Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Filme
  3. Der Zoowärter
  4. News
  5. Fakten und Hintergründe zum Film "Der Zoow?rter"

Fakten und Hintergründe zum Film "Der Zoow?rter"

Fakten und Hintergründe zum Film "Der Zoow?rter"

Das bringt der Serienherbst auf Disney+
Poster Zookeeper

Streaming bei:

Alle Streamingangebote

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

„Ich habe zwei Kinder, mit denen ich ständig in den Zoo gehe. Und jedes Mal erwarten die beiden, dass sie mit den Tieren tatsächlich kommunizieren können“, erinnert sich Produzent Todd Garner an die Entstehung von DER ZOOWÄRTER. „So kam irgendwann die Idee für einen Film auf, in dem die Tiere einem Zoowärter beibringen, wie man die Liebe findet. Unser Ziel war es, die Phantasien der Kinder ins uns wahr werden zu lassen.“

„Die Rolle wurde Kevin James auf den Leib geschneidert“, berichtet Regisseur Frank Coraci. „Ich verfolge seine Karriere schon seit Jahren und er hat mich immer zum Lachen gebracht, in ‚King of Queens’ genauso wie auf der Leinwand in Hitch (Hitch – Der Date Doktor, 2005), I Now Pronounce You Chuck & Larry (Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme, 2007) oder Paul Blart: Mall Cop (Der Kaufhaus Cop, 2009). Er hat ein bisschen was von Jackie Gleason und ein bisschen was von Jimmy Stewart, aber natürlich immer mit seiner ganz eigenen Note. Seine Komik ist immer originell und sehr liebenswürdig. Damit erreicht er alle Altersklassen, deswegen ist dieser Film genau das Richtige für ihn.“

James, der in DER ZOOWÄRTER nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch als Koautor und Produzent an dem Film beteiligt ist, spielt einen Zoowärter, der in seinem Leben an einem Scheideweg steht, wie er erläutert: „Griffin ist sehr stolz auf seinen Beruf, doch nach dem Ende seiner letzten Beziehung hat er das Gefühl, einen klaren Schnitt machen und zu neuen Ufern aufbrechen zu müssen. Aber für die Tiere ist er der beste Zoowärter, den sie je hatten, deswegen können sie es nicht zulassen, ihn zu verlieren. Also offenbaren sie ihm, dass sie sprechen können. Das ist für sie durchaus riskant, denn meistens geht es nicht gut aus, wenn die Menschen wissen, dass sie sprechen können. Doch für die Tiere ist das eine echte Notlage und sie haben keine andere Wahl.“

Sobald das Drehbuch fertig war, gelang es den Filmemachern, ein All-Star-Ensemble aus Komikern und Schauspielern zu gewinnen, um den Tieren ihre Stimme zu leihen. „Mit unseren Sprechern hatten wir wirklich ein unglaubliches Glück“, freut sich Coraci. „Als erster kam Adam Sandler als Affe mit an Bord – und ich kann mir längst niemand anderen mehr in dieser Rolle vorstellen.“

„Adam ist so talentiert dass er jedem Tier in unserem Film seine Stimme hätte leihen können. Aber letztlich kann ich mir nichts Passenderes vorstellen als den Affen“, lacht Nick Bakay, einer der Drehbuchautoren. „Der Affe war einer unser besten Tier-Schauspieler: er hatte unglaubliche Gesichtsausdrücke drauf und sprühte nur so vor Persönlichkeit. Genau wie Adam eben!“

Der nächste Star, der zu DER ZOOWÄRTER stieß, war Sylvester Stallone, der den Löwen spricht. „Wir hatten dafür immer Stallone im Kopf“, meint Bakay. „Kevin hat eine ziemlich gute Stallone-Imitation drauf, und während wir das Drehbuch schrieben, lasen wir uns die Dialoge oft laut vor. Den Löwen sprach er dabei immer wie Stallone, und je öfter er das tat, desto begeisterter waren wir. Irgendwann wollten wir nur noch Stallone für diese Rolle. Dass er tatsächlich Lust auf den Film hatte, ist ein echter Glücksfall.“

Cher ist als liebenswerte Löwin mit einem großen Herzen ebenfalls mit von der Partie, genauso wie Nick Nolte in der Sprechrolle des ruppigen Gorillas Bernie, der für Griffin zu einem unerwarteten Freund wird. Abgerundet wird das Sprecherensemble durch Judd Apatow als Elefant Barry, Jim Breuer als Krähe aus der Nachbarschaft, Jon Favreau und Faizon Love als Jerome und Bruce, zwei streitenden Grizzlybären, Richie Minervini als Strauß, Maya Rudolph als Giraffe Mollie und Martial Arts-Kämpfer Bas Rutten als Sebastian, dem Wolf.

Auch vor der Kamera konnte eine aus starken Schauspielern bestehende Besetzung versammelt werden. Rosario Dawson spielt eine Tierärztin und Adler-Expertin, die Griffins romantisches Interesse weckt. Leslie Bibb spielt seine Ex-Freundin, die sein Herz gebrochen hat und so überhaupt erst die Idee, den Zoo zu verlassen, aufkommen ließ. Und Ken Jeong liefert als Reptilienexperte Venom einmal mehr eine denkwürdige Leistung ab.

Dawson arbeitete in ihrer Rolle eng mit dem Adler Sydney zusammen. „Ich hatte wahnsinnig viel Respekt und Ehrfurcht vor ihrer Stärke“, erinnert sich die Schauspielerin. „Es hat mich fasziniert, mit ihr zu spielen und sie zu beobachten: die kleine Stelle an ihrer Brust, wo sie das Futter versteckt, die Länge ihrer Beine, die Stärke ihrer Krallen. Das zu sehen half mir sehr, denn es machte mir sehr leicht zu verstehen, warum meine Figur so sehr liebt, was sie tut.“

Derweil berichtet Bibb: „Meine Figur Stephanie ist ein bisschen durchgeknallt. Sie ist definitiv nicht die Netteste, sondern eher ziemlich egoistisch und hochnäsig. Mal in die Haut einer solchen Frau zu schlüpfen, macht absolut Spaß. Und: Sie arbeitet in der Modebranche. Stephanies Garderobe ist großartig!“

Um die Tiere zu koordinieren, wandten sich die Filmemacher an Mark Forbes von Birds & Animals Unlimited. Ihm gelang es dank seiner weit reichenden Kontakte, die unterschiedlichsten exotischen Tiere zu organisieren, die alle dressiert waren für die Arbeit mit Filmkameras. „Wir fanden die Tiere über das ganze Land verteilt: die Bären kamen aus Utah, die Löwen aus Los Angeles. Alle Tiere, mit denen wir bei diesem Film gearbeitet haben, wurden in Gefangenschaft geboren und schon sehr früh dressiert“, erklärt Forbes. „Sie alle hatten bereits Set-Erfahrung, sie waren gewöhnt an die Scheinwerfer, die Kameras und all die Menschen. Trotzdem wird alles, was wir während der Dreharbeiten tun, von der Organisation American Humane kontrolliert, die sich unter anderem um Tierschutz kümmert.“

„Es war für uns sehr wichtig, bei diesem Film mit echten Tieren zu arbeiten. Nur auf diese Weise kommt das Element des Unvorhersehbaren und des Realistischen ins Spiel, das vollkommen fehlt, wenn man die Tiere am Computer animiert“, meint Garner. „Der Humor des Films basiert nicht zuletzt auf Spontanität. Es gab wahnsinnig viele Momente, wo die Tiere etwas machten, was wir nicht vorhersehen konnten. Unsere Autoren konnte sich das zueigen machen – und damit den Film noch einmal enorm bereichern.“

Ein Tier allerdings war nicht echt: um den Gorilla Bernie zu Leben zu erwecken, der unerwartet zu Griffins Freund wird, wandte man sich an die Firma Amalgamated Dynamics von Alec Gillis und Tom Woodruff Jr. Dort schuf man einen Animatronic-Gorilla (also ein elektronisch gesteuertes Modell), der problemlos sein Tanztalent bei T.G.I. Friday’s unter Beweis stellen konnte.

