Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um zwei Männer, die der plötzliche Tod ihrer Herzensdame - Ehefrau des einen, heimliche Geliebte des anderen - zusammenführt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Novembermann: TV-Drama um zwei Männer, die der plötzliche Tod ihrer Herzensdame - Ehefrau des einen, heimliche Geliebte des anderen - zusammenführt.

    Ein wunderbarer Film und eine außerordentlich kluge Geschichte über zwei Rivalen, die lange nicht voneinander wussten und am Ende Verbündete werden.

    Wie jedes Jahr bricht Pfarrersgattin Lena Drömer (Barbara Auer) am 1. November zum vierwöchigen Tocsana-Urlaub bei ihrer Freundin auf. Ein Tag später erscheint die Polizei bei Pfarrer Drömer (Burghart Klaußner), seine Gattin ist bei einem Busunglück ums Leben gekommen, allerdings kurz hinter Bremen. Unter ihren Habseligkeiten befindet sich ein Schlüsselbund mit einer Sylter Adresse. Drömer bricht unverrichteter Dinge zur Nordsee auf und landet im Haus eines blinden Musiklehrers (Götz George).

    Bereits die Ausgangssituation der Geschichte von Autor Magnus Vattrodt steckt voller Spannung und noch mehr Tragik. Wie sie aber weitergesponnen wird in der Begegnung der beiden Männer, die die selbe Frau liebten - der eine darauf wartend, sie möge bald kommen, der andere mit der Erkenntnis, dass er zehn Jahre lang jeden November betrogen wurde - ist phänomenal. Ständig wechseln Höhen und Tiefen im Mit- und Gegeneinander dieser beiden grundverschiedenen Charaktere. Der Blinde öffnet dem Sehenden die Augen für das, was falsch läuft in seinem Leben. Der Pfarrer wiederum gibt seine wahre Identität nicht preis und versetzt durch seinen Wissensvorsprung dem mental stärkeren Pianisten immer wieder emotionale Dämpfer.

    Jobst Oetzmanns Inszenierung ist perfekt austariert, nuancenreich erzählt er die permanente Verschiebung der Machtverhältnisse. Klaußner und George spielen die beiden Widersacher, die sich peu à peu näher kommen auf höchstem Niveau - Georges Schnoddrigkeit passt hervorragend zu seiner Rolle. Den beiden Granden steht Bernadette Heerwagen als Pfarrerstochter Susanne in nichts nach - sie ist vielleicht die tragischste Figur der Geschichte: ständig bietet sie dem Vater ihre Hilfe an, doch der will davon nichts wissen und sieht nicht, dass sie nur versucht, ihrer eigenen (Ehe-)Hölle zu entfliehen. fra.

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