Der Tod meiner Schwester

Filmhandlung und Hintergrund

Krimi-Drama um eine junge Frau, die in Kapstadt den vermeintlichen Unfalltod ihrer Schwester aufklären will.

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Kritikerrezensionen

  • Der Tod meiner Schwester: Krimi-Drama um eine junge Frau, die in Kapstadt den vermeintlichen Unfalltod ihrer Schwester aufklären will.

    Miguel Alexandre hat in den letzten Jahren viel Zeit mit Großproduktionen verbracht, von denen zumindest eine („Störtebeker“) ein bemerkenswerter Fehlschlag war. Dass er trotzdem ein guter Regisseur ist, zeigte die andere: Das DDR-Drama „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ war sehenswert. Anschließend wollte Alexandre offenbar am liebsten drei Filme auf einmal drehen: einen atmosphärischen Krimi, einen psychologischen Thriller und ein Familiendrama. Zumindest ist er der Meinung, „Der Tod meiner Schwester“ sei all dies. Worin für einen Regisseur der Reiz bei solch einem Genre-Mix liegt, ist offenkundig; allerdings gilt das auch für die Fallhöhe.

    Zum vierten Mal hat Alexandre ein Drehbuch von Harald Göckeritz adaptiert. Zweimal hat dabei Bernadette Heerwagen mitgespielt. Alexandres Regiedebüt „Nana“ war 1995 die erste Hauptrolle für die damals noch sehr junge Schauspielerin. Knapp zehn Jahre später bekamen alle drei den Grimme-Preis: weil ihnen mit „Grüße aus Kaschmir“ ein ungeheuer intensiver Film über die Angst vor islamistischem Terrorismus gelungen ist. Für „Der Tod meiner Schwester“ wird es keine Preise geben.

    Die Geschichte ist vergleichsweise schlicht, was ja kein Nachteil sein muss: Architektin Caroline (Désirée Nosbusch) fliegt nach Kapstadt, um ihre Schwester Nina zu beerdigen. Die junge Frau ist angeblich bei einem Unfall ums Leben gekommen. Bald beschleichen Caroline erste Zweifel, zumal sich ihr betont freundlicher Schwager (Jan-Gregor Kremp) als ziemlich zwielichtige Figur entpuppt. Tatsächlich hat der zum Jähzorn neigende Sven nicht bloß ein Verhältnis mit Stripperin Chantal (Heerwagen), sondern auch ein eindrucksvolles Vorstrafenregister; Ninas Tod beschert ihm zudem eine erkleckliche Lebensversicherung. Die beiden Frauen tun sich zusammen, um ihm eine Falle zu stellen.

    Die Vorzeichen sind klar: Anfangs ein Krimi, soll die Geschichte zum Thriller werden, wenn schließlich die ungleichen Komplizinnen selbst in Lebensgefahr geraten. Das Familiendrama schließlich fungiert gewissermaßen als Klammer: Caroline hatte ihre kleine Schwester einst der Willkür des tobsüchtigen Vaters ausgeliefert, als sie zuhause auszog; das will sie nun an Chantal wieder gut machen. Allerdings hat Göckeritz die entsprechenden Elemente so gut versteckt, dass man eine Weile braucht, bis man die Projektion versteht.

    Der Film scheitert aber aus ganz anderem Grund, und der hat vor allem mit der Besetzung zu tun. Kremp fällt als Schurke in Verhaltensmuster früherer Rollen zurück, als er noch nicht die Melancholie aus den Bad Homburger „Polizeiruf“-Krimis pflegte, sondern die Vierschrötigkeit des notorischen Schwerverbrechers. Und Heerwagen ist trotz wirrer blondierter Locken, blauer Kontaktlinsen und großer Hingabe viel zu sehr Schlampe mit Herz, um tatsächlich als abgezockte Nachtclubtänzerin durchzugehen. Und Desiree Nosbusch hat nur sehr wenige überzeugende Momente, was aber auch an der undankbaren Vorgabe liegt: Caroline muss immer wieder wenig glaubhaft agieren. Außerdem erlauben sich Buch und Regie einige Logiklöcher. So tauchen einige Jugendliche, die die Deutsche kurz zuvor noch überfallen hatten, aus heiterem Himmel in ihrem Hotelzimmer auf und bewahren sie so davor, vergewaltigt zu werden.

    Mag die Geschichte auch diverse Stereotype aufweisen, so zeigt der Film immerhin ein Kapstadt jenseits aller Postkartenklischees. Das macht er allerdings durch eine stellenweise grausame Synchronisation wieder zunichte; außerdem sprechen wieder mal alle fließend deutsch. tpg.

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