Der Verräter

Kinostart: 02.07.2019

Filmhandlung und Hintergrund

Nüchtern erzähltes Justizdrama über den hochrangigen Mafiamann Buschetta, der in den Achtzigerjahren gegen seine Bosse aussagt.

Von seinem 18. Lebensjahr an ist Tommaso Buschetta Mitglied der Mafia, in den Sechzigerjahren ist er ein Hauptbeteiligter des ersten Mafiakriegs in Palermo. Er genießt hohes Ansehen in der Cosa Nostra. Einen neuen Krieg voraussehend, wandert er Beginn der Achtzigerjahre nach Südamerika aus, wo er festgenommen und von dem italienischen Richter Falcone überzeugt wird, gegen führende Mafiagrößen auszusagen. Buschetta ist das erste hochrangige Mafia-Mitglied, das umfällt und einen beispiellosen Prozess ermöglicht.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Verräter: Nüchtern erzähltes Justizdrama über den hochrangigen Mafiamann Buschetta, der in den Achtzigerjahren gegen seine Bosse aussagt.

    Drama über den hochrangigen Mafiamann Buschetta, der in den Achtzigerjahren gegen seine Bosse aussagt.

    Wie das Werk eines 79-Jährigen sieht „Der Verräter„, eine italienisch-französisch-brasilianisch-deutsche Koproduktion (deutscher Koproduktionspartner: Match Factory), nur dahingehend aus, weil sie so gründlich und von unbestechlichem Blick ist. Über zweieinhalb Stunden erzählt der legendäre Marco Bellocchio, der seit nahezu 60 Jahren im Geschäft ist, sozusagen mit der Faust in der Tasche, um den Titel eines seiner frühen Meisterwerke zu bemühen, die Geschichte von Tommaso Buscetta, der 1984 als erstes hochrangiges Mitglied der Cosa Nostra gegen die Machenschaften der Verbrecherfamilien Siziliens aussagt und damit die legendären Maxi-Prozesse ermöglicht, mit denen der später von der Mafia getötete Richter Falcone dem organisierten Verbrechen einen fast vernichtenden Schlag versetzt und zahllose Dons für lange Jahre ins Gefängnis schickt. Der Film begleitet Buscetta, ein treuer Fußsoldat seit seinem 18. Lebensjahr, der über die verfeindeten Familien hinweg Respekt genießt, den zweiten großen Mafiakrieg vorhersieht und sich nach Brasilien absetzt, während auf den Straßen von Palermo das Blut fließt, bis zu seinem unspektakulären Tod in den USA an Krebs im Jahr 2000.

    Nüchtern sieht der Film den Prozessen zu, die für sich genommen Spektakel genug sind, als dass man ein filmisches Feuerwerk abbrennen müsste, aber der Film geht auch in die Tiefe und versucht diesen Menschen zu ergründen, der sein Leben der Gewalt gewidmet hatte und es nun als seine Ehrenaufgabe ansieht, der Welt die Wahrheit zu erzählen, auch wenn ihn das zum Geächteten und Gejagten macht. Der miterleben muss, dass seine einstmals besten Freunde seine Söhne ermorden, und die ihm auch im Zeugenschutzprogramm immer noch Nachrichten zukommen lassen, dass seine Tagr gezählt sind. Der Film gehört Pierfrancesco Favino, ein international angesehener italienischer Star, der Clay Regazzoni spielte in „Rush - Alles für den Sieg“ oder den italienischen Vertrauten von Rachel Weisz in „Meine Cousine Rachel“: Seine Darstellung in der Titelrolle ist monumental, ein schlechter Mann, der sich an das klammert, was ihm in der Cosa Nostra immer am wichtigsten war: seine Ehre. Bei der Premiere in Cannes wurde „Der Verräter“ völlig zu Recht euphorisch gefeiert. ts.

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