Rob Reiners "LBJ": Newcomerin Kim Allen spielt Jackie Kennedy

Kino.de Redaktion  

Dem Regisseur, Produzenten und Schauspieler Rob Reiner verdanken die Filmfans manch einen 80er-Jahre-Klassiker wie, Der Volltreffer, Stand by Me oder die Kultkomödie Harry and Sally. Zuletzt vor der Kamera trat das Multitalent in Martin Scorseses The Wolf of Wall Street auf. Darin spielte er den Vater des berüchtigten Börsenschwindlers Jordan Belfort, der von Hollywoodstar Leonardo DiCaprio verkörpert wurde. In seinem aktuellen Filmprojekt LBJ, dreht sich alles um Lyndon B. Johnson, der oft einfach "LBJ" genannt wurde. Nach der Ermordung John F. Kennedys im Jahr 1963 wurde Johnson, der zuvor Vize-Präsident gewesen war, als der 36. Präsident der USA vereidigt. LBJ wird von den gesellschaftlichen und politischen Erschütterungen handeln, die Lyndon B. Johnson während seiner Präsidentschaft bewältigen musste.

Die relative Schauspiel-Newcomerin Kim Allen sicherte sich in dem Politdrama die Rolle der Jackie Kennedy, der ehemaligen First Lady und amerikanischen Stilikone. Allen war zuvor in verschiedenen TV-Serien und Kurzfilmen aufgetreten (darunter Curfew, für den sie für ihre Leistung großes Lob erntete und der 2013 mit dem Oscar als bester Kurzfilm ausgezeichnet wurde). Im selben Jahr wirkte sie im Thriller Scavenger Killers mit und war daraufhin 2014 im Horror-Drama Lyle zu sehen. Die Hauptrolle in LBJ übernimmt Woody Harrelson (Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1), der Lyndon B. Johnson spielen wird. Darüber hinaus sind Bill Pullman (The Equalizer) und Charakterdarsteller Richard Jenkins (White House Down) mit von der Partie. Beide werden bisher nicht näher benannte Politiker spielen. Das Drehbuch zu LBJ, das von Joey Hartstone stammt, war einer der Gewinner der sogenannten Black List im Jahr 2014. In der Black List versammeln sich seit 2004 alle von Hollywood nicht produzierten Drehbücher eines Jahres.

Eine Nation am Wendepunkt der Geschichte

US-Präsident Lyndon B. Johnsons war während seiner Amtszeit (1963-1969) zunächst alles andere als ein Sympathieträger. Er übernahm das politische Ruder in einer Zeit, in der die amerikanische Nation tief traumatisiert war. Um die Herzen der US-Bürger für sich zu gewinnen, versicherte er sich der öffentlichen Unterstützung Jackie Kennedys. Johnson legte beispielsweise besonderen Wert darauf, in den Medien möglichst oft mit Kennedys Witwe in Erscheinung zu treten. Jackie Kennedy mochte zwar keine First Lady mehr sein, das amerikanische Volk brachte ihr jedoch ein erhebliches Maß an Zuneigung entgegen.

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Johnson sicherte sich seine innenpolitische Legitimation schlussendlich, in dem er den "Civil Rights Act", den John F. Kennedy auf den Weg gebracht hatte, in die Realität umsetzte. Durch den "Civil Rights Act" von 1964, den "Voting Rights Act" und den "Civil Rights Act" von 1968 wurde der schwarzen Bevölkerung erstmals vollständige Gleichberechtigung verfassungsrechtlich zugesprochen und die Gleichberechtigung der Afroamerikaner in einem zuvor nie da gewesenen Maße vorangetrieben. Rassentrennung wurde im gesamten Land für illegal erklärt und jegliche Diskriminierung von Schwarzen verboten. Außenpolitisch wurde Johnsons Regierungszeit ab Mitte der 1960er-Jahre vom Vietnamkrieg dominiert.

(Bild: Universal)

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