Der Schmetterling - Le papillon

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   2002

Der Schmetterling - Le papillon: Berückend schön fotografierte Sommerballade um ein gegensätzliches Gespann auf Schmetterlingsjagd.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der Schmetterling - Le papillon: Berückend schön fotografierte Sommerballade um ein gegensätzliches Gespann auf Schmetterlingsjagd.

Der alte Sonderling Julien (Michel Serrault) würde sich eigentlich gerne nur noch mit seiner elementaren Leidenschaft, dem Sammeln von Schmetterlingen, beschäftigen. Doch da läuft ihm die achtjährige Elsa (Claire Bouanich) von nebenan über den Weg, die, von der Mutter vernachlässigt, in dem freundlichen Kauz und seinen bunten Schätzen willkommene Spielgefährten wittert. Auf einer Wanderung durchs französische Zentralmassiv kommen Alt und Jung einander näher, ohne freilich zu ahnen, dass daheim wegen des absenten Kindes eine mächtige Polizeiaktion anläuft.

Generationsübergreifender Selbsterkenntnisprozess, vom französischen Regisseur Philippe Muyl mit leichter Hand berückend schön fotografiert in Szene gesetzt.

Sonderling Julien lebt allein und ist begeisterter Schmetterlingssammler. Als er sich einmal um Nachbarmädchen Elsa kümmert, richtet sie Chaos in seiner Sammlung an. Dann versteckt sie sich auch noch in seinem Auto, als er aufbricht, um den nur an drei Tagen zum Paarungsflug ausschwirrenden Isabella-Falter zu beobachten. Wohl oder übel muss er das Kind in die Wildnis mitnehmen.

Julien ist Rentner – und leidenschaftlicher Schmetterlingssammler. Unauffällig lebt er vor sich hin und frönt im Übrigen seinem Hobby. Als er eines Tages auf das achtjährige Nachbarmädchen Elsa aufpasst, richtet sie Chaos in seiner Sammlung an. Aber damit nicht genug: Als Julien aufbricht, um den nur an drei Tagen stattfindenden Paarungsflug des Isabella-Falters zu beobachten, versteckt sich die Kleine in seinem Auto. Will er rechtzeitig zum seltenen Spektakel in der Wildnis sein, muss er das Kind wohl oder übel mitnehmen.

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Kritikerrezensionen

  • Filme um alte Männer und junge Mädchen sind im französischen Film Tradition: von „Der alte Mann und das Kind“ mit Michel Simon zu „Eine Schwalbe macht den Sommer“ (2002) mit Michel Serrault, der als Querkopf die Jungbäuerin Mathilde Seigner traktiert. Hier bekommt er es mit dem Nachbarmädchen zu tun, das ihn auf einer spannenden und poetischen Reise der Selbsterkenntnis begleitet. Kauziges Verhalten auf seiner und Spontanreaktionen auf der Seite des Mädchens sowie atemberaubende Landschaftsaufnahmen in der Tradition der Romantik belohnen den Kinobesuch.

    Der alte Sonderling Julien (Serrault) lebt als Rentner das unauffällig ritualisierte Dasein eines kenntnisreichen Schmetterlingssammlers. Gelegentlich bemerkt er die achtjährige Elsa (Claire Bouanich), die allein mit ihrer sie vernachlässigenden Mutter lebt und, als er sich ein Mal um sie kümmert, ein Chaos in seiner Sammlung anrichtet. Als er aufbricht, um den nur an drei Tagen in der Dämmerung zum Paarungsflug ausschwirrenden Isabella-Falter zu beobachten, versteckt sich Elsa in seinem Wagen. Da er sie nicht los wird, muss er das Kind wohl oder über Übel in die Wildnis mitnehmen. Die Wanderung verändert beide. Inzwischen wird Julien, ohne Verbindung zur Außenwelt, als Entführer polizeilich gesucht. Als Elsa in einen Felsspalt fällt und Julien Retter holt, ist der Trip zu Ende. Im Epilog geschieht ein kleines Wunder, das mit dem Namen Isabella zu tun hat.

    Der bei uns unbekannte Regisseur Philippe Muyl setzt in seiner berückend schön fotografierten Sommerballade auf das gegensätzliche Gespann, das im Lauf der Reise seine Geheimnisse offenbart: Der knurrige Julien ist nie über den Selbstmord seines Sohnes hinweg gekommen, die unaufhörlich fragende Elsa leidet unter der so arbeitsamen wie leichtsinnigen Mutter. Julien und Elsa sind sensible Seelen, zart wie die Flügel der geliebten Schmetterlinge. Bis sie wie die Falter aus ihrem Kokon schlüpfen, erlebt man sie als Erkunder des französischen Zentralmassivs, dessen flirrende Natur Muyl in traumhaften Bildern von Wäldern, Wiesen, Bächen und Pflanzen einfängt. Serraults Ruf, das Thema, Flora und Fauna und grandiose Kameraarbeit sollten ein solides Besucherplus ergeben. ger.

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