Gedreht wurde DER ZOOWÄRTER vor Ort im Franklin Park Zoo in Boston, Massachusetts. „Wir hatten schon Paul Blart: Mall Cop (Der Kaufhaus Cop, 2009) in Boston gedreht und dabei so tolle Erfahrungen gemacht, dass wir unbedingt irgendwann wiederkommen wollten“, berichtet Garner. „Da ahnten wir allerdings noch nicht, dass es so schnell gehen würde. Aber als wir dann nach geeigneten Locations suchten, fiel uns bald auf, dass der Franklin Park alles bot, was wir brauchten. Es gab sogar einen Platz, wo wir unseren eigenen Zoo aufbauen konnten.“

„Wenn man für einen Film einen Zoo entwerfen muss, ist das Beste daran eigentlich, dass man wirklich seine eigene Vision umsetzen kann“, sagt Coraci. „Jedes Tier hat sein eigenes, ganz typisches Gehege: die Bären eine nordamerikanische Bergbaustadt, die Elefanten indische Tempel und riesige Schlingpflanzen, der Affe eine balinesische Insel mit kleinem Sandstrand, die Löwen die Serengeti und die Giraffe Timbuktu.“

Auch Coraci selbst sorgte für Begeisterung. „Er hat einige meiner liebsten Adam-Sandler-Komödien inszeniert, deswegen war es wirklich aufregend, mit ihm zu arbeiten“, freut sich James über seinen Regisseur. „Er hat zu jedem Zeitpunkt das Komödiantische im Blick und bringt mich immer zum Lachen. Aber er versteht es gleichzeitig auch, das Herz anzusprechen.“ Kein Wunder also, dass James sich bereits ein weiteres Mal mit Coraci zusammengetan hat. Ihr nächstes Projekt Here Comes the Boom wird aller Voraussicht nach im Sommer 2012 in die Kinos kommen.

Produktion: Die Besetzung

Im Zentrum von DER ZOOWÄRTER steht ohne Frage Kevin James. „Während wir das Drehbuch schrieben, ging es uns zunächst darum, wie witzig die Tiere sein konnten, was natürlich sehr viel Spaß gemacht hat“, erinnert sich der Star. „Aber die Geschichte ist eben auch sehr viel mehr als das. Natürlich dreht sich vieles um die Tiere, doch dank unserer Cyrano-Variante gibt es eben auch einen ganzen Handlungsstrang jenseits davon. Beides ließ sich hervorragend miteinander kombinieren, und insgesamt verleihen diese unterschiedlichen Elemente dem Film eine ganz besondere Atmosphäre.“

Zu Griffins bestem Freund wird im Verlauf des Films ausgerechnet der Gorilla Bernie, der eigentlich isoliert und ausgegrenzt ist, weil er fälschlicherweise für gefährlich gehalten wird. „Die ist meine erste Buddy-Komödie, in der mein Kumpel mehr wiegt als ich. Alleine das macht mich glücklich“, lacht James. „Endlich konnte ich mal all die Sprüche loswerden, die ich sonst zu hören bekomme. So nach dem Motto: den Gang zum Büffet würde ich mir an deiner Stelle verkneifen! Es war klasse, den Spieß mal umzudrehen.“

Doch es kann auch eine Herausforderung sein, mit einem Animatronic-Gorilla zu drehen, wie er berichtet: „Manchmal sieht er nichts und läuft frontal gegen eine Wand. Das gehört in diesem Job alles dazu!“

„Es gab bei diesem Film nicht einen Tag, der der beste war. Jeder Tag war der beste“, fasst James zusammen. „Ich hatte tolle Kollegen um mich herum, jeder war unglaublich witzig und hat das Beste in mir zutage gebracht. Selbst als wir mit dem Dreh fertig waren, war es ein tolles Erlebnis, mit in den Schnitt zu gehen und zu erleben, wie sich alles zusammenfügt, wie die Tiere zu sprechen beginnen und sich die Beziehungen untereinander entwickeln.“

Rosario Dawson spielt die Rolle von Kate, einer Tierärztin, die vorübergehend zum Zoo stößt, um ein Adler-Gehege zu errichten, und sich währenddessen mit Griffin anfreundet. Letztlich tun sich die beiden zusammen um gemeinsam zu versuchen, die Frau seiner Träume für sich zu gewinnen.“

„Ich habe es geliebt, mit Sydney, dem Adler, zusammenzuarbeiten. Sie ist eine wunderschöne Kreatur“, sagt Dawson. „Sie ist ein Keilschwanzadler und ganz verliebt in ihren Trainer Tony. Mit anderen Frauen um sich herum hat sie kein Problem, aber sie hasst es, wenn ein anderer Mann als Tony in der Nähe ist. Durch die Arbeit mit ihr konnte ich hervorragend nachvollziehen, warum Kate ihren Beruf so sehr liebt und dass sie und Griffin als Tierliebhaber natürlich sofort einen Bezug zueinander haben. Dass die beiden so sehr an ihrer Arbeit hängen ist der Hauptgrund dafür, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt.“

Dawson hatte zuvor in einer ganzen Reihe kleinerer, unabhängiger und vor allem ernsterer Produktionen mitgespielt, so dass DER ZOOWÄRTER eine ganz schöne Veränderung darstellte. „Ich bin seit 15 Jahren Schauspielerin und habe noch nie besonders viele Komödien gedreht. Aber genau das ist es, was ich so liebe: dass man in diesem Beruf auch nach 15 Jahren noch dazulernen und sich weiterentwickeln kann“, fährt sie fort. „Bei einer Komödie geht es nicht nur um die Dialoge, wie sie im Drehbuch stehen, sondern auch um die Gags für den zweiten, den dritten oder den vierten Take. Man versucht alles, damit dem Regisseur später im Schneideraum möglichst viele Optionen offen stehen. Ich hatte so etwas vorher noch nicht erlebt, aber schnell gemerkt, dass diese Art des Drehens einen ganz eigenen Rhythmus hat. Man muss da mithalten können, sonst erwischt es einen auf dem falschen Fuß. Deswegen bin ich Kevin enorm dankbar, denn es war für ihn immer selbstverständlich, mir bei diesem Prozess zu helfen. Frank war ebenso hilfreich. Jedes Mal, wenn ich in meiner Rolle zu tiefgründig wurde, erinnerte er mich daran, dass es vor allem lustig sein sollte. Insgesamt hat es mir verdammt gut getan, mal das Tempo zu wechseln und eine so lockere, alberne Komödie zu drehen.“

