Der Sohn von Rambow

  1. Ø 3.5
   2007

Der Sohn von Rambow: Komödie, in der zwei Jungen ihrem großen Vorbild "Rambo" nacheifern und eine eigene Version des Action-Klassikers drehen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der Sohn von Rambow: Komödie, in der zwei Jungen ihrem großen Vorbild "Rambo" nacheifern und eine eigene Version des Action-Klassikers drehen.

Filme und Musik sind für den elfjährigen Will (Bill Milner) strengstens verboten, zieht ihn seine keusche Mutter doch unter den Idealen einer puritanischen Glaubensgemeinschaft auf. Als ihm Schulrabauke Lee (Will Poulter) eine Raubkopie von „Rambo“ zeigt, geht die Fantasie mit dem schmächtigen Jungen durch: Fortan spielt er als Sohn von Rambow die waghalsigsten Stunts nach, während Lee den Spaß filmt – was die Schüler an ihrem Internat begeistert.

Anfang der 80er Jahre entdecken zwei britische Boys ihr Gespür für Home-Made-Movies. Sie entwickeln viele schräge Ideen in dem humorvollen Abenteuer ums Älterwerden von „Per Anhalter durch die Galaxis„-Regisseur Garth Jennings, der rau und subversiv wahre Freundschaft propagiert.

Für den streng gläubig erzogenen elfjährigen Will sind Filme und Musik verboten. Über Internatsrabauke Lee bekommt er „Rambo“ als Raubkopie zu sehen. Der Film bedeutet das große Erwachen für den schmächtigen Will, der sich einen Körper aus Stahl, wie ihn Stallone hat, erträumt. Er zieht fortan mit Zappelfilip Lee und der Videokamera los, um eine eigene Version des Actionklassikers zu drehen. Ein französischer Austauschschüler sorgt für zusätzliche Aufregung im Internat.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Der Sohn von Rambow“ ist nicht wirklich ein Kinderfilm. Obwohl er aus der kindlichen Sicht heraus erzählt wird und erwachsene Figuren eine deutlich untergeordnete Rolle spielen, wird dieser Film ebenso eine erwachsene Zielgruppe ansprechen, wenn nicht sogar beinahe ausschließlich. Denn es ist wohl ausgeschlossen, dass Kinder die Zitate aus bekannten Klassikern wie beispielsweise „Apocalypse Now“, „Full Metal Jacket“ und natürlich „Rambo“ als solche erkennen, was eigentlich auch besser so ist.

    In der Hauptsache handelt der zweite Langspielfilm von Garth Jennings von verschieden Außenseiterfiguren. Von solchen, die eigentlich gar keine sein wollen, wie Will, der sich langsam beginnt von den Fessel der ominösen Glaubensgemeinschaft zu lösen und in Lee schon recht früh einen potentiellen besten Freund sieht, einfach weil er der einzige und erste seiner Altersklasse ist, der ihn wahrnimmt. Lee, der von seinen Eltern verlassen wurde und nur noch seinen Bruder hat, seinerseits verkörpert den Typ Außenseiter, der gegen alle rebelliert, die ihn nicht annehmen wollen, auch deren Mängel erkennt und sich bewusst – teilweise auch aus Trotz – absondert, weil er das Besondere sucht. In diesem Fall findet Lee deshalb Will. Den dritten Außenseitertypus stellt der französische Austauschschüler Didier Revol – eine Prince-Kopie ohne gleichen – dar. Ein Außenseiter, der es sich zu Nutze macht, nicht wie die anderen und in einem fremden Land zu sein. Was ihm unglaublich gut gelingt, denn ständig zieht er eine Schar Bewunderer hinter sich her. Die Darstellung dieser Figuren wirkt deshalb so authentisch, weil die Wahl ihrer Darsteller nicht besser hätte verlaufen können. Bill Milner und Will Poulter verkörpern die beiden Jungs Will und Lee mit solchem Talent und großer Spielfreude – man liebt sie ab der ersten Minute. Und auch Jules Sitruk als Didier Prince Revol ist unglaublich sympathisch und sorgt für diverse Lacher.

