Der Mann im Strom (2005)

Der Mann im Strom Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Mann im Strom: TV-Remake des gleichnamigen Hans-Albers-Films von 1958, diesmal mit Jan Fedder in der Titelrolle des alternden Tauchers in Existenz- und Gewissensnöten.

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Kritikerrezensionen

  • Hans Albers durfte als “Mann im Strom” ein Happy End erleben; Niki Steins Film hält sich nicht nur in diesem Punkt enger an die Romanvorlage von Siegried Lenz.

    Jan Hinrichs gehört zum alten Eisen: Jenseits der fünfzig ist er in dem gefährlichen Job des Hafentauchers ein Risiko für sich und andere. Aber Hinrichs will sich noch nicht ausmustern lassen, fälscht seine Papiere und leistet prompt vorbildliche Arbeit. Als der Schwindel auffliegt, wird er trotzdem gefeuert. In der Verfilmung mit Hans Albers (1958) wurde das Grundgerüst des sozialkritischen Romans “Der Mann im Strom” von Siegfried Lenz ein gemütliches Vehikel für Hans Albers; angesichts seiner glorreichen Taten ist das Delikt rasch vernachlässigt. Lothar Kurzawas Adaption des Romans ist da von ganz anderem Kaliber. Fast schon spröde begleitet Regisseur Niki Stein seinen Antihelden (Jan Fedder) durch ein freudloses Dasein. Der Witwer ist Vater eines kleinen Sohns und einer beinahe erwachsenen Tochter, die zu allem Überfluss auch noch schwanger ist. Ihr Freund ist ein kleinkrimineller Nichtsnutz, den Hinrichs aus dem Haus jagt. Stein zeigt Hamburg zudem von seinen ungemütlichsten Seiten. Parks und Unterführungen sind bevölkert von Arbeits- und Obdachlosen, der allgemeine Umgangston ist gereizt bis aggressiv, Meinungsverschiedenheiten münden zwangsläufig in Handgreiflichkeiten. Kurzawa hat Lenz’ Roman konsequent von all jenen gesellschaftskritischen Aspekten befreit, die allzu sehr seiner Entstehungszeit verhaftet waren; das Grundgerüst des Buches hingegen ist überraschend aktuell. Fedder, in der ARD-Vorabendserie “Großstadtrevier” ein eher schnoddriger Typ, spielt den Taucher mit viel Würde. Nicht minder markant ist Peter Kurth als Hinrichs’ stoischer Freund. Eine echte Entdeckung ist Lea Draeger (Hinrichs’ Tochter) in ihrer ersten Filmhauptrolle. Die Darsteller profitieren nicht zuletzt von Arthur W. Ahrweilers Bildgestaltung: Die Handkamera ist stets ganz nah an den Figuren, was die Wirklichkeitsnähe des Films ebenso verstärkt wie Steins besonnene Erzählweise. tpg.

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