Der Weg nach El Dorado

   Kinostart: 05.10.2000
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Filmhandlung und Hintergrund

Konventionelles Zeichentrickabenteuer über zwei tollpatschige Glücksritter, die in der Neuen Welt nach einer legendären Inkastadt suchen.

Die spanischen Ganoven Tulio und Miguel landen zufällig als blinde Passagiere auf einem Schiff von Cortez‘ Flotte, die Segel in Richtung Neue Welt setzt. Zusammen mit einem grimassierenden Ross entkommen sie im Rettungsboot und gelangen in die mythische Inkastadt Eldorado, wo sie als Götter gefeiert werden. Die Freude ist von kurzer Dauer, denn vor den Stadttoren lagert der blutrünstige Cortez.

Tulio und Miguel, zwei glücklose spanische Gauner, sind mal wieder auf der Flucht. Mit im Gepäck haben sie eine Schatzkarte, die sie direkt nach El Dorado führen soll. Deshalb schmuggeln sich die beiden Freunde mit ihrem cleveren Pferd Altivo auf Captain Cortez‘ Schiff und gelangen so in die Neue Welt. Dort schlagen sie sich durch den Dschungel und stoßen dabei tatsächlich auf die sagenhafte Goldstadt, wo sie kurzerhand zu Göttern erklärt werden. Was sie nicht ahnen: Hohepriester Tzekel-Kan missbraucht die zwei für einen finsteren Plan…

Zeichentrick-Buddies-Komödie: Die Ganoven Tulio und Miguel schmuggeln sich als blinde Passagiere auf ein Schiff in die Neue Welt. Dort gelangen sie in die mythische Inkastadt Eldorado, wo sie kurzerhand zu Göttern erklärt werden. Doch der Hohepriester Tzekel-Kan hegt finstere Pläne.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Solange wie es Zeichentrickfilme gibt, galten die Produktionen aus der Walt Disney-Fabrik als das absolut Beste was der Markt zu bieten hatte. Mehr als 60 Jahre lang konnten die Mäusemacher ihr Territorium verteidigen, doch so langsam scheinen sich die Zeiten zu ändern. So zeigt Steven Spielbergs Produktionsfirma Dreamworks mit "Der Weg nach El Dorado" nach "Der Prinz von Ägypten" erneut, dass sie sich vor niemandem zu verstecken brauchen.

      Und, dass sie bereit sind, wesentlich mutiger als die Konkurrenz vorzugehen. Bereits beim "Prinzen" wurde eine relativ blutige Geschichte aus der Bibel zwar familiengerecht, aber nicht beschönigt, für die Leinwand tricktechnisch perfekt umgesetzt. Auch "El Dorado" ist da nicht anders. In den Dreamworks-Filmen werden Menschen beinahe geopfert oder auch mal von blutgierigen Dämonen zertreten.

      Ebenso zeichnet der Streifen für einen Zeichentrickfilm ein recht kühles Bild des spanischen Imperialismus, das leider - aber verständlicherweise, denn die Zielgruppe des Films ist nicht älter als 12 - nicht näher vertieft wird, aber durch den grausamen Entdecker Cortez an Format gewinnt.

      Trotzdem ahmen die Dreamworks-Studios im Endeffekt auch nur Disney nach. Musical-Nummern kommen genauso häufig vor wie in den Konkurrenzprodukten und auch die niedlichen Begleit-Viecher kommen hier vor, diesmal in Gestalt des hilfreichen Gürteltieres und des wiederspenstigen Pferdes Altivo.

      Ein wenig seines eigenen Stils entfaltet der Film eigentlich nur dadurch, dass er schonungsloser mit seinen Protagonisten umgeht, wodurch ein Dreamworks-Film wohl nirmals eine Altersfreigabe ohne Beschränkung bekommen wird. Dies macht ihn jedoch für das erwachsene Publikum interessanter als viele Disney-Schinken.

      Das - wenn auch klischeehafte Prädikat "Nur für Kinder" - das den meisten Zeichentrickfilme anhaftet, hat Dreamworks noch nicht angehängt bekommen. Dass sich Disney, zumindest in Amerika, mittlerweile auf einem ähnlichen Kurs befindet, sieht man jedoch daran, dass "Tarzan" für den deutschen Markt entschäft worden ist.

      Die Zeichnungen sind sehr schön geworden und äußerst detailreich. Der Dschungel und die Stadt El Dorado wurden sehr farbenfroh bebildert und auch die Darstellung Madrids ist äußerst gelungen. Die Figuren wirken in ihrer Umgebung alles andere als steril, wurden perfekt integriert, also am Zeichenstil gibt's wirklich nichts zu maulen.

      Inhaltlich setzt der Film keine Maßstäbe, aber welcher normale Zeichentrickfilm tut dies schon noch? Vieles ist unlogisch, sei es nun beispielsweise Miguels und Tulios zufällige Anschwemmung an die richtige Küste, so dass der Weg nach El Dorado nicht mehr weit ist. Auch ist es fraglich, warum die Eingeborenen so perfekt spanisch sprechen können.