    Die lustigsten Szenen dieser Komödie - mit leisen, nachdenklichen Momenten – sind die der Dreharbeiten zu dem Kurzfilm „Der Sohn von Rambow“: Die beiden Jungs sprühen nur so vor Abenteuerlust und Einfallsreichtum. So wird Will mehrmals durch die Luft katapultiert, springt aus diversen Höhen ins Wasser oder Gras und Lee kann sogar den „Flying Dog“ herbeischaffen. Glücklicherweise ist dieses Improvisationsschmuckstück gegen Ende des Films in voller Länge zu sehen.

    Musik von Duran Duran, The Cure und vielen mehr unterstützt dieses amüsante, liebevolle 80er-Jahre-Portrait. Allerdings wird dieses Jahrzehnt dabei nicht immer vollkommen ernst genommen: Beispielsweise die Szenen in dem Aufenthaltsraume der Oberstufe, welcher mehr Ähnlichkeit mit einer Disco als mit einem Raum auf dem Schulgelände hat. Der Komik schadet das natürlich überhaupt nicht.

    Am Ende – nach dem Abspann – wird dann endlich aufgeklärt, was es mit dem „w“ in „Rambow“ auf sich hat – also sitzen bleiben!

    Fazit: Sehr liebevolle Komödie über Familie, Freundschaft und die Akzeptanz des Andersseins.
  • Unter dem Einfluss des ersten „Rambo“-Films entdecken zwei britische Knaben Anfang der 80er ihre Ambitionen für Home-Made-Movies. Sie erleben ein humorvolles Abenteuer um Fantasie, Freundschaft und Film-Manie.

    Wie folgenschwer sich manches Video, im unbedarften Kindesalter konsumiert, auswirken kann, demonstriert Garth Jennings‘ erste Arbeit nach „Per Anhalter durch die Galaxis“, die vergangenes Jahr in Sundance einen wahren Bieterstreit auslöste. Seitdem gilt die mild subversive, aber durchaus raue Komödie um einen wohlbehüteten Jungen, der sich als Sohn von Rambow zum Dschungelkrieger aufschwingt, als ganz heißer Tipp.

    Für den elfjährigen Will (Bill Milner), streng gläubig erzogen und grenznaiv, sind Filme und Musik verboten. Als er dem Schulrabauken Lee Carter (Will Poutler) auf den Leim geht, entspinnt sich eine unwahrscheinliche Freundschaft, deren gemeinsames Fundament die Raubkopie des Actioners bildet. Fortan erträumt sich der schmächtige Hänfling Will einen Körper aus Stallone-Stahl und zieht mit dem offensichtlich unter einer ausgeprägten Form von ADHS leidenden Lee querfeldein, um mit Videokamera und brachialen Stunts eine eigene Version des großen Vorbilds zu drehen.

    Derart enthusiastisch geschwedete Szenen ähneln Gondrys „Abgedreht“. Zumal Lee auch den menschgewordenen filmindustriellen Alptraum des bedenkenlosen Raubkopierens repräsentiert. Mag das Fernziel der Jungs auch ein nationaler Filmwettbewerb sein, Jennings interessiert sich mehr für ihre vater- und trostlose Situation daheim und ihren Weg. Die mit Animationscollagen illustrierte Hymne auf die kindliche Fantasie überwindet alle Grenzen und vereint selbst Frankreich mit England.

    Denn als ein Bus französische Austauschschüler ans gestrenge Internat bringt, erscheint auch Didier (Jules Sitruk), ein modisch exaltierter Gallier, der an der konservativen Schule zuhauf Stil-Standards setzt. Das wirkt fast wie eine komödiantische Version von Lindsay Andersons Lehranstalts-Revolutionsklassiker „If….“, löst sich aber in Wohlgefallen auf. Moderat bizarre Momente entstehen, wenn Didier zum Filmstar wird. Die Jungs feiern derweil in „Ferris macht blau“-Manier eine zügellose Oberstufen-Depeche-Mode-Party und verlieren darüber in diesem mitunter unscharfen, aber doch unwiderstehlichen Coming-of-Age-Abenteuer fast ihre Blutsbrüderschaft. tk.

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