„Rosario war einfach großartig“, ist auch Coraci voll des Lobes. „Sie ist liebenswert, intelligent und hat eine umwerfende Ausstrahlung. Es hat wirklich Spaß gemacht, ihr und Kevin zuzusehen, denn die Chemie zwischen den beiden stimmte. Zuletzt konnte sie in ihren Rollen nicht unbedingt ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen, dabei hat sie davon reichlich. Sie ist sehr witzig, wirklich umwerfend komisch. Davon abgesehen ist sie aber eben auch eine hervorragende dramatische Schauspielerin, der unser Film sein Herz und seine Wärme verdankt.“

Die zweite Frau an der Seite von Kevin James ist Leslie Bibb. In der Rolle seiner Ex-Freundin. „Stephanie arbeitet in dem Luxuskaufhaus Saks, für sie dreht sich alles um Mode und Statussymbole“, sagt die Schauspielerin. „Deswegen versucht sie, Griffin zu etwas zu machen, was er einfach nicht ist. Sie glaubt, dass sie auf diese Weise glücklicher sein wird und so endlich das ausleben kann, was sie sich immer für ihr Leben vorgestellt hat.“

Ganze zwei Monate trainierte Bibb für eine Szene, in der sie den Paso Doble tanzen muss. „Das bin tatsächlich ich, denn auf mein Tanz-Double habe ich verzichtet“, lacht sie. „Meine Füße werden nie wieder die gleichen sein, jetzt wo ich wochenlang das Tanzen geübt habe. Ich habe keine Ahnung, wie das die Kandidaten bei ‚Dancing With the Stars’ machen, denn dieses Training ist wirklich verdammt hart. Aber es hat tatsächlich auch sehr viel Spaß gemacht.“

Obwohl Bibb eigentlich nur ein paar wenige Szenen mit den Tieren hat, konnte sie sich einen Besuch im filmeigenen Tierpark natürlich nicht verkneifen: „Es war, als würde man Noahs Arche betreten. Die Tiere kamen aus ihren Gehegen, man konnte sie streicheln und mit Bananen füttern. Die Elefantendame Rosie war unglaublich süß: So schön, so groß und so klug! Der Affe Crystal wird sicher zum heimlichen Star des Films. Egal ob sie dir auf den Kopf haut oder auf deiner Schulter sitzt, sie ist einfach super. Aber auch die Bären sind der Wahnsinn. Ganz zu schweigen davon, dass ihre Betreuer und Trainer allesamt wirklich tolle, liebevolle Menschen sind.“

Begeistert war Bibb auch von der Chance, mit Kevin James zusammenzuarbeiten. „Wenn wir zusammen probten, hatte er immer ganz viele Ideen und Vorschläge. Ich habe die ganze Zeit versucht, mir alles zu merken, denn natürlich wollte ich all seine Einfälle klauen, wenn die Kameras erst einmal liefen“, lacht sie. „Kevin zeichnet sich wirklich dadurch aus, dass er diese Normalität und Bodenständigkeit ausstrahlt. Ich klinge jetzt vermutlich furchtbar kitschig, aber von Kevin James geht wirklich eine ganz besondere Magie aus. Er ist so witzig und so sympathisch, dass man gar nicht anders kann, als mit seinen Figuren mitzufiebern.“

Produktion: Die Zootiere

James’ vierbeinige Kostars zu finden war letztlich die leichteste Aufgabe. Denn obwohl das Drehbuch nach einigen seltenen und exotischen Tieren verlangte, musste Coraci nur einen Anruf tätigen, wie er berichtet: „Wenn es um Tiere geht, führt an Mark Forbes kein Weg vorbei. Er ist in dieser Hinsicht der Guru!“

Die Ecke des Zoos, in der die Filmtiere untergebracht waren, wurde am Set „Forbes Field“ genannt. „Das war wie eine eigene kleine Siedlung, mit Schildern, die einem den Weg zu Felix, dem Löwen, oder dem Affen Crystal wiesen“, erinnert sich der Regisseur. „Man konnte die Tiere jederzeit besuchen und Zeit mit ihren Trainern verbringen. Es war wirklich nicht zu übersehen, wie sehr die ihre Tiere lieben. Einige der Vierbeiner bekamen mehr Aufmerksamkeit und Pflege als es die meisten Schauspieler gewohnt sind. Die Trainer zeigten mir bei allen Tieren, welche Tricks sie beherrschten, so dass wir diese dann in unseren Film integrieren konnten.“

Die Film- und Fernsehabteilung der American Humane Association war vor Ort am Set, um während der gesamten Produktion die Sicherheit und das Wohlergehen der tierischen Schauspieler im Blick zu haben. Marisa Bellis, für die Organisation als Certified Animal Safety Representative tätig ist, war dafür zuständig, dass deren „Guidelines for the Safe Use of Animals in Filmed Media“ – sozusagen der ultimative Maßstab in Sachen Tierschutz am Set – für all die verschiedenen Tierarten eingehalten wurden. „Während die Trainer sich auf die Bedürfnisse ihrer jeweiligen Tiere kümmerten, musste ich jedes einzelne Tier gleichzeitig im Blick haben und während der gesamten Produktionszeit dessen Sicherheit und Wohl gewährleisten“, fasst Bellis zusammen. Das Team der American Humane Association bestand dabei aus hoch qualifizierten Tier-Experten, zu denen Spezialisten für exotische Tierarten genauso gehörten wie Veterinär-Techniker, Tier-Verhaltensforscher, Primatologen und Pferdespezialisten.

„Auch unser Trainer-Team am Set war fantastisch. Das waren die ´Besten der Besten“, sagt Forbes über seine Leute. „Ich finde es immer interessant, die Beziehung zwischen einem Tier und seinem Trainer zu sehen bzw. mitzuerleben. Die vier Löwentrainer etwa, die an DER ZOOWÄRTER beteiligt waren, sieht unser Löwe als Teil seines Rudels an. Doch unsere Trainer sind nicht nur großartig im Umgang mit den Tieren, sondern selbst auch tolle Menschen. Jeder hat stets mit angepackt, um den anderen zu helfen.“

Als ein Beispiel für die Sorte Tricks, die die Tiere beherrschen, beschreibt Forbes die Szene, in der der Affe die anderen Tiere aus ihren Käfigen befreit: „Der Elefant schmeißt eine Stange um, die wiederum einen Futtersack zum Schwingen bringt, auf den der Affe springt. So kommt er von seiner Insel herunter, schaltet alle Lichter im Zoo an und knackt nach und alle Käfigschlösser.“ Normalerweise würde man für letztere Aufgabe auf einen zweiten Affen zurückgreifen, der genau für diesen Trick dressiert ist. Nicht so in diesem Fall, wie Forbes stolz berichtet: „Unser Affentrainer Tom Gunderson hat wirklich Unglaubliches geleistet. Er brachte unserem Affen Crystal tatsächlich bei, wie man zwei Stückchen Draht in ein Schloss steckt und so lange hin und her ruckelt, bis sich die Tür öffnet.“

