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Der Passagier

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Kurztext:

      Ein ganz normaler Linienstreckenflug in ein südlich gelegenes Urlaubsparadies. Die Passagiere freuen sich auf ihren Urlaub, die Crew macht ihren Job, die Stimmung ist entspannt. Plötzlich jedoch beginnt einer der Fluggäste auszurasten und droht, alle umzubringen. Panik macht sich breit, die Besatzung greift zu Notfallmaßnahmen und fesselt den verwirrten Mann. Der jedoch hört nicht auf zu schreien. Die Passagiere werden immer gereizter, das Bordpersonal ebenso. Und so langsam entwickelt sich inmitten des Chaos eine gefährliche Atmosphäre. Als Interview-Situation mit Rückblicken bereiten Marcus Richardt als Regisseur und Thomas Grabowsky als Autor ihren Kurzspielfilm auf. Durch das Hin und Her zwischen ruhiger und gefasster Gesprächssituation auf der einen und der zunehmend unruhiger werdenden Stimmung im Flugzeug auf der anderen Seite gelingt ihm dabei ein sich stetig erhöhendes Maß an Spannung und Beklemmung. Diese kulminiert in einem Akt der unnötigen Gewalt und lässt den Zuschauer mit Ambivalenz und Fassungslosigkeit zurück. Eine exzellent durchdachte Psychostudie einer Extremsituation.

      Gutachten:

      In der klaustrophobischen Atmosphäre der vollbesetzten Passagierkabine eines Flugzeugs gerät hier eine Situation grotesk aus den Fugen. Nachdem einer der Passagiere durchdreht und alle anderen mit dem Tod bedroht, wird er zwar vom Bordpersonal überwältigt und fixiert, sodass durch ihn objektiv keine Gefahr mehr besteht. Aber die anderen Passagiere werden von ihrer Angst und ihren Aggressionen so getrieben, dass durch die Reaktionen schließlich eine wirklich bedrohliche Lage entsteht. Regisseur Marcus Richardt und sein Co-Autor Thomas Grabowsky beherrschen die Steigerungsdramaturgie hier so souverän, dass ihr 16minütiger Film extrem spannend wirkt. Es gelingt ihnen, die innere Logik des gruppendynamischen Prozesses präzise darzustellen, sodass der Zuschauer bei jeder Figur nachvollziehen kann, was deren Motivation ist und wie er oder sie sich in den jeweiligen, immer extremer werdenden Gemütszustand hineinsteigern konnte. So wird die Gruppe zum gefährlichen Monster dieses Films.
      Dramaturgisch geschickt gesetzt sind auch die Interviewpassagen mit den einzelnen Figuren, die die Situation von einem späteren Zeitpunkt heraus kommentieren und so zum einen ihren individuellen Blickwinkel noch deutlicher machen, zum anderen aber auch mit Sätzen wie „Keiner konnte vorhersagen, dass …“ die Spannung noch erhöhen. Auch dass alle Darsteller geschickt gecastet sind und ihre Figuren durchweg glaubwürdig verkörpern, macht diesen Kurzfilm zu einem auf allen Ebenen gelungenen Thriller, der allerdings wohl nie im Bordkino eines Verkehrsflugzeugs gezeigt werden dürfte.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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