Filmhandlung und Hintergrund

Fernsehfilm um das Auseinanderdriften eines Ehepaares, ausgelöst durch den beruflichen Aufstieg der Frau bei gleichzeitigem Jobverlust des Mannes.

Frauen machen Karriere, Männer bleiben daheim: Das findet Max, arbeitsloser Tischler, doof. Zu dumm, dass Gattin Eva gerade jetzt als Unternehmensberaterin der große Wurf gelingt; sie wird sogar ins Management befördert. Damit Max nichts merkt, fährt sie weiter mit klapprigem Cabrio und Second-Hand-Klamotten zur Arbeit, um unterwegs Auto und Outfit zu wechseln. Als Max ihr am Hochzeitstag folgt, wittert er prompt Verrat; und eine Affäre noch dazu.

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    Kritikerrezensionen

    • Der Mann an ihrer Seite: Fernsehfilm um das Auseinanderdriften eines Ehepaares, ausgelöst durch den beruflichen Aufstieg der Frau bei gleichzeitigem Jobverlust des Mannes.

      Es kann die Beste nicht Karriere machen, wenn’s dem frustrierten Gatten nicht gefällt: Weil Max seinen Job als Tischler verloren hat und möglichen Alternativen am Fließband ein Dasein als Lebenskünstler vorzieht, hat Eva nun ein Problem. Bislang war sie bloß Assistentin, aber nun könnte sie selbst ins Management einer Unternehmensberaterin aufsteigen. Max denkt da jedoch eher konservativ. Frauen machen Karriere, Männer bleiben daheim? Das findet er doof. Also fährt Eva weiter mit ihrem klapprigen Cabrio und ihren Second-Hand-Klamotten zur Arbeit, um dann unterwegs Auto und Outfit zu wechseln. Als Max ihr am Hochzeitstag folgt und die Wandlung vom Aschenputtel zur Managerin mit ansieht, wittert er prompt Verrat; und eine Affäre noch dazu.

      Das Prinzip der Geschichte mag ja eher schlicht sein, zumal Evas bodenständige Weisheiten („Werde, der du bist“) schwer nach Lebenshilfe aus dem Bahnhofsbuchhandel klingen. Wäre dies eine romantische Komödie etwa von Sat.1, man wäre zwar erfreut, jedoch nicht überrascht. Als Auftragsproduktion von ARD-Tochter Degeto aber ist der Film ein echtes Kleinod; schließlich tummeln sich am Freitagabend in der Regel Damen wie Christiane Hörbiger oder Thekla Carola Wied; gemessen an deren reifem Alter ist Stefanie Stappenbeck der reinste Springinsfeld. Drehbuch (Edda Leesch) und Regie (Matthias Tiefenbacher) sorgen dafür, dass sich die zwischendurch auch ein bisschen dramatische Romanze richtig jung anfühlt