Forbes hatte die Aufsicht über alles, was von den Tieren gefordert war, so dass er manchmal auch ganz direkt in den Aufbau einer Einstellung involviert war. Für eine Szene beispielsweise mussten die Tiere zusammensitzen wie in einem Meeting. „Natürlich kann ich nicht die Bären direkt neben den Löwen und die direkt neben dem Affen platzieren. In der freien Wildbahn existieren diese Tiere schließlich auch nicht harmonisch nebeneinander“, erklärt Forbes. Doch gemeinsam mit Peter G. Travers, dem Kopf der Visual Effects-Abteilung, fand man eine Lösung. „Letzten Endes haben wir die Tiere einzeln aufgenommen und erst nachträglich die Bilder zusammengefügt, damit schließlich neben den Löwen die Bären, daneben der Elefant und dann die Giraffe sitzen konnten. Sogar den Löwen und die Löwin, die ja eigentlich miteinander klarkommen, haben wir einzeln gedreht, damit wir tatsächlich von beiden die gewünschte Performance bekommen.“ Das Endresultat lag dann schließlich in den Händen der Tricktechniker von Sony Pictures Imageworks, die mit Motion Control-Technologien, Character-Animation und Bildmischung die einzelnen Aufnahmen zu einem Ganzen zusammenfügten.

„Die größte Herausforderung an den Aufnahmen mit den Tieren war eigentlich, dass ihre Blicke genau passen mussten – und das war bei einigen von ihnen, nicht zuletzt bei den Löwen, wirklich schwierig“, fährt Forbes fort. „Es war zum Beispiel immer wieder nötig, dass der Löwe in eine ganz bestimmte Richtung guckt. Doch Löwen tun das in der Regel nur aus drei Gründen: wenn dort etwas ist, was sie fressen wollen (nicht gut!), wenn dort etwas ist, das ihnen Angst macht (auch nicht gut!) oder wenn etwas ihr Interesse weckt, von dem sie nicht genau wissen, was es überhaupt ist. Also dachten wir uns hunderte verschiedene Dinge aus, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Denn natürlich funktionierte alles nur einmal: sobald der Löwe wusste, was da hinten zu sehen war, guckte er nicht mehr hin. Aber mit Hilfe von Stofftieren, herumblödelnden Trainern und anderen Einfällen gelang es uns schließlich, dass die Löwen ausreichend lange und oft genug in die gewünschte Richtung guckten.“

Der Löwin Janet ihre Stimme leiht Cher. „Wenn der Löwe der König des Dschungels ist, dann ist sie so etwas wie die treibende Kraft hinter dem Thron“, meint die legendäre Sängerin und Schauspielerin. „Aber sie gibt sich dabei ganz gelassen. Wie alle mächtigen Frauen, überlässt sie es ihrem Mann, sich aufzuplustern. Ihr reicht es, dass er eigentlich ganz genau weiß, wer die Hosen anhat.“

Als Chers tierisches Alter Ego stand Taureg vor der Kamera. „Taureg ist eine achtjährige afrikanische Löwin, die in ihrer Familie schon die dritte in Gefangenschaft geborene Generation darstellt“, erklärt Trainer Brian McMillan. „Sie ist bei uns seit sie zwei Wochen alt ist.“

Taureg kann schon auf einige Erfahrung im Showgeschäft zurückblicken. Sie hatte Rollen in Filmen wie Secondhand Lions (Löwen aus zweiter Hand, 2003) oder The Happening (The Happening, 2008) und Fernsehproduktionen wie „Prey“ oder „CSI: New York“. Außerdem war sie in der „Ellen DeGeneres Show“ und in Werbespots für Land Rover, Jeep und Build to Bear zu sehen, um nur einige ihrer Auftritte zu nennen.

Für alle Tiere ist es wichtig, dass sie zwischendurch Zeit zum Spielen haben, und von Taureg berichtet McMillan, dass sie am liebsten mit so genannten Boomer Bällen, Ästen und Wasserspender-Gallonen spielt. Doch genauso gerne mag sie lange Spaziergänge und das Herumtollen mit ihren Brüdern und Schwestern.

Adam Sandler spricht Donald, das Kapuzineräffchen mit der großen Klappe und den noch größeren Ideen, wie Griffin das Herz seiner Traumfrau erobern kann. „Ich war bei diesem Film als erster mit an Bord und bin auch noch einer der Produzenten. Da konnte ich mir natürlich aussuchen, welches Tier ich sein wollte“, freut sich Sandler. „Der Affe war das einzige Tier, das schlau, gut aussehend und witzig genug war, um meiner Stimme gerecht zu werden!“

Gespielt wird Donald von Crystal, einem ungefähr 15 Jahre alten Braunen Kapuziner, wie ihr Trainer Tom Gunderson erzählt. Er arbeitet seit zwölf Jahren mit dem Affen: „Kapuzineraffen kommen aus Mittel- und Südamerika, aber die Braunen Kapuziner leben vor allem in Brasilien. Crystal wohnt allerdings mittlerweile bei mir, zusammen mit Squirt, dem anderen Affen, der wir eigentlich für den Film ausgesucht, aber dann letztlich gar nicht verwendet haben.“

Gunderson dressiert Crystal mit Hilfe von Leckerbissen wie Joghurt, Saft, Früchteriegeln oder Nüssen ebenso wie über Lob und Wiederholungen. „Das hängt immer vom jeweiligen Trick ab“, fährt er fort. „Manches dauert lange. Bis sie beispielsweise einen Salto rückwärts beherrscht, können schon mal vier bis sechs Wochen vergehen. Anderes geht viel schneller: einem die Zunge herauszustrecken, lernt sie vielleicht in einer Woche.“

Die meisten von Crystals Trainingseinheiten dauern fünf bis 15 Minuten. „Ihre liebste Freizeitbeschäftigung ist Fellpflege“, berichtet Gunderson weiter. „Aber sie stiftet schon auch ganz gerne mal Verwirrung und Chaos im Kinderzimmer.“

Vor der Kamera hat Crystal jede Menge Erfahrung, sei es in Film, Fernsehen, Werbung oder Musikvideos. Gerade sah man sie in einer tragenden Rolle in Hangover 2 (Hangover 2, 2011), außerdem spielte sie mit in Filmen wie Dr. Dolittle (Dr. Dolittle, 1998) und Dr. Dolittle 2 (Dr. Dolittle 2, 2001), American Pie (American Pie, 1999) und American Pie 2 (American Pie 2, 2001), Night at the Museum (Nachts im Museum, 2006) und Night at the Museum II (Nachts im Museum 2, 2009), Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, 2008), George of the Jungle (George – Der aus dem Dschungel kam, 1997), The Shaggy Dog (Shaggy Dog – Hör mal wer da bellt, 2006), Fun With Dick And Jane (Dick und Jane, 2005), Failure to Launch (Zum Ausziehen verführt, 2006), 3:10 to Yuma (Todeszug nach Yuma, 2007) oder Garfield: A Tale of Two Kitties (Garfield 2, 2006). Im Fernsehen trat sie unter anderem in Serien wie „Malcolm mittendrin“, „Scrubs“, „Frasier“, „Girlfriends“, „Yes Dear“ und „Boy Meets World“ auf.

