Filmhandlung und Hintergrund

Die Beziehung eines gegensätzlichen Pärchens, das nur ihr Fetisch - Seide - verbindet, malt Yvon Marciano in verführerischen Bildern.

Paris 1914: Marie Benjamin wird beim Stehlen erwischt, die gestohlene Seide ganz fest an sich gepreßt. Im Gefängnis kümmert sich Psychiater Gabriel de Villemer um die hübsche Schneiderin, mit der er die Leidenschaft für Stoffe teilt. Er verfällt seiner Patientin wie sie ihm. Der erste Weltkrieg trennt das gegensätzliche Paar. Über Briefe halten sie den Kontakt aufrecht.

Paris im Jahre 1914. Immer, wenn die junge Schneiderin Marie Seide berührt, gerät sie in Ekstase. Als man sie beim Stehlen des feinen Stoffs erwischt, wird sie dafür eingesperrt. Der Gefängnispsychiater Gabriel, fasziniert vom Fetischismus seiner Patientin, verliebt sich in die unnahbare Analphabetin. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Gabriel jedoch von Marie getrennt und nach Marokko versetzt. Dort beginnt er, ein Buch über die seltsame Begegnung zu verfassen. Um in Kontakt mit Gabriel bleiben zu können, lernt Marie Lesen und Schreiben…

Die Beziehung eines gegensätzlichen Pärchens, das nur ihr Fetisch - Seide - verbindet, malt Yvon Marciano in verführerischen Bildern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Schrei der Seide: Die Beziehung eines gegensätzlichen Pärchens, das nur ihr Fetisch - Seide - verbindet, malt Yvon Marciano in verführerischen Bildern.

    Die Erotik des Fühlens, Ertastens, Streichelns und Zerknitterns von Stoffen ist in der Filmgeschichte stets präsent gewesen, man denke nur an all jene Filme, die in der Modewelt spielen. Einer besonderen Form von Fetischismus in Bezug auf Seide und der damit verbundenen Sublimierung von Sexualität ist das Debütwerk von Yvon Marciano auf der Spur, der für sein Buch einen Drehbuchpreis gewann. Die parallel laufende Liebesgeschichte zwischen einem Psychiater und einer Seidendiebin, die letztlich unerfüllt bleibt, webt die subtile Sinnlichkeit des Stoffes in ein filigranes Netz von Sehnsüchten.

    Der Psychiater Gabriel de Vilemer (Sergio Castellito, „Der Mann, der die Sterne macht“) lernt 1914 die wegen mehrfachen Diebstahls von Seidencoupons einsitzende Näherin Marie kennen, die ihn mit ihrer besonderen Veranlagung, Seide als vollkommenen Ersatz für Männer (und Frauen) auf der Haut zu spüren, fasziniert. Zwar verlieben sich die beiden ineinander, sind aber durch Gabriels Kriegszeit in Marokko, Maries erneute Verhaftungen und zuletzt durch des Psychiaters Erblinden und Selbstmord permanent getrennt, woran auch die Korrespondenz (wie in einem Truffaut-Film inszeniert) nichts ändern kann.

    Marciano setzt teils auf dieses Moment der tragischen Trennung, teils auf die Faszination von Seidenstoffen (die ruhig noch expliziter hätte ausgespielt werden können, da ist der Film zu diskret), teils auf die erotischen Komponenten des Ver- und Enthüllens, die Castellito auch in seinen Photographien aus Marokko zelebriert. Von der Monogamie der Seidenfixierung abgesehen, lebt die Studie der Verführungen durch drei exzellente Schauspieler: Castellito als charmanter Psychiater, die wunderbare Marie Trintignant (Chabrols „Betty“) als erst verstockte, dann leidenschaftliche (Seiden-) Liebhaberin und Anémone („Die Detektivin“) als Haushälterin ohne Liebesaussichten. Als besonderer Film eine Perle jedes Programmkinos. ger.

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