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Über die Produktion

WHAT’S YOUR NUMBER? („Der perfekte Ex“, 2011) lebt von dem außergewöhnlichen Talent von Anna Faris, die Ally spielt. „Anna hat genau das, was man für diese Rolle braucht, sie ist echt, anrührend und besitzt diese oft zitierte moderne Lucille-Ball-Qualität: Sie ist ein bisschen peinlich, sieht hervorragend aus und verfügt über ein außergewöhnlich gutes Comedy-Timing”, sagt Regisseur Mark Mylod.

Ally Darling – so wie Faris sie spielt – mag anbetungswürdig und lustig sein, aber sie ist alles andere als perfekt. „Sie versucht gerade herauszufinden, wo sie im Leben den falschen Weg eingeschlagen hat, um nun wieder auf die richtige Bahn zu kommen”, erklärt Faris. „Wie sie auf diesen richtigen Weg finden kann ist ihr vollkommen egal – sei es durch Liebe, Kunst, einen neuen Job oder ein neues Paar Schuhe. Ally ist verloren, zurzeit arbeitslos und knapp bei Kasse.”

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Faris spielt in WHAT’S YOUR NUMBER? nicht nur die Hauptrolle, sie zeichnet auch als Ausführende Produzentin verantwortlich. Zusammen mit Regisseur Mark Mylod, den Produzenten Beau Flynn und Tripp Vinson, den Drehbuchautorinnen Gabrielle Allan & Jennifer Crittenden (ihr Skript basiert auf dem Buch 20 Times a Lady von Karyn Bosnak) und Ko-Star Chris Evans (aktueller Superheld im Blockbuster CAPTAIN AMERICA: THE FIRST AVENGER, („Captain America: The First Avenger“, 2011)), der hier den Colin spielt, war sie maßgeblich am Zustandekommen der Produktion beteiligt. Wunderbar witzige Gastauftritte als Allys unterschiedliche Ex-Männer absolvieren Chris Pratt, Mike Vogel, Martin Freeman, Andy Samberg, Thomas Lennon, Zachary Quinto, Anthony Mackie, Dave Annable und Aziz Ansari. Weitere Hauptrollen bekleiden Ari Graynor als Allys jüngere Schwester, die kurz vor der Hochzeit steht, und Blythe Danner als Allys nicht unter zu kriegende Mutter.

Der Morgen, an dem wir Ally kennen lernen, ist für sie wirklich nicht gut gelaufen: Eine ihrer Affären hat sich wieder als totaler Fehlschlag erwiesen und obendrein hat man sie gerade aus ihrem Job in einer Marketingfirma gefeuert. Von ihrem verkürzten Arbeitstag auf dem Weg nach Hause liest Ally einen Artikel, der ihr Leben verändern wird.

Weil sie bereits das Maximum der Anzahl von Liebhabern erreicht hat, und auch nicht in Neuseeland lebt, wo laut Helen Fig diese Regel nicht zutrifft, ist Ally nun davon überzeugt, dass sie eigentlich nicht mehr als Hochzeitskandidatin in Frage kommt.

Entschlossen in der Zukunft sexuell enthaltsam zu bleiben, macht sie sich auf, einen Lebenspartner zu finden. Keinen Neuen, denn das würde ihre Chancen auf Ehe zusätzlich verschlechtern, sondern einen, mit dem sie schon zusammen war. Sprich: sie macht sich auf die Suche nach ihren alten Liebhabern. Sind die verheiratet oder solo, schwul… oder gar tot?

„Ally stellt fest, dass sie etwas verloren durchs Leben geht”, führt Faris aus. „Sie ist arbeitslos, steckt mitten in einer Identitätskrise und glaubt, dass sie eigentlich keine Aussicht auf einen Ehemann hat, weil sie mit 20 Männern geschlafen hat. Erschwerend kommt hinzu, dass ihre kleine Schwester, die ohnehin irgendwie perfekt ist, kurz vor der Hochzeit steht.”