Sylvester Stallone leiht seine unverwechselbare Stimme dem Löwen Joe, über den er sagt: „Joe möchte gerne glauben, dass er der König ist. Doch die anderen Tiere haben so ihre eigene Vorstellung davon, wer wirklich die Zügel in der Hand hält.“

Verkörpert wird Joe von dem Löwen Felix, der genau wie die Löwin Taureg von Brian McMillan trainiert wird. Wie der berichtet, lässt sich der 10-jährige Löwe vor seinen Auftritten gerne wie ein kleines Baby verhätscheln: „Jet Shaw und Bettina Browne, zwei unserer Trainer, wuscheln ihn immer ein bisschen durch und verwöhnen ihn, bevor es an die Arbeit geht.“

Felix, der auch schon für Evan Almighty (Evan Allmächtig, 2007) vor der Kamera stand, hat bereits in Afrika gedreht und trat auch in zahlreichen Werbespots auf.

Judd Apatow, den man vor allem als erfolgreichen Regisseur und Produzenten von Komödien kennt, ist in DER ZOOWÄRTER als Elefant Barry zu hören. Endlich, wie er findet: „Ich wusste immer, dass ich eines Tages mit Cher, Stallone und Jon Favreau arbeiten und so tun, als ob ich ein Elefant sei, würde. Somit hat sich nun auch mein letzter Lebenstraum erfüllt.“

„Judd hat eine tolle Stimme und ein fanstatisches Ohr für Komik“, sagt Bakay. „Deswegen ist es überhaupt keine Überraschung, dass er ein hervorragender Sprecher ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ihn bei diesem Job zu erleben.“

Vor der Kamera schlüpfte Elefantendame Rosie in die Rolle. Sie ist 24 Jahre alt, ein asiatischer Elefant und lebt im kalifornischen Perris, wo sie von Joanne Smith und Gary Johnson trainiert wird. Im Kino war sie bereits in Evan Almighty (Evan Allmächtig, 2007) und Larger Than Life (Die dicke Vera, 1996) zu sehen, auch in verschiedenen Werbespots spielte sie mit. Ihr abwechslungsreicher Lebenslauf umfasst aber auch Live-Auftritte bei verschiedenen Festen, Paraden und anderen Veranstaltungen.

Jim Breuer, der genau wie Sandler früher festes Ensemble-Mitglied der legendären Sketch-Show „Saturday Night Live“ war, ist als Stimme der Krähe zu hören. „Wir brauchten jemanden, der sich in der Stadt auskennt. Wenn die Tiere den Zoo verlassen, ist jemand von Nöten, der ihnen den Weg weisen kann – und sich natürlich auch ein bisschen was darauf einbildet“, erklärt Bakay die Entstehung der Krähe. „Es hat viel Spaß gemacht, sich auch eine Figur auszudenken, die nicht Teil des Zoos und in dieser Hinsicht auch ein wenig dünnhäutig ist. So kam einer meiner liebsten Sprüche des ganzen Films zustande: Genießt Euren Zoo! Ich bin derweil im Müllcontainer hinter der Pizzeria.“

Insgesamt kamen für den Film vier verschiedene Krähen zum Einsatz, doch den Hauptpart übernahm Magic. „Er ist schon ziemlich lange bei uns und ausgesprochen gut dressiert“, erzählt sein Trainer Larry Payne. „Krähen sind überhaupt sehr kluge, intelligente Vögel.“

In den Rollen der rivalisierenden Bären Jerome und Bruce sind in DER ZOOWÄRTER Jon Favreau und Faizon Love zu hören. „Die beiden sind wahnsinnig komisch“, findet Bakay. „Das Drehbuch war ohne Frage schon ziemlich witzig. Aber wenn man Jon und Faizon erst einmal freie Bahn lässt, dann treiben sie das noch mal sehr viel weiter auf die Spitze!“

Love erklärt das Verhältnis der beiden Bären zu einander wie folgt: „Man kann Bruce nichts erzählen, was er nicht schon wüsste. Jons Bär ist der kleinere, der ständig versucht, Bruce zu zeigen, wer der Boss ist. Aber das klappt einfach nicht, denn Bruce ist nun einmal der Alpha-Bär, Baby!“

Bärentrainer Doug Seus stellte dem Filmteam seine neunjährigen Grizzlybären Bart und Honey Bump zur Verfügung: „Die beiden wurden in der Wildnis geboren und früh zu Waisen. Sie waren fünf Monate alt, als man uns anrief und fragte, ob wir sie bei uns aufnehmen könnten. Ein Leben ohne Bären möchte ich mir gar nicht mehr vorstellen, so sehr genieße ich es. Ich liebe die beiden, denn sie sind wirklich sehr feinfühlig und emotional. Man kann stundenlang mit ihnen interagieren und es wird ihnen nie zu viel.“

Als Vogel Strauß ist Richie Minervini zu hören. Das schnellste Tier des Zoos hilft Griffin nicht zuletzt mit einem Ritt durch Bostons mörderischen Feierabendverkehr aus. Für diese Szene musste sich das Spezialeffekte-Team von Sony Pictures Imageworks unter der Leitung von Peter G. Travers eine besonderes kreative Lösung ausdenken: einem ganz in blau gekleideten Stuntman mit einem Sattel auf dem Rücken. Was am Ende auf der Leinwand zu sehen ist, ist in diesem Fall eine Mischung aus Digitaleffekten, detailgetreuer Character-Animation und Real-Aufnahmen des gut gelaunten Kevin James.

Als Giraffe Mollie ist Maya Rudolph zu hören. „Meine Kinder werden durchdrehen, wenn sie diesen Film sehen“, lacht die Schauspielerin. „Ich habe die anderen Stimmen schon gehört und sie sind wirklich alle unglaublich witzig. Vor allem bei Adam Sandler als Affen ist es unmöglich, sich nicht totzulachen.“

Gespielt wird Mollie von Tweet, der unter anderem als „Toys R Us“-Giraffe berühmt wurde. Außerdem war er unter anderem in Ace Ventura: When Nature Calls (Ace Ventura – Jetzt wird's wild, 1995) zu sehen.

