Filmhandlung und Hintergrund

Wendungsreicher Psychothriller um einen kammerspielartigen Geschlechterkampf in einer Fabrik.

Sozusagen im Vorbeifahren rettet Henry (Simon Boer) die hübsche Anja (Annett Renneberg) vor dem Sprung von der Brücke. Er nimmt die junge Frau mit in sein Loft, wo sich bald ein intellektuelles wie erotisches Katz-und-Maus-Spiel zwischen den einander völlig Fremden entspinnt. Henry hält Anja für eine Prostituierte, und die hat nichts dagegen. Als die Psychospiele handgreiflich werden, kommt auch die Wahrheit Stück für Stück ans Licht.

David Lynch

Auf einer Brücke gabelt Henry die anscheinend vor dem Sprung stehende Anja auf. Sie gibt sich als Prostituierte aus, fährt in sein Loft in einer verlassenen Fabrik mit. Anja klaut, will fliehen, Henry hält sie auf, fesselt sie. Während sie auf die später wieder zurück beorderte Polizei warten, entwickelt sich ein durch erfundene Geschichten angeheiztes psychologisches Katz-und-Maus-Spiel.

Henry fährt auf der Suche nach dem Kick durch die Nacht. Auf einer Brücke klaubt er Anja auf, die offensichtlich anschaffen geht. Doch in seiner Wohnung angekommen, beklaut sie ihn zuerst und versucht anschließend abzuhauen. Henry aber fängt sie ein, fesselt sie und zwingt sie, ihm eine Geschichte zu erzählen. Dieses Machtspiel turnt beide an und bewirkt, dass die beiden in den folgenden Stunden nicht mehr voneinander lassen können. Bald schon weiß keiner der beiden mehr, ob er wacht oder alles nur ein böser Alptraum ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Devot: Wendungsreicher Psychothriller um einen kammerspielartigen Geschlechterkampf in einer Fabrik.

    Mit Stilwillen und Coolness führt der spannende Psychothriller von Igor Zaritzki („Game Over“) eine modellhafte Kammerspielsituation über Liebe und Lügen in spiralförmigen Szenen, mit Schocks und irritierenden Wendungen vor. Die Mischung aus David Lynch und „9 1/2 Wochen“ funktioniert als erfrischend unkonventioneller geistreicher erotischer Geschlechterkampf.

    Auf einer Brücke gabelt Henry (Simon Böer) die anscheinend vor dem Sprung stehende Anja (Annett Renneberg) auf. Sie gibt sich als Prostituierte aus, fährt in sein Loft in einer verlassenen Fabrik mit. Anja klaut, will fliehen, Henry hält sie auf, fesselt sie. Während sie auf die später wieder zurück beorderte Polizei warten, entwickelt sich ein durch erfundene Geschichten angeheiztes psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das mit angeblichen Geheimnissen und bewussten Irreführungen die Identitäten der beiden immer wieder neu auf den Kopf stellt. Mehrmals verlässt Anja den Loft, ein Mal wird sie lebendig begraben. Im Finale sieht alles überraschend anders und wieder unaufgelöst aus.

    Der Reiz des clever konstruierten und gut gespielten Thrillers liegt in den erfundenen Biografien der undurchschaubaren Partner, deren Fassaden chamäleonartig wechseln. So entsteht ständig ein neues Bild: Ist er ein Sadist? Ist sie abgebrüht oder Missbrauchsopfer? Abgründe der Seele lassen sich durch die von Misstrauen geprägte Beziehung anleuchten. Formal gewinnt das Spiel der schönen Gesichter und schönen nackten Körper durch die ausgeklügelte Lichtdramaturgie in der Fabriketage und das interessante Sounddesign. ger.

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