Der Ranger - Paradies Heimat: Wolfsspuren

  

Filmhandlung und Hintergrund

Online In der neuen Reihe „Der Ranger - Paradies Heimat“ lässt schon der Titel keinen Zweifel daran, was die Zuschauer erwartet: Gäbe es für den Nationalpark Sächsische Schweiz ein Drohnenverbot, hätten Regisseur Axel Barth und Kameramann Simon Schmejkal ein echtes Problem gehabt, denn die Luftaufnahmen machen einen nicht unerheblichen Teil des Films aus. Meistens zeigen sie das imposante Elbsandsteingebirge, aber...

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Kritikerrezensionen

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    In der neuen Reihe „Der Ranger - Paradies Heimat“ lässt schon der Titel keinen Zweifel daran, was die Zuschauer erwartet: Gäbe es für den Nationalpark Sächsische Schweiz ein Drohnenverbot, hätten Regisseur Axel Barth und Kameramann Simon Schmejkal ein echtes Problem gehabt, denn die Luftaufnahmen machen einen nicht unerheblichen Teil des Films aus.

    Meistens zeigen sie das imposante Elbsandsteingebirge, aber auf Dauer wirken die Zwischenbilder reichlich einfallslos und wie eine Überdosis. Zum Glück ist Philipp Danne noch ein bisschen öfter zu sehen. Der attraktive Hauptdarsteller („In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte“) bringt alles mit, was ein romantischer Held braucht.

    Die Handlung ist deutlich einfallsreicher als die Bildgestaltung: Nach einigen Jahren in Kanada ist Jonas Waldek, Anfang dreißig, in seine Heimat in die Sächsische Schweiz zurückgekehrt und hat die Leitung der Ranger-Station im Nationalpark übernommen. Als er auf einen Wolf trifft, ist Jonas begeistert, zumal im Gefolge des Wolfs eine selbstbewusste Biologin auf taucht: Emilia Graf (Liza Tzschirner) ist dem Tier schon seit einiger Zeit auf der Spur. Der Wolf stürzt Jonas aber auch in ein Dilemma: Bergbau-Unternehmer Nollau (Matthias Brenner) will in seiner alten Mine eine Probebohrung durchführen lassen. Er hofft auf ein Lithium-Vorkommen, was der Gegend neuen Aufschwung bringen würde, aber dafür braucht er die Erlaubnis der Nationalparkbehörde, und die bekommt er sicher nicht, wenn sich der Wolf heimisch fühlt. Also droht er mit der Kündigung des Pachtvertrags für das Sägewerk, das die Waldeks seit 25 Jahren betreiben. Jonas muss sich entscheiden: der Wolf oder die Familie.

    Das ist als Geschichte gar nicht schlecht, zumal auch der strahlendste Held einen inneren Konflikt benötigt, um mehr als nur eine äußerliche Faszination auszustrahlen. Ähnlich interessant ist die familiäre Konstellation, zumal die Rollen gut und treffend besetzt sind: Jonas lebt mit seiner verwitweten Mutter (Heike Jonca), seiner Schwägerin Rike (Eva-Maria Grein von Friedl) sowie deren Sohn zusammen. Das Autorenduo Andreas Brune und Sven Frauenhoff war bislang überwiegend für die RTL-Actionserie „Alarm für Cobra 11“ tätig, hat aber auch die romantische Abenteuerkomödie „Indisch für Anfänger“ (2011) mit Henning Baum und Wolke Hegenbarth geschrieben. Regisseur Barth ist ebenfalls ein Mann mit „Cobra 11“-Erfahrung und hat in den letzten Jahren viele „Bergdoktor“-Episoden inszeniert; in der ZDF-Serie ist die Landschaft ja gleichfalls nicht unwichtig. Den Ausflug in die Sächsische Schweiz meistert er routiniert und - von den Drohnenflügen abgesehen - unauffällig. Die Stimmung wird vor allem von der gefälligen Musik (Jens Langbein, Robert Schulte-Hemming) bestimmt, die an den richtigen Stellen auch mal schmissig oder dramatisch wird und die Landschaftsbilder mit lässigem Gitarren-Sound unterlegt. Einige Szenen sind durchaus spannend, wenn sich der Ranger beispielsweise unerschrocken einem halben Dutzend von Nollau gedungenen Jägern in den Weg stellt, die den Wolf meucheln wollen, auch wenn Musik und Inszenierung keinen Zweifel aufkommen lassen: Der Jonas schafft das schon. Danne und Liza Tzschirner bilden zudem ein reizvolles (Liebes-)Paar. tpg.

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