Abgerundet wird das Sprecher-Ensemble schließlich durch Ultimate Fighting-Star Bas Rutten, der ein guter Freund von Kevin James ist und seine Stimme dem Wolf Sebastian leiht. „Aus irgendeinem Grund hatte der Wolf für uns immer einen starken europäischen Akzent“, erinnert sich Bakay. „Deswegen machte es irgendwie Sinn, als Kevin schließlich vorschlug, wir könnten doch Bas – der ja Niederländer ist – dafür engagieren. Außerdem ist es schon ziemlich witzig: der Wolf soll Furcht einflößend sein und wird von einer Kampfsportlegende gesprochen. Das passt doch wie die Faust aufs Auge.“

„Als ich meinem Neffen erzählte, dass Bas eine der Sprechrollen übernimmt, fand er das verdammt cool“, berichtet Coraci. „Etwas Besseres als einen UFC-Kämpfer, der dir beibringt, wie man seine Traumfrau gewinnt, kann es schließlich eigentlich nicht geben.“

Vor der Kamera stand in diesem Fall Ricky, ein sechsjähriger Wolf aus Los Angeles. Gemeinsam mit ihm sind auch seine beiden Brüder aus dem gleichen Wurf im Film zu sehen, alle drei trainiert von Tim Williams. „Sie gehören zu meiner Familie – und das schon seit sie einen Tag alt waren. Ich habe sie mit der Hand großgezogen, an Menschen gewöhnt und dressiert“, berichtet der Trainer. Sein Wolfsrudel inklusive Ricky war auch schon in Filmen wie The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe (Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia, 2005) und Sin City (Sin City, 2005) mit von der Partie. Und auch Rutten wird demnächst auf der Leinwand zu bewundern sein: neben James, Salma Hayek und Henry Winkler ist er kommenden Sommer in Coracis neuem Film Here Comes the Boom zu sehen.

Produktion: Der Gorilla

Obwohl die Filmemacher wann immer möglich echte Tiere einsetzten, gab es einen Fall, in dem sie doch die Tricks der Kinomagie ins Spiel bringen mussten. „Gorillas sind vom Aussterben bedroht“, erklärt Mark Forbes. „Deswegen darf kein Privatunternehmen einen Gorilla besitzen. Wir mussten also für die Rolle des Bernie auf ein elektronisch gesteuertes Gorilla-Modell setzen.“

Zunächst aber musste die passende Stimme für Bernie gefunden werden – und dazu wandte man sich an Nick Nolte. Denn „kein Tier hat die Muskeln, die Bernie hat, und niemand hat eine Stimme wie Nick Nolte“, findet Coraci.

Wie hat der Schauspieler dabei das typische Gorilla-Knurren hinbekommen? „Meine Stimme ist doch ohnehin schon ziemlich knurrig“, meint Nolte. Im Film ist Bernie isoliert von den andere Tieren und den meisten Menschen, deswegen wollte Nolte unbedingt, dass sich die Einsamkeit seiner Figur auch stimmlich niederschlägt. „Ich versuchte, ein Gefühl von Distanz und Resignation herüberzubringen“, beschreibt er sein Vorgehen. „Das schien gut zu funktionieren, zumindest wollten alle, dass ich so weitermache. Letztlich entschlossen wir uns, den gesamten Film in dieser ersten Session aufzunehmen.“

Nachdem Noltes Stimme erst einmal im Kasten war, wandten sich die Filmemacher an eine Firma namens Amalgamated Dynamics, Inc. (ADI), um den Gorilla zu kreieren. Die Firmengründer und Oscar®-Gewinner Alec Gillis und Tom Woodruff jr. schufen dabei Bernie, einen Menschenaffen, der all die unterschiedlichen Aspekte der Figur meistern konnte. „Im Film ist Bernie solitär untergebracht, weil er angeblich in der Vergangenheit mal jemanden verletzt hat“, erklärt Coraci. „Doch im Verlauf der Handlung finden wir heraus, dass er eigentlich ein sehr liebenswürdiger Gorilla und absolut kein Bösewicht ist. Deswegen musste unser Gorilla gleichzeitig bedrohlich und Furcht einflößend wirken, aber eben auch sichtbar machen können, wie er in seinem Inneren wirklich ist.“

Hinter den Kulissen sah Bernie in seinem Inneren vor allem aus wie Woodruff, denn der Animatronic-Anzug wurde ihm quasi auf den Leib geschneidert. „Tom trug den Gorilla-Kopf, in den 33 Servomotoren eingebaut waren, die wiederum von Puppenspielern jenseits der Kamera kontrolliert wurden“, erzählt der Regisseur. „Außerdem hatten wir einen Motion-Control-Computer, mit dem wir die Performance vorab aufnahmen. Auf diese Weise konnten wir Bernies Gesicht so lebensecht wie möglich wirken lassen.“

Woodruff fügt hinzu: „Durch die kleinen mechanischen Motoren im Inneren des Kopfes konnten wir zum Beispiel die Lippenbewegungen direkt den Aufnahmen von Nick Nolte anpassen. So wirkt Bernie auf der Leinwand wirklich enorm realistisch, wie ein ganz normaler sprechender Gorilla eben.“

Der erste Film der 1988 gegründeten Firma ADI war Tremors (Tremors – Im Land der Raketenwürmer, 1990), anschließend gab es 1993 für Alien 3 (Alien 3, 1992) bereits die erste Oscar®-Nominierung. Geschlagen geben mussten sie sich selbst: im gleichen Jahr gewannen Gillis und Woodruff für ihre Arbeit an Death Becomes Her (Der Tod steht ihr gut, 1992) ihren ersten Oscar®. Ein weiteres Mal nominiert wurden sie 1997 für Starship Troopers (Starship Troopers, 1997). Zu ihren Filmen der letzten Zeit gehören auch die Alien vs. Predator-Filme und die Santa Clause-Reihe. Doch DER ZOOWÄRTER war ihre bis heute aufwändigste Arbeit. „Bernie ist ohne Frage eine große Rolle für eine Animatronic-Figur – und vor allem eine große Aufgabe für uns“, meint Woodruff. „Wir haben in der Vergangenheit schon öfter Gorillas und andere Tiere erschaffen, und ich trage solche Anzüge seit 20 Jahren. Aber dies war mit Sicherheit die komplexeste Filmfigur, an der wir je bei einem Film gearbeitet haben.“

DER ZOOWÄRTER war für ADI die ideale Gelegenheit, „die Gorilla-Technologie wirklich noch mal einen Schritt weiter zu treiben“, wie Woodruff sagt. „Bei der Arbeit an Bernie machten wir etwas, was es noch nie gegeben hatte und was ich schon seit vielen Jahren mal machen wollte. Um wirklich die körperliche Gestalt eines Gorillas zu kopieren, muss man sehr kurze Beine, aber sehr lange Arme und auch einen langen Oberkörper haben. Bei einem Menschen im Gorillakostüm sind immer die Beine zu lang.“

Gemeinhin werden in solchen Fällen die Arme der entsprechenden Person verlängert, damit sie auf allen Vieren laufen kann. Perfekt ist diese Lösung allerdings nicht, denn dadurch wird Rumpf viel zu kurz. Doch in DER ZOOWÄRTER fand man für dieses Problem eine ungewöhnliche Lösung: „In vielen seiner Szenen sieht man Bernie nur im Sitzen. So konnten wir ein Loch in den Kulissenboden schneiden, in dem ich dann stehen konnte. Dann brachten wir kleinere Puppenbeine an dem Gorilla an, so dass Bernie in diesen Sitz-Szenen tatsächlich die richtigen Körperproportionen hat.“

Doch in einigen Szenen sieht man den Affen auch im Laufen – und das sind die Momente, in denen Stunt-Bernie zum Einsatz kam. „Weil selbst mit Arm-Verlängerungen meine Beine zu lang waren, engagierten wir für die Szenen, in denen Bernie läuft oder rennt, Garon Michael“, erzählt Woodruff. „Garons Beine haben genau die richtigen Proportionen, so dass er mit längeren Armen und auf allen Vieren die perfekte Gorilla-Größe hat.“ Der Animatronic-Stunt-Anzug für diese Szenen hat einen sehr viel leichteren Kopf. Zwar ist er in sich weniger beweglich, doch wer in ihm steckt kann, viel besser sehen und sich sehr viel freier bewegen.“

