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Der Tag wird kommen

   Kinostart: 02.05.2013

Le grand soir: Schwarzhumorige Outlaw-Ballade um zwei Brüder vom Regie-Duo von "Mammuth" und "Louise Hires a Contract Killer".

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Filmhandlung und Hintergrund

Schwarzhumorige Outlaw-Ballade um zwei Brüder vom Regie-Duo von "Mammuth" und "Louise Hires a Contract Killer".

Benoit, der sich selbst Not nennt, wie es auf seiner Stirn eintätowiert ist, um neben Irokesenfrisur und Springerstiefeln seine Punker-Einstellung zu demonstrieren, lebt von der Hand in den Mund. Er und sein erfolgloser Spießer-Bruder Jean-Pierre, beide schon Mitte 40, haben nur eins gemeinsam, ihre Unselbständigkeit. Zum Essen treffen sie sich immer noch im elterlichen Kartoffelrestaurant in einem Gewerbegebiet. Als Jean-Pierre von seiner Frau verlassen wird und seinen Job verliert, lässt er sich von seinem Bruder zum gesellschaftlichen Außenseiter wandeln inklusive Tattoo „Dead“ auf der Stirn.

Benoit, der sich selbst Not nennt, wie es auf seiner Stirn tätowiert ist, um seine Punkeinstellung zu demonstrieren, lebt von der Hand in den Mund. Er und sein erfolgloser Spießer-Bruder Jean-Pierre, beide schon Mitte 40, haben nur eins gemeinsam, ihre Unselbständigkeit. Zum Essen treffen sie sich immer noch im elterlichen Kartoffelrestaurant. Als Jean-Pierre von seiner Frau verlassen wird und seinen Job verliert, lässt er sich von seinem Bruder zum gesellschaftlichen Außenseiter wandeln inklusive Tattoo „Dead“ auf der Stirn.

Ein 45-jähriger Punk nimmt sich seines spießigen Bruders an, als der Frau und Job verliert. Gnadenlos bösartige französische Komödie, die vor skurrilen Einfällen strotzt und das Zeug zum Kultspaß hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die groteske, konsumkritische Komödie "Der Tag wird kommen" ist der fünfte Film des französischen Regieduos Gustave Kervern und Benoît Delépine ("Mammuth", "Louise Hires a Contract Killer"). Sie stellen einen Punk als perfekten Anti-Konsumenten in ein seelenloses Einkaufszentrum. Dieser knallige Gegensatz mündet wie von selbst in einen Reigen wilder Späße, die das angepasste Verbraucherdasein satirisch aufs Korn nehmen. Der Film bekam 2012 in der Reihe Un Certain Regard des Filmfestivals von Cannes den Spezialpreis der Jury.

      Not fällt überall komplett aus dem Rahmen: Wenn er betrunken im Punk-Outfit durch die Straßen torkelt oder nackt in den Springbrunnen einer Verkehrsinsel steigt. Aber auch beim Stagediving auf Punkkonzerten sieht er merkwürdig aus: Der Mann ist viel zu alt für diese Form von Protest. Allein seine physische Präsenz wirkt im Einkaufszentrum wie eine Bedrohung. Um diesen Kontrast herum lassen sich die Regisseure und Autoren eine Menge comedy-ähnlicher Sketche einfallen. Darin ist Not tragischer Held und lächerliche Figur in einem. Durch ihn nimmt man das Einkaufszentrum wie er selbst als schäbigen Versuch der Ausbeutung wahr. Die anonymen Hallen und ihre Warenvielfalt ermüden schon beim Betreten in Gedanken.

