Derek

Kinostart: 22.01.2009

Derek: Dokumentarfilm von Tilda Swinton und Isaac Julien über den 1994 verstorbenen Künstler und Filmemacher Derek Jarman.

Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentarfilm von Tilda Swinton und Isaac Julien über den 1994 verstorbenen Künstler und Filmemacher Derek Jarman.

Der Brite Derek Michael Jarman (1942-1994) gilt als einer der brillantesten und originellsten Filmkünstler der Insel. Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton begann ihre Schauspielkarriere unter seiner Regie in „Caravaggio„. Sie führt durch die Dokumentation, die kaum bekannte Super-8-Filme, Archivmaterial, Spielfilmausschnitte und Privataufnahmen aufbietet. Mittelpunkt aber bildet ein unveröffentlichtes Interview, das Colin McCabe mit Jarman 1990 führte.

Die engsten Verbündeten des kontroversen britischen Regisseurs Derek Jarman, der 1994 an Aids starb, widmen seinem Leben und Werk eine intensive wie persönliche Rückschau. Tilda Swinton tritt als Erzählerin auf, Isaac Julien, der Jarman künstlerisch beerbte, führt Regie.

Ein Brief, aus dem Off vorgelesen von Tilda Swinton und ein bislang unveröffentlichtes Interview von 1991 bilden das Zentrum des Porträts über den avantgardistischen Filmemacher, Maler und Auto Derek Jarman. Dazu abwechselnd werden Videoszenen von Jarman selbst und seiner Familie eingespielt, die zu einem umfassenden Gesamtbild beitragen. Der Zuschauer erfährt Details aus Jarmans Kindheit, über seine Eltern und nicht zuletzt seinen Aktivismus, der sich in provokanten Filmen wie „Jubilee“ oder „Sebastien“ unter den Themen Punk oder Homosexualität spiegelte.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Derek: Dokumentarfilm von Tilda Swinton und Isaac Julien über den 1994 verstorbenen Künstler und Filmemacher Derek Jarman.

    Tilda Swinton führt durch eine Hommage an den homosexuellen Künstler und Avantgarde-Filmemacher Derek Jarman, der sich mit Werken wie „Sebastiane“ Weltruf erwarb.

    Allein acht Mal trat die heutige Oscarpreisträgerin Swinton („Michael Clayton“) in Jarmans provokanten Kunstfilmen auf, angefangen 1986 mit „Caravaggio“. Beide verband eine Seelenverwandtschaft, weshalb die von ihr geschriebene und gesprochene Dokumentation auch eine ganz persönliche Erinnerung ist. Die Regie übernahm Isaac Julien, ebenfalls ein enger Vertrauter des 1994 an Aids verstorbenen Jarman. Er verwaltet nicht nur das Archiv, sondern trat auch dessen künstlerisches Erbe an.

    Grundlage für den Abriss, der erst Vita, dann Werk beleuchtet und sich inszenatorisch des Meisters würdig erweist, bildet ein bislang unveröffentlichtes Interview von 1991, in dem sich der bereits von der Immunschwächekrankheit gezeichnete Jarman ausführlich über sein Leben äußert: Angefangen von der Kindheit, wo ihn sein vom Krieg verrohter Vater, ein Kampfpilot, körperlich misshandelte, über seine früh aufkeimende Homosexualität, die an der erzkatholischen Privatschule brutal erstickt wurde, zur Kunstschule Slade, der britischen Kunstszene und den wilden 60ies in New York, bis hin zu prägenden Einflüssen vom „Zauberer von Oz“, Andy Warhol, Kenneth Anger und schließlich Ken Russell.

    Russel engagierte Jarman für „Die Teufel“, was seine Kreativität weckte und später den Undergroundfilm „Sebastiane“ auslöste, die Passion eines schwulen römischen Legionärs und mithin der erste Film, der Homosexualität offensiv und poetisch thematisierte. Doch irgendwann wurde aus Underground Pop, Jarman zum umstrittenen Phänomen, der für die Pet Shop Boys das Musikvideo „It’s a Sin“ drehte. Tilda Swinton hält sich in ihrem Kommentar sehr zurück und so sind es über weite Strecken Jarmans Worte, die aus dem Off eine reiche Bildmaterialfülle erläutern, die auch Einblick in die britischen Gesellschaftsgeschichte von den 60ern bis zu den frühen 90ern erlaubt. tk.

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