Die Arbeit mit einem Animatronic-Modell bringt während des Drehens enorme Vorteile, wie Gillis erläutert: „Tom stand als Gorilla gleichzeitig mit Kevin James vor der Kamera, was nicht nur sehr viel mehr Spontanität, sondern sogar Körperkontakt zwischen den beiden erlaubte. Das hat eine vollkommen andere Wirkung als wenn man nur den Schauspieler alleine aufnimmt und Monate später am Computer sein Gegenüber einfügt. Die Produzenten waren begeistert von diesem sehr praxisnahen Ansatz. Und mir fällt wirklich jenseits von E.T. keine andere Animatronic-Figur ein, die eine so große Rolle hat wie Bernie.“

„DER ZOOWÄRTER war auch für uns eine eher ungewohnte Film-Erfahrung“, fasst Gillis zusammen. „Immerhin sind mir zusammen mit Kevin James und einem Mann im Animatronic-Gorillakostüm durch die Straßen von Boston gerannt. Es ist ein ziemlich kurioses Erlebnis, wenn man einem halbangezogenen Gorilla gegenübersteht, den man dann mit einem großen Regenmantel oder ähnlichem bedecken muss, damit er zum Set laufen kann, ohne dass die Leute gleich Handy-Fotos von ihm schießen. Wenn das Kostüm dann schließlich komplett angezogen war, waren die Reaktionen der Passanten auf der Straße kaum weniger spannend. Denn wer rechnet schon damit, auf Kevin James in Begleitung eines riesigen Gorillas zu treffen?“

Produktion: Kostüme und Design

Von Beginn an stand fest, dass das Filmteam seine eigene Zoo-Kulisse bauen würde, wie Produzent Todd Garner berichtet: „Wir mussten ein Set kreieren, das ein Gefühl von Nachbarschaft vermittelt.“ Trotzdem nahm man auch existierende Zoos unter die Lupe, schließlich würde es nicht schaden, Zugang zu einem laufenden Zoo-Betrieb zu haben, selbst wenn man auf dessen Gelände eigene Gehege errichten würde. Im Bostoner Franklin Park Zoo fand man die perfekte Location. „Dort stießen wir auf den idealen Platz für unsere eigene Zoo-Nachbildung. Fast hatten wir das Gefühl, man hätte dort nur auf uns gewartet. Außerdem war die Organisation des Franklin Park Zoos perfekt. Wir sind der Leitung und allen Mitarbeitern enorm dankbar.“

„Das ist einfach ein wunderschöner Ort“, meint auch Kirk Petruccelli, der Produktionsdesigner des Films. „Der Park ist ziemlich alt, deswegen haben sie noch all diese kleinen Anhöhen und Hügel, die man für jeweils eigene Gehege nutzen konnte. Jedem unserer Gehege konnten wir einen individuellen Anstrich verleihen. Obwohl die Tiere an sich natürlich schon sehr süß sind, waren wir so in der Lage, noch ein bisschen mehr über ihre Persönlichkeit und ihre Herkunft zu vermitteln.“

Dabei mussten die Gehege natürlich trotzdem so gestaltet werden, dass sie wie ein echter Zoo aussahen. „Entscheidend war selbstverständlich immer der Eindruck, dass die Tiere nicht entkommen können“, fährt Petruccelli fort. „Wir entwarfen also Wassergräben oder schufen einen gewissen Abstand zwischen den Gehegen und den Gehwegen. Das sah nicht nur wunderschön aus, sondern diente auch der sicheren Verwahrung der Tiere.“

Gleichzeitig musste Petruccelli bei seiner Arbeit aber auch im Auge behalten, dass die Anlage eben kein echter Zoo war. So musste er zum Beispiel Wege finden, die Tiere ohne große Schwierigkeiten von ihren Ruhekäfigen zum Set zur bringen, ohne dass Kameras, Scheinwerfer oder anderes Equipment im Weg stand. „Das war jedes Mal wieder eine logistische Herausforderung“, erinnert er sich, „nicht zuletzt bei den größeren Tieren.“

Auch das Thema Licht spielte beim Design des Zoos eine entscheidende Rolle, wie Petruccelli sagt: „Unser Zoo verwandelt sich vor allem nachts in einen magischen Ort. Mit unserem Kameramann Michael Barrett für diese Szenen ein Konzept zu entwerfen und seine Visionen umzusetzen war eine fantastische Erfahrung.“

Außerdem entwarf der Produktionsdesigner ein neues Tor für den Zoo, das im Film als Haupteingang fungiert. „In Wirklichkeit ist das nur der Hintereingang des Franklin Park Zoos, aber der ist wunderbar gelegen, auf einer langen Promenade“, berichtet Petruccelli „Wir hatten die Idee, dass man am Tor von zwei Elefanten-Statuen begrüßt wird. Wenn man dann hindurch läuft, sieht man zwei Giraffen in einem Brunnen und dahinter eine Elefantenfamilie, die einem den Weg in den Rest des Zoos weist. Die ganze Familien-Metapher wird da sehr greifbar: man kommt nahe an diese Tiere heran, kann ihre Gegenwart genießen und sie wirklich verstehen.“

Kostümdesignerin Mona May, die mit Frank Coraci schon bei The Wedding Singer (Eine Hochzeit zum Verlieben, 1998) zusammenarbeitete, erzählt, dass auch für sie DER ZOOWÄRTER eine einzigartige Erfahrung war: „Es war meine Aufgabe, nicht nur die Schauspieler und Statisten, sondern in diesem Fall auch die Tiere von Kopf bis Fuß einzukleiden und auszustatten, Accessoires inklusive.“

Im Laufe des Films schlägt sich Griffins Veränderung auch in seiner Kleidung nieder, wie sie beschreibt: „Anfangs ist er ein ziemlich lässiger Typ, in seiner Uniform aus Cargo-Shorts und Khaki-Shirt. Doch er verändert sich so sehr, dass er schließlich im schicken italienischen Designer-Anzug aus feinsten Stoffen und mit glänzenden Krawatten dasteht. So etwas macht Spaß, denn natürlich verleiht die Garderobe einer Filmfigur zusätzliche Konturen. In diesem Fall bedeutet das: Griffin trägt die tollsten Klamotten, die man für Geld bekommen kann, doch er fühlt sich nicht wohl in ihnen. Denn ihm gefällt nicht, was aus ihm geworden ist.“

Auch Dawson und Bibb einzukleiden, bereitete May große Freude. Bei der Uniform der Tierärztin erlaubte sie sich einige Freiheiten, um die ungezwungene, fröhliche Haltung der Figur widerzuspiegeln. Für Bibb dagegen konnte sie sich bei den neusten Trends und angesagtesten Marken bedienen. Doch am meisten Spaß machte wohl die Arbeit mit Gorilla Bernie, den May für seinen großen Abend bei T.G.I. Friday’s in ein gelbes Polohemd steckte: „Wir hatten sehr viele unterschiedliche Stoffe in den verschiedensten Farben. Es war klar, dass wir etwas brauchten, das im Kontrast zu Bernies dunklem Fell stand. Und so kam es schließlich zu diesem ausgesprochen lustigen Shirt!“

