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Fakten und Hintergründe zum Film "Der Wei?e mit dem Schwarzbrot"

Fakten und Hintergründe zum Film "Der Wei?e mit dem Schwarzbrot"
Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über den Film

„Der einzige Film über die RAF, aus dem ein Mensch mich anspricht. Ein Mensch, der sich selbst nicht versteht, nicht zu ernst nimmt und noch viele andere Utopien hat. Einer, der sein Leben wie ein offenes Werk spielerisch gestaltet. Das muss man sehen, will man verstehen, wieso es Anarchisten immer gab und geben wird.“ (Volker Schlöndorff)

Regiekommentar

Mein entscheidender Impuls, DER WEISSE MIT DEM SCHWARZBROT zu drehen, wurde durch ein Ablehnungsschreiben eines Fernsehsenders ausgelöst. Sie seien zwar an der RAF Geschichte Wackernagels interessiert, aber Afrika? Und Schwarzbrot? Nein, lieber graue Gefängnismauern und eine mögliche Konfrontation mit ehemaligen Opfern – so wäre man gerne bereit, in diese Produktion zu investieren.

Doch ganz der kämpferischen Haltung meines Protagonisten folgend habe ich gedacht: Lasst euer Geld stecken, jetzt mach ich es erst recht, und zwar nach meiner Facon. Was soll ich den tausendsten Aufguss eines RAF-Gedenkfilms machen, wenn ich doch den Weißen mit dem Schwarzbrot habe? Einen Menschen, der noch heute kämpft wie damals – nur mit anderen Mitteln, aber vielleicht sogar gegen noch größere Windmühlen.

Ich bin froh, dass ich einen Film machen konnte mit einem ehemaligen RAF-Mitglied, der in Mali in seinem trockengelegten Swimmingpool Hühner fängt und anschließend mit einem jungenhaften Lachen über seine fast tödlich ausgehende Verhaftung redet.

Froh deswegen, weil die ersten Zuschauergespräche gezeigt haben, dass der Film sowohl kontroverse Diskussionen nach sich zieht, als auch einfach unterhalten kann und damit für mich die zwei wichtigsten Eigenschaften eines Films mitbringt.