      Ebenso ist das Ende doch etwas offen, es schreit schon fast nach einer Fortsetzung. Auf einem normalen Spielfilm könnte man mit diesen Fehlern rumhacken, bei einem Zeichentrickfilm ist dies jedoch ok, über die Fehler in der Storyline kann man sich hier eigentlich nicht ärgern.

      Die englische Sprachfassung ist äußerst prominent besetzt. Als gutmütige Haudegen Tulio und Miguel kann man hier Kenneth Branagh und Kevin Kline hören, in weiteren Rollen sprechen Rosie Perez, Armand Assante und Edward James Olmos. Die Musik steuerte Elton John bei.

      Insgesamt ist "Der Weg nach El Dorado" zwar kein Meisterwerk, das ein filmgeschichtliches Denkmal verdienen würde, aber ein äußerst munteres Stück Zeichentrick, das durchgehend unterhalten kann und auch mit witzigen Momenten nicht spart.

      Fazit: Ein munterer und unterhaltsamer Zeichentrickfilm. Solides Popcorn-Kino für die Kleineren und auch für die meisten Größeren.
    2. Der Weg nach El Dorado: Konventionelles Zeichentrickabenteuer über zwei tollpatschige Glücksritter, die in der Neuen Welt nach einer legendären Inkastadt suchen.

      Nach „Antz“ und „Der Prinz von Ägypten“ kommt nun das dritte Animationsabenteuer aus dem Hause Dreamworks in die Kinos. Wie bei typischer Disney-Konfektion à la „Pocahontas“ und „Hercules“ wird mit der spanischen Besetzung des Inkareichs durch Cortez im Jahr 1519 ein in der Geschichte verankertes Thema aufgegriffen und familienunterhaltungsgerecht aufbereitet. Statt einer zentralen Figur konzentriert sich die Kiplings „Der Mann, der König sein wollte“ nachempfundene Handlung auf zwei Buddies in tollpatschiger Tradition von Bob Hope und Bing Crosby, die dank einer Schatzkarte Zugang zur legendären Stadt El Dorado finden.

      Die beiden Hauptfiguren Tulio (im Original gesprochen von Kevin Kline) und Miguel (Kenneth Branagh) werden im heimatlichen Spanien als kleine Ganoven vorgestellt. Zufällig landen sie als blinde Passagiere auf einem Schiff von Cortez‘ Flotte, die Segel setzt in Richtung Neue Welt. Zusammen mit einem Grimassen schneidenden aber stummen Kriegsross entkommen sie im Rettungsboot und gelangen schließlich in die mystische Inkastadt El Dorado. Dort werden sie als Götter empfangen, und der Häuptling und der Hohepriester buhlen um ihre Gunst. Die kesse Einheimische Chel (Rosie Perez) ist den beiden goldgierigen Fremden behilflich, die Charade aufrechtzuerhalten. So verliebt sich Tulio in sie, während Miguel Gefallen am dortigen Leben findet und sich mit den Einheimischen anfreundet. Sie lassen die traditionellen Menschenopfer verbieten und erfreuen sich beim Volk großer Beliebtheit, doch ihre „göttliche“ Fassade bekommt bald Risse. Zudem steht der blutrünstige Cortez vor den Toren der Stadt.

      Fünf Jahre in Entwicklung, wurde die farbenfrohe Abenteuergeschichte im zweiten Anlauf von Eric „Bibo“ Bergeron und Don Paul inszeniert, die den Erzählton zwischen unbeschwert-ausgelassener Albernheit und nachdenklicher Ernsthaftigkeit pendeln lassen. Dazwischen finden sich beeindruckend realisierte Actionsequenzen und sogar die diskrete Andeutung von Liebesszenen. Bereits die psychedelisch-visionenhaft angehauchte Eröffnungssequenz zeigt, dass mit der Farbpalette in die regenbogenfarbenen Vollen gegriffen wurde. Die Animation verbindet traditionelle Zeichnungen mit computergenerierten und vor allem die Ansichten der sagenhaften Stadt El Dorado sind atemberaubend ausgefallen. Viele Objekte, so zum Beispiel die funkelnden Goldschätze, wurden nahezu fotorealistisch auf die Leinwand gebracht. Mit den elegant fließenden Bewegungsabläufen von Disneys „Tarzan“ hält der Film jedoch nicht Schritt, auch wenn man sich weitgehend an die Standards des Marktführers hält. Wie bei typischen Disney-Produktionen dürfen auch poppige Musiknummern nicht fehlen, die Superstar Elton John und Tim Rice beisteuerten. Beide zeichneten bereits für die Beschallung von „Der König der Löwen“ verantwortlich. Anders als in dem weitaus ambitionierteren „Der Prinz von Ägypten“ betreten die Animatoren des Hauses hier kein Zeichentrickneuland. So ist „Der Weg nach Eldorado“ deutlich sorgfältiger realisiert als beispielsweise Warners letztjähriger Genrebeitrag „Das magische Schwert“, und dürfte so auf nachhaltiges Interesse beim Zielpublikum stoßen, zumal Disney in diesem Jahr keinen traditionellen Konkurrenztitel an den Start schickt. Ob für die ansehnliche Reise ins Reich der Inkas aber tatsächlich alles Gold sein wird, was glitzert, muss sich erst noch zeigen. ara.

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