      Der Vorzeigebruder Jean-Pierre fällt dem Überangebot zum Opfer: Es gibt einfach nicht genug Kunden und außerdem ist „Krise", wie sein Chef immer sagt. Und schon ist es aus mit der bürgerlichen Existenz – er wird auch ein Punk wie Not. Diese anarchistische Zweisamkeit der gereckten Fäuste spinnt der Film fort zum Gedankenspiel einer allgemeinen Revolte der Bürger und Betroffenen. Müsste sie nicht längst kommen? Im Gegensatz zu "Mammuth" wirkt die Wirtschafts- und Sozialkritik hier ziemlich hölzern und blutleer. Vielleicht liegt es daran, dass die Regisseure gar nichts ernst nehmen und selbst ihre Hauptfiguren wenig respektieren. Oder dass sie sich in einer Vielzahl skurriler Ideen verlieren, so hübsch sie auch im einzelnen sein mögen.

      Fazit: Das Regieduo Gustave Kervern und Benoît Delépine bietet in "Der Tag wird kommen" mit einem Punk im Einkaufszentrum grotesken Spaß am Gegensatz. Die Gesellschaftskritik ist gespickt mit Situationskomik, wirkt aber etwas steif.
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    2. Der Tag wird kommen: Schwarzhumorige Outlaw-Ballade um zwei Brüder vom Regie-Duo von "Mammuth" und "Louise Hires a Contract Killer".

      Skurrile Typenkomödie und Loser-Ballade der Regisseure von „Mammuth“ und „Louise Hires a Contract Killer“ Benoît Delépine und Gustave de Kervern um zwei Brüder, die den Aufstand proben.

      Dem Regie-Duo gelingt ein witziger Einstieg, wenn es Benoît Poelvoorde (seit „Mann beißt Hund“ Spezialist für schräge Figuren) als selbst deklarierten ältesten europäischen Punk mit Hund beim Marsch durch die Altstadt zeigt und dem Zuschauer von ihm erst nur seine Stirn mit dem selbstgemachten Tattoo Not und Irokesen-Bürste darüber sehen lässt.

      Nots Weg führt ihn in ein gesichtsloses Gewerbegebiet, in dem seine Eltern ein Kartoffelrestaurant betreiben und sein Bruder Jean-Pierre (Albert Dupontel aus „Irreversibel“), ein Spießer im Anzug, als Bettenverkäufer arbeitet. Trotz offensichtlicher Gegensätze haben die Brüder viel gemeinsam. Denn Jean-Pierre, von seiner Frau betrogen und der Arbeit frustriert, läuft nach einigen Gläsern zu viel Amok im Einkaufszentrum und im eigenem Laden, so dass er nach seiner Frau auch den verhassten Job verliert. Aus Verzweiflung versucht er sich zu verbrennen. Selbst das gelingt ihm nicht. Not nimmt den Bruder unter seine Fittiche, tätowiert ihm ein „Dead“ auf die Stirn, zeigt ihm das standesgemäße Pöbeln und Betteln. Gemeinsam pogen sie auf Punk-Konzerten und planen eine große Versammlung, um gegen die gleichgültige, kommerzorientierte Gesellschaft zu rebellieren und zu demonstrieren, dass sie „not dead“ sind. Doch niemand kommt.

      Delépine und de Kervern sind nicht an einer straffen Erzählung interessiert, sondern lassen den beiden Charaktermimen Freiraum für ihre Performances, die mehr bittere, bisweilen absurde Clownereien sind denn fröhlicher Slapstick. Einen urkomischen Kurzauftritt hat „Mammuth“-Hauptdarsteller Gérard Dépardieu als Wahrsager, der aus dem Schnapsglas die Zukunft liest. Auch sonst setzt das Duo auf Schauspieler aus ihren vergangenen Filme, etwa Yolande Moreau oder Bouli Lanners, um ihren Kosmos komischer Kauze zu ergänzen. Gesellschaftskritik wird geübt, aber nicht scharf oder besonders gezielt, „Der Tag wird kommen“ bringt viel mehr die Sympathie der Filmemacher für Außenseiter zum Ausdruck. Ihren Hauptfiguren gönnen sie am Ende wenigstens die Geborgenheit in der Familie. hai.
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