Als Schauspielerin und Filmemacherin gefiel Faris, dass die Geschichte aus Allys Sicht erzählt wird – ganz geradeheraus geht es um Sex, Herz, Spaß und Gefühle. „Ich mochte die Idee, dass eine Frau in dieser scheinbar von Männern beherrschten Welt auf einmal die treibende Kraft ist”, räsoniert Faris. „Frauen können mit freizügigen Komödien ebenso viel anfangen wie Männer. Ich wollte einmal in einer Welt spielen, in der moderne Frauen anzüglich, deftig und vulgär sind.” (Mit der Planung von DER PERFEKTE EX hatte man lange vor dem jüngsten Boxoffice-Hit BRIDESMAIDS („Brautalarm”, 2011) begonnen).

Gabrielle Allan, die das Drehbuch gemeinsam mit Jennifer Crittenden zu Papier brachte, beschreibt WHAT’S YOUR NUMBER? als „Geschichte einer Frau, die ihr Leben lange Jahre nach anderer Leute Regeln geführt hat. Schließlich trifft sie jemanden, der sie auffordert, mit sich selbst ehrlich zu sein. Ally findet sich damit ab, dass sie nicht so ist wie alle anderen – und es schlichtweg unmöglich ist so zu sein, wie es die anderen von ihr erwarten. Es ist die Geschichte einer Frau, die endlich zu sich selbst findet.”

Zahlreiche Story-Elemente finden sich in Karyn Bosnaks Buch 20 Times a Lady, auf dem das Skript beruht. „Ich hatte irgendwo einmal gelesen, dass die amerikanische Frau im Durchschnitt 10,5 Sexualpartner in ihrem Leben hat. Aber viele Frauen, mit denen ich sprach, gaben höhere Zahlen an”, erinnert sich die Autorin. „So beschloss ich, Allys Männer im Vergleich mit dem nationalen Durchschnitt zu verdoppeln – und gab ihr so einen Grund, noch mehr durchzudrehen.” Zu Allys Verdruss, dass sie diese „magische” Zahl erreicht hat, kommt hinzu, dass es eine weitere Konstante im ewigen Kampf der Geschlechter gibt: Frauen subtrahieren, Männer addieren. Sprich Jungs geben an, sie behaupten, dass sie mehr Sexualpartnerinnen hatten als es der Wahrheit entspricht, während Mädels untertreiben, sie geben weniger Liebhaber an. „Frauen und Männer lügen in diesem Punkt – immer und überall”, weiß Bosnak.

„Ich habe genau dasselbe getan wie Ally im Film”, gibt Gabrielle Allan zu. „Ich habe mich alter Affären erinnert, nur um meine Zahl nicht in die Höhe zu treiben. Ich verstehe Ally voll und ganz, obwohl ihre Suche irre und neurotisch ist. Aber das Ganze ist für Ally wichtig – und ich erinnere mich, dass es das auch für mich war. Ich fand die Idee, dass eine Frau ihre Eroberungen zählt und vor allem den Grund warum sie das tut, sehr amüsant.”

Was es auch immer mit der Anzahl der persönlichen „Nummern” auf sich hat, wichtig ist nach Bosnaks Meinung nur, dass man sich selbst gegenüber ehrlich ist. „Wenn man sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt, sollte man nie die Dinge bedauern, die man aus bestimmten Gründen getan hat. Man kann die Dinge ohnehin nicht mehr ändern und schließlich machen diese Entscheidungen einen ja auch aus.”

Drehbuchautorin Jennifer Crittenden erinnert sich, dass „das Buch uns zum Lachen gebracht hat und wirklich witzig war. Es erschien uns als perfekte Vorlage für eine romantische Komödie – die Heldin reist ins eigene Leben zurück und entdeckt dabei, mit wem sie so zusammen war. Die große Herausforderung bestand darin, dem Film keinen episodenhaften Charakter zu geben, schließlich besucht Ally einen Ex nach dem anderen. Wir lösten dieses Problem dadurch, dass wir Ally ein Zuhause gaben, von dem sie zu ihren Abenteuern aufbricht. Das erlaubt ihr gleichzeitig, mehr Zeit mit Colin zu verbringen – und wir konnten so die Dramatik steigern.

