Filmhandlung und Hintergrund

Domestizierte Wunderpferde, die die Probleme der Welt lösen, haben eine lange Tradition. „Der silberne Hengst“ jedoch trabt nicht auf den Spuren von Fury, Flicka oder Black Beauty. Als Wildpferd folgt er den Gesetzen der Natur und nicht des Menschen. Gerade weil sich die Zivilisation in die Freiräume solcher Tiere hineingefressen hat, haben Filme über diese verschwindende Spezies eine wichtige Funktion. Im australischen...

Ein Abenteurer entdeckt in den Bergen einen prächtigen silbernen Hengst, den er vergeblich jagt. Später befreit der Hengst eine Stute aus der Gefangenschaft, für die der Mann viel Geld bezahlt hat. Daher setzt der Mann die Jagd mit Hilfe anderer fort. Doch selbst der Tod kann den Hengst nicht stoppen: Als Geisterpferd macht er in der Folge die Berge unsicher.

Schriftstellerin Elyne lebt mit ihrer Tochter Indi auf einer einsamen Ranch im wilden australischen Hochland. Während einer Gewitternacht erzählt sie Indi die Geschichte vom sagenumwobenen silbernen Wildpferd Tora, das in einer ebenso stürmischen Nacht geboren wurde. In den nächsten Wochen schreibt Elyne die Geschichte weiter: Wie Tora heranwächst, eine eigene Herde übernimmt, sich gegen rivalisierende Hengste verteidigt und gegen seinen größten Feind behauptet – den Menschen.

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Kritikerrezensionen

  • Domestizierte Wunderpferde, die die Probleme der Welt lösen, haben eine lange Tradition. „Der silberne Hengst“ jedoch trabt nicht auf den Spuren von Fury, Flicka oder Black Beauty. Als Wildpferd folgt er den Gesetzen der Natur und nicht des Menschen. Gerade weil sich die Zivilisation in die Freiräume solcher Tiere hineingefressen hat, haben Filme über diese verschwindende Spezies eine wichtige Funktion. Im australischen Kino gibt es dafür noch eine Nische, seit „Snowy River“ vor zwölf Jahren den Kontinent down under und anschließend die Welt eroberte. George Millers Hit lag ein romantisches Gedicht zugrunde, während der „silbernde Hengst“ einen berühmten australischen Roman in Bilder umsetzt, dessen Thema zeitlos bleibt. John Tatoulis abenteuerlicher Kinderfilm bedient sich bei dem Mythos eines Wildhengstes, der als Symbol einer verlorengengangenen Freiheit bei Tierfreunden jeden Alters keinerlei Sympathiehürden überwinden muß. Eine knappe Rahmenhandlung um eine Schriftstellerin (Caroline Goodall, nach ihrem Biest in „Cliffhanger“ zurück zu mütterlicher Güte), die für ihre Tochter (Ami Daemion) die Geschichte des Hengstes Tora zu Papier bringt, läßt viel Zeit, um die Entwicklung des Jungtieres zur Hochlandlegende in optisch ansprechende Bilder zu packen. Die Erziehung durch die Mutter, die Suche nach Nahrung im Winter, die Revierkämpfe mit anderen Hengsten und Toras lebenslanges Duell mit einem Mann (Australiens Star Russell Crowe), der besessen das stolze Pferd einzufangen versucht – all dies wird nach dem geprüften Disney-Rezept weitgehend aus der Sicht der Tiere erzählt. Erstaunlich dabei der größtmögliche Verzicht auf Vermenschlichung und Sentimentalität, beachtlich die Dressurleistungen, die eine glaubwürdige Dramaturgie ermöglichen, erfreulich das Fehlen von Feindbildern. Härten in diesem Pferdeleben erklärt das Naturgesetz, und Crowes Figur treibt Bewunderung, nicht Haß. Ein ausgewogener, sympathischer Tierfilm also, der allerdings an seinem Starttermin mit großer Konkurrenz („101 Dalmatiner“, „Das Dschungelbuch“) rechnen muß, um sein Zielpublikum zu erreichen. kob.

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