin) sich für den richtigen Hauptdarsteller entschieden hat. Einen Gandhi-Doppelgänger-Wettbewerb hätte Kingsley damals wohl ziemlich sicher für sich entschieden, aber vor allem sein nuanciertes Spiel ist es, das ihn so perfekt für diese Rolle macht. Kingsley ist es gelungen, die besondere Ausstrahlung des indischen Pazifisten zu transportieren.

FLOP:John Cusack als Richard Nixon Der Butler

Lee Daniels‘ (Precious - Das Leben ist kostbar) Drama hat ohne jede Frage eine außerordentlich hohe Qualität. Der Afroamerikaner Cecil Gaines, gespielt von Forest Whitaker (The Last Stand), erlebt als Butler im Weißen Haus mehrere US-Präsidenten und deren Umgang mit der Rassenfrage. Ein interessantes, wichtiges Thema, das von prominenten Darstellern umgesetzt wurde. Leider kann die Besetzung nicht gänzlich überzeugen - zumindest was die Optik betrifft. John Cusack (Frozen Ground) als US-Präsidenten Richard Nixon auftreten zu lassen, ist wohl der größte Fehlgriff. Robin Williams als Dwight D. Eisenhower, James Marsden (2 Guns) als John F. Kennedy und Liev Schreiber (X-Men Origins: Wolverine) als Lyndon B. Johnson, auch das passt nicht optimal. Einzig Alan Rickman (Gambit - Der Masterplan) könnte mit etwas Wohlwollen als Ronald Reagan durchgehen.