Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama nach der Autobiographie des ehemaligen Opferschutzkommissars betreut Carlos Benede.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Polizist, der Mord und das Kind: TV-Drama nach der Autobiographie des ehemaligen Opferschutzkommissars betreut Carlos Benede.

    Einfühlsames und bewegendes Krimidrama über eine besondere Vater-Sohn-Beziehung.

    Nur der Blick auf die Beteiligten lässt schon ahnen, dass diese Mischung aus Krimi-, Sozial- und Melodrama besonders gelungenes Fernsehen verspricht. Gewiss gehört Dorothee Schön zu den herausragenden (TV-)AutorInnen, deren Bücher von einer traumhaft sicheren Figurenzeichnung gekennzeichnet sind. Zuletzt hat sie bei „Charité“ das Publikum mit ihrer Erzählkunst gefesselt. Mit Regisseur Johannes Fabrick, einem ausgewiesenen Meister der einfühlsamen und behutsamen Inszenierung auch emotional fordernder Themen mit einer guten Hand für glaubwürdiges Melodram, hat sie schon bei „Der letzte schöne Tag“ erfolgreich zusammen gearbeitet, was beiden einen Grimme-Preis einbrachte. Produzentin Kirsten Hager setzt bei „Der Polizist, der Mord und das Kind“ bereits zum achten Mal auf Fabricks Regiekunst und hat die beiden hier für ein weiteres TV-Movie zusammen gebracht, das die Zuschauer vom ersten Moment an in seinen Bann schlägt.

    Ein elfjähriger Junge muss erleben, wie seine Welt zusammenbricht, weil sein gewalttätiger Vater seine Mutter in ihrer Wohnung ersticht. Die Polizei, die rechtzeitig gerufen worden war, kann die Tat nicht verhindern. Der kleine Alexander kommt erst in die Obhut einer Verwandten, dann kümmert sich sein zuständiger Opferschutzkommissar an Vater statt um ihn. Wie diese Erwachsenenwelt aus verstörten Kinderaugen aussieht, wie brachial kindlicher Alltag durch eine solche Bluttat für immer verändert wird, das gelingt Fabrick mit hervorragenden Darstellern und einem überzeugenden Buch glaubwürdig zu schildern. Tatsächlich hat diese Geschichte das Leben geschrieben. Sie beruht auf der Autobiographie eines ehemaligen Opferschutzkommissars. Dorothee Schön rückt den jungen Alexander in den Mittelpunkt ihres Drehbuchs, der gefasst und ernst und unglaublich reif für sein Alter alle polizeilichen und strafrechtlichen Prozeduren erträgt. Der junge Joshio Marlon, der ihn verkörpert, ist eine wahre Entdeckung, so konzentriert, lebhaft und überzeugend spielt er seine schwierige Rolle. Es gehört nicht viel dazu, vorherzusagen, dass ihm noch eine große Karriere be-

    vorsteht. Die Rolle des fürsorglichen Polizisten, der schließlich sein Vater wird, hat Matthias Koeberlin übernommen. Auch er verfügt trotz seiner vielen Einsätze über ein bemerkenswert filigranes und wandelbares Spiel. Gemeinsam loten sie diese ungewöhnliche Beziehung aus, die den Film zu einem Ende führt, das man - ständig besorgt und verstört durch den Fortgang der der Realität entnommenen schlimmen Ereignisse - so gar nicht mehr erwartet hatte. Ganz großes Kino möchte man sagen, aber es ist ganz großes Fernsehen, das sich emotional etwas traut. uh.

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