„Einen Film zu drehen, in dem sprechende Tiere mit echten Schauspielern interagieren, ist ein ziemlich komplizierter Prozess“, erklärt Produzent Garner. „Genau wie bei den meisten Zeichentrickfilmen stehen am Anfang erst einmal die Sprecher. Sobald die im Studio waren, hat man diese Figuren mit ihren unterschiedlichen Nuancen und Charakteristika soweit im Kasten. Dann kann man mit dem Drehen der echten Tiere beginnen, wobei man versuchen muss, deren Darstellung so eng wie möglich der Arbeit der Sprecher anzupassen. Tiere sind natürlich ziemlich unberechenbar, deswegen entstanden viele Momente, in denen sie spontan irgendetwas ganz Wunderbares machten, dem wir dann kurzfristig die ganze Szene anpassen mussten. Erst dann holten wir Kevin zu den Tieren vor die Kamera. Weil wir ja schon wussten, was die Tiere gemacht hatten, konnte Kevin sein Spiel ganz gezielt darauf ausrichten und die Sache so sehr viel natürlicher gestalten. Ganz zum Schluss setzten wir dann alles zusammen, fügten die Computertricks hinzu und sorgten im Schnitt dafür, dass alles einheitlich und in sich stimmig wirkt.“

Coraci fasst zusammen, was für die Entstehung von DER ZOOWÄRTER nötig war: „Jede Menge Planung, viele Menschen, sehr viel harte Arbeit, reichlich Geduld und vor allem immer wieder: sich nicht von den Löwen fressen lassen!“

Die Aufgabe, die Tiere zum Sprechen zu bringen, fiel Peter G. Travers und seinem Team von Sony Pictures Imageworks zu. Travers kam als einer der ersten Mitarbeiter des Films an Bord, und war – weil sich das Feilen an den Spezialeffekten bis durch die Postproduktion zog – einer der letzten, dessen Arbeit vollendet war. „Jedes Mal wenn im Film eines der Tiere spricht, waren wir vor Ort, um herauszufinden, wie wir das machen würden“, erzählt er von seinen Erfahrungen während es Drehs.

„Man muss das so fotorealistisch wie möglich machen“, sagt Travers, doch selbstverständlich ist das leichter gesagt als getan. „Als Mensch ist man es natürlich gewohnt, einen Menschen sprechen zu sehen. Und man ist es auch gewohnt, Tiere zu sehen. Aber ein sprechendes Tier – das ist für uns kaum vorstellbar, geradezu fantastisch. Wie also lässt man das realistisch aussehen?“

Die Antwort fand man darin, mittels CG Animation den Unterkiefer des Tieres und das Innere seines Mauls zu ersetzen. Dafür mussten zunächst Fotos von der Schnauze des jeweiligen Tiers gemacht werden, wie Travers berichtet: „Wir näherten uns dem Unterkiefer des Tiers so eng wie möglich und machten dann mit einem Fischaugen-Objektiv je drei Fotos im 120˚-Abstand. So bekamen wir genug Informationen, mit denen wir arbeiten konnten.“

Doch damit nicht genug: „In jeder Aufnahme mussten wir die Tiere so aussehen lassen, als ob sie lächeln, sprechen, zwinkern oder was auch immer sie gerade tun sollten.“ Dabei war es bei der Vermenschlichung der Tiere das Aufwändigste, die Arbeit der Sprecher mit der der Tiere in Einklang zu bringen. „Komik und wie wir darauf reagieren hat ja längst nicht immer mit Worten, sondern auch viel mit Mimik, Gestik und anderen Bewegungen zu tun“, führt Travers aus. „In unserem Film gibt es viele Momente, in denen Kevin sehr witzig ist ohne etwas zu sagen. Das mussten wir integrieren, also ihn und das Tier zu einem Bild zusammenfügen und es vor allem so aussehen lassen, als würde das Tier auf ihn reagieren.“

Travers machte auch Videoaufnahmen der als Sprecher engagierten Schauspieler während ihrer Arbeit im Tonstudio. Auf diese Weise hatten die Animatoren zusätzliches Material, von dem sie sich zu den Gesichtsausdrücken und Reaktionen der Tiere inspirieren lassen konnten.

Er und Coraci legten sich die Latte selbst sehr hoch, nicht zuletzt im Vergleich mit anderen Filmen, in denen sprechende Tiere zu sehen sind. „Wen man bei denen ganz genau hinsieht, fällt einem auf, dass solche Szenen meistens sehr schnell geschnitten sind“, was laut Travers vor allem daran liegt, dass die Tiere einzeln aufgenommen werden und es oftmals schwierig ist, von ihnen genau das zu bekommen, was die Szene braucht.

Um sich mit DER ZOOWÄRTER von der Masse abzuheben, war es für den Regisseur und seinen Effekte-Spezialisten von besonderer Bedeutung, die Kamera zu bewegen. Mit Motion-Control-Kameras drehten sie für die Dialogszenen der Tiere ein Tier nach dem anderen bis sie genug Material mit den für die jeweilige Situation notwendigen Bewegungen und Blicken zusammen hatten. Obwohl es natürlich frustrierend sein kann, darauf zu warten, dass ein Elefant wirklich die gewünschte Leistung abliefert, war es die Mühe unbedingt wert, wie Coraci findet: „Ich war einfach begeistert davon, einen Tierfilm mit wirklich großen Tieren zu drehen – und zwar so, wie es noch niemand vorher gemacht hatte. Dafür hat sich jede Anstrengung gelohnt. Denn so sieht unser Film einfach sehr viel natürlich aus, ganz so als würden die Tiere wirklich mit den Menschen interagieren.“

Travers und sein Team waren auch für den Höhepunkt des Films verantwortlich. „Allerdings konnten wir natürlich nicht Bernie mit Kevin auf dem Rücken die Bostoner Zakim-Brücke hochklettern und auf einem Auto landen lassen“, lacht er und erklärt, dass diese Szene vor einem Blue Screen entstanden ist. Als erstes wurde dafür das Prinzip der „pre-visualization“ oder kurz „pre-vis“ angewandt. „Das ist so etwas wie eine neue Generation der Storyboards; es hilft enorm dabei, die Platzierung der Kamera und der Schauspieler zu planen. Bevor man dreht, kann man so die Geometrie einer Szene genau errechnen“, sagt Travers. „Wir besorgten uns die Originalpläne der Zakim-Brücke und ließen mit deren Hilfe eine exakte Nachbildung im Computer entstehen. Nachdem wir dann den genauen Dreh-Ablauf der Szene geplant hatten, bauten wir Blue Screen-Versionen der jeweils nötigen Brückenabschnitte und modifizierten sie so, dass der Eindruck entstehen konnte, dass dort der Gorilla entlang klettert. Es war wirklich ein ziemlich großer Aufwand, das realistisch aussehen zu lassen.“