Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um einen Mediziner, der als DDR-Mauerschütze den Ehemann einer schwangeren jungen Frau erschoss, die er nach nunmehr 20 Jahren aufsucht, um sein Gewissen zu erleichtern ...

Als NVA-Soldat hatte Stefan Kortmann an der Mauer einen Mann erschossen. Jahre später treiben ihn seine Schuldgefühle dazu, sich der Frau des Toten zu stellen. Er lässt seinen Job als Arzt auf einer Krebsstation ruhen und sucht - unfreiwillig begleitet von einem jungen Patienten - Silke Strelow auf. Doch bevor er sich offenbaren kann, verliebt er sich in sie.

Bilderstrecke starten(21 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Der Mauerschütze

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Der Mauerschütze: TV-Drama um einen Mediziner, der als DDR-Mauerschütze den Ehemann einer schwangeren jungen Frau erschoss, die er nach nunmehr 20 Jahren aufsucht, um sein Gewissen zu erleichtern ...

    Längst überfällige fiktionale Behandlung dieses Themas mit eindrucksvollen Schauspielern wie Benno Fürmann und Annika Kuhl sowie den Jungmimen Lotte Flack und Max Hegewald.

    „Die Mauerschützen haben Schicksal gespielt, waren Herrscher über Leben und Tod“, fasst Hermann Kirchmann zusammen. Ein Bewusstsein für ihre Schuld zeigten die meisten nicht, stattdessen herrsche Verdrängung vor. Dieser ernüchternden Realität wollte der Autor und Produzent mit dem Film „Der Mauerschütze“ etwas entgegensetzen: Als NVA-Soldat hatte Stefan Kortmann (Benno Fürmann) an der Mauer einen Mann erschossen. Jahre später treiben ihn seine Schuldgefühle dazu, sich Silke Strelow (Annika Kuhl), der Frau des Toten, zu stellen. Er lässt seinen Job als Arzt auf einer Krebsstation ruhen und sucht sie - unfreiwillig begleitet durch einen jungen Patienten (Max Hegewald) - auf. Die Witwe lebt mit ihrer Tochter (Lotte Flack) als Fischerin auf der Ostseeinsel Usedom. Doch bevor Stefan sich offenbaren kann, verliebt er sich in sie und verschiebt sein Geständnis, bis es beinahe zu spät ist.

    Mauerschützen kamen in Filmen wie z.B. einem „Tatort“ am Rande vor, die eingehende fiktionale Behandlung des Themas ist jedoch überfällig, wenn man bedenkt, dass mindestens 421 Menschen an der innerdeutschen Grenze ums Leben kamen. Der Regisseur Jan Ruzicka geht in seinem bislang persönlichsten Film behutsam vor, zeigt Facetten von Schuld und Unschuld auf, ohne abschließend zu werten. Visuell ist es wohltuend, dass der Enge und der Beklemmung, die mit dem Thema einhergehen, Bilder der Weite und des Meeres gegenübergestellt werden. Auch die Schauspieler überzeugen. Benno Fürmann verkörpert den Mauerschützen, der bei seinem Wunsch nach Vergebung neue Wunden aufreißt, eindringlich; Annika Kuhl vermittelt als Witwe Trauer und Tatkraft zugleich. Die Nachwuchsdarsteller Lotte Flack und Max Hegewald empfehlen sich mit beeindruckenden Leistungen für größere Aufgaben. Allerdings scheinen Hermann Kirchmann und seine Co-Autoren Scarlett Kleint und Alfred Roesler-Kleint ihrer Geschichte nicht genügend vertraut zu haben, denn die Nebenhandlung um den krebskranken Patienten fordert all zu aufdringlich das Mitgefühl der Zuschauer ein. sw.

Kommentare