Die Filmemacher mochten die Ecken und Kanten der Geschichte. „Es ist einfach eine Tatsache, dass unsere Heldin mit 19 Personen geschlafen hat. Das ist für eine romantische Komödie durchaus eine heikle Prämisse”, weiß Produzent Tripp Vinson. „Aber es erschien uns klüger, dieses Thema direkt anzusprechen, als uns dauernd irgendwie darum herum zu mogeln.”

Mark Mylod, als Regisseur und Produzent mehrerer Episoden der HBO-Serie „Entourage” bestens bekannt, erzählt, dass er eine romantische Komödie im Sinn hatte, diese jedoch mit einem besonderen Kniff versehen wollte. „Ich wollte eine frische, lebendige Komödie, die Bedeutung hat. Ich mochte die Spritzigkeit und den Humor des Drehbuchs, man konnte bei der Lektüre laut herauslachen und mir gefiel, dass Ally eine starke Frau ist. Dieses Thema einer Frau, die zu sich findet, zu sich steht und schließlich mit sich in Einklang kommt, war absolut nach meinem Geschmack.”

„Ich sehe Ally als Frau, die auf der Suche nach dem richtigen Mann ist, aber dabei den vollkommen falschen Weg einschlägt. Sie verbiegt sich für die Männer, statt einen zu suchen, der sie nimmt wie sie ist”, fährt Mylod fort. „Von der Tonalität her wollte ich, dass DER PERFEKTE EX ein spannender Cocktail aus offenherzigem sexuellen Inhalt und romantischem Kern ist. Wir bewegen uns auf dem Gebiet der romantischen Komödie, aber wir bauen immer wieder überraschende Wendungen ein. So bleiben wir frisch und lebendig.”

Ein maßgebliches Element, dass die Story natürlich und lebhaft bleibt, ist die Dynamik zwischen Ally und ihrem neuen Nachbarn Colin, den Chris Evans spielt. Auf der Flucht vor einer Frau, die er am Abend zuvor mit nach Hause gebracht hat, kommt er Ally zu Hilfe, die ihrerseits einen betrunkenen nächtlichen Irrtum loszuwerden versucht. Ally und Colin verstehe sich auf Anhieb. Und obwohl Ally ihren romantischen Blick ausschließlich in die Vergangenheit richtet, findet sie in Colin einen neuen Freund und Verbündeten. „Ally und Colin tun einander gut, obwohl sie nicht füreinander leben”, sagt Evans. „Sie helfen sich gegenseitig, bessere Versionen von sich selbst zu werden, brauchen einander jedoch nicht um zu existieren.”

Faris und Evans ergänzen sich als Paar wunderbar. Evans spielt den bodenständigen, geerdeten Typen, während Faris für die Leichtigkeit, den manchmal derben Humor und die komischen Überraschungen zuständig ist. „Wenn Ally und Colin sich zum ersten Mal treffen, herrscht zwischen ihnen eine gespannte Stimmung”, erklärt Faris. „Ally ist über Colin empört, weil sie dauernd Frauen aus seiner Wohnung kommen und gehen sieht. Sie hält ihn für eine männliche Hure. Ally will von ihrem Leben viel mehr, ist entsetzt darüber, dass jemand so locker vor sich hin lebt – wahrscheinlich ist sie einfach eifersüchtig. Ganz langsam aber lernen die beiden einander zu verstehen.”

„Colin stammt aus einer Familie von Polizisten, er ist gut darin, die dunklen Geheimnisse anderer Leute aufzuspüren”, fügt Evans hinzu. „Darum bittet ihn Ally um Hilfe. Außerdem ist er ein Frauenheld und ein typisches Alphatier. Er ist ein netter Kerl, aber nicht unbedingt ehetauglich. Allmählich jedoch wird Colin klar, dass Ally die richtige Frau für ihn ist – und das lässt ihn sich öffnen.”

Die Ausführende Produzentin Nan Morales bestätigt, dass Allys und Colins erstes Treffen wahrlich nicht vielversprechend ist. „Als sie ihm das erste Mal über den Weg läuft, wird das Publikum aufschreien: ‘Nein, Ally, nein!’ Es ist genauso wie ihre Freunde beschreiben. Ihr Urteil: ‘Mit diesem Kerl willst du nicht ausgehen. Er ist gefährlich, er ist sexy, er wird dich reinlegen.’ Aber so ist Colin; und er macht daraus auch keinen Hehl. Das ist eine Lektion, die Ally noch lernen muss; sie muss endlich erkennen wer sie ist und das auch akzeptieren. Nur so wird sie mit ihrem Leben zu Recht kommen und sich weiterentwickeln.”

„Ally und Colin sind in vielerlei Art und Weise verschieden”, sagt Mylod, „aber ihr Humor eint sie. Ich glaube, dies ist in vielen Beziehungen so. Obendrein eint die beiden die Tatsache, dass sie im Wesentlichen dieselben Grundwerte vertreten.”

Neben Faris und Evans ist Ari Graynor in einer weiteren Hauptrolle zu sehen, die bereits am Broadway aufgetreten ist und in komischen Rollen in Filmen wie NICK AND NORAH’S INFINITE PLAYLIST („Nick & Norah –Soundtrack einer Nacht”, 2008) überzeugt hat. Demnächst wird sie in der 20th-Century-Fox-Komödie THE SITTER (2012) auf der Leinwand zu bewundern sein. Graynor spielt in DER PERFEKTE EX Daisy Darling, Allys fast perfekte kleine Schwester. Ari Graynor dazu: „Daisy ist immer anständig geblieben, hat stets das Richtige getan und den korrekten Pfad beschritten. Sie hat in ihrem Leben nie einen großen Fehler begangen. Ally ist dagegen ein wenig exzentrischer als sie, besitzt ihren eigenen Kopf und ihren eigenen Willen. Aber trotz all dieser Unterschiede kommen Daisy und Ally gut miteinander aus und sind verwandte Seelen.”

Ava, die Mutter der Schwestern, wird von Blythe Danner gespielt. Die vielfach ausgezeichnete Darstellerin, die auf der Bühne, beim Fernsehen und im Kino schon in zahlreichen unvergesslichen Parts zu sehen war, genoss es sehr, Ava zu verkörpern. „Ava ist eine grobe Person, voller Vorurteile und sehr streng mit Ally”, weiß Danner. „Sie ist keine einfache Mutter. Aber dann stellt sich heraus, dass sie ein größeres Herz besitzt als zunächst angenommen. Sie ist vielleicht etwas überzeichnet, aber ich glaube, dass alle Eltern sie verstehen.”

DER PERFEKTE EX wurde im Spätfrühling/Frühsommer 2010 im historischen und romantischen Boston gedreht, wo die Geschichte auch angesiedelt ist. Zusätzliche Dreharbeiten fanden im am Meer gelegenen Gloucester auf Cape Ann in Massachusetts statt.

Allys Appartement spiegelt ihre (chaotische) Persönlichkeit wider – es ist in verschiedensten modernen Stilen eingerichtet. Produktionsdesigner Jon Billington sieht WHAT’S YOUR NUMBER? als Geschichte einer Frau, die nicht genau weiß, wer sie ist: „Sie ist an einem Punkt ihres Lebens angekommen, an dem sie sich von ihrer Mutter freimachen möchte und ich habe versucht, dies mittels der Ausstattung ihrer Wohnung zu verdeutlichen. Bei Ally finden sich die verschiedensten Sachen. Dinge aus ihrer Kindheit stehen neben Anschaffungen aktuelleren Datums. Wichtig war auch, Allys Verbindung zu Boston zu verdeutlichen. Man hat das Gefühl, dass wenn man die Hand aus ihrem Fenster streckt, man den Rest der Stadt berühren kann.”

„Dennoch hat Ally die Stadt nicht wirklich „im Griff“”, merkt die Ausführende Produzentin Nan Morales dazu an. „Metaphorisch gesprochen sagt das viel über Ally aus. Sie passt nicht ganz rein.” Noch nicht zumindest…

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