Der Prinz von nebenan

  1. Ø 5
   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Prinz von nebenan: TV-Komödie um eine Studentin, deren prollige Familie ihr erst den Job und dann die Liebe zu vermasseln droht.

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Kritikerrezensionen

  • „Lügen haben schöne Beine“ hieß der mehr oder minder originelle deutsche Titelzusatz zum Hollywood-Film „Housesitter“ von Frank Oz (1992). So lautete auch der Arbeitstitel dieses Sat.1-Films, und in der Tat hat der Sender ja schon manches US-Vorbild kopiert; diesmal aber nicht.

    Weil die angehende Hamburger Ärztin Naomi (Wolke Hegenbarth) daheim keine Ruhe findet, um an ihrer Doktorarbeit zu basteln, hat sie sich als Haus-Frau verdingt: Wann immer betuchte Menschen für längere Zeit verreisen, zieht Naomi ein und schaut nach dem Rechten. Als ein schmucker Raketenwissenschaftler (Steffen Groth) sie aus einer höchst misslichen Situation befreit – sie tummelt sich nackt im Pool, davor knurren zwei Dobermänner – und sichtlich angetan von der hübschen jungen Frau ist, lässt Naomi ihn in dem Glauben, sie sei die neue Nachbarin. Dann aber steht plötzlich ihre ganze Sippschaft vor der Tür: Das Domizil von Familie Kruse war einem Bauprojekt im Weg und ist heimtückisch abgefackelt worden. Kurzerhand zieht Vater Axel (Ingo Naujoks) samt Anhang in die Villa in Blankenese, und Naomi fällt nichts besseres ein, als der Familie eine märchenhafte Auswandererkarriere als Besitzer einer australischen Imbissbudenkette anzudichten. Die vornehme Nachbarschaft ist erst pikiert, dann jedoch durchaus angetan und hält die seltsamen Gepflogenheiten der Kruses, die den berüchtigten holländischen Flodders („Eine Familie zum Knutschen“) in nichts nachstehen, für Extravaganz Marke „down under“.

    Zum Glück verlässt sich das Drehbuch (Hartmut Block, Peter Studhalter) nicht auf die schönen Beine von Wolke Hegenbarth. Sie selbst im Übrigen auch nicht; gerade mimisch investiert die Schauspielerin, die durch die RTL-Serie „Mein Leben & Ich“ bekannt geworden ist, mitunter zu viel. Da Regisseur Peter Stauch andererseits aber nur wenig fürs Tempo tut, gibt es eine auffällige Diskrepanz zwischen den Aktionen vor der Kamera und der Dynamik der Umsetzung. Die Geschichte gleicht das wieder aus, weil die Autoren einige unerwartete Haken schlagen: Sebastian, der schwerreiche Raketenbauer, ist schon lange einer Sandkastenliebe versprochen, deren Vater dringend auf die Geldhochzeit angewiesen ist; ein entsprechender Ehevertrag soll seine Firma retten. Die umtriebigen Kruses kommen der Intrige auf die Schliche, werden aber selbst als Lügner entlarvt; und für Naomi droht der Traum eines Lebens an der Seite von Sebastian zu platzen.

    Weil Groth bloß gut aussehen muss, was er spielend meistert, und Hegenbarth manchmal etwas krampfhaft versucht, aus ihrer Rolle mehr rauszuholen, als eigentlich drin ist, haben Naujoks und Co. prompt die besten Szenen. Tochter Chantal (Lena Amende), eine Art Paris-Hilton-Verschnitt, gewinnt dabei in gleich zwei Kategorien: Sie darf den größten Unfug reden („australische Ureinwanderer“) und die geschmacklosesten Klamotten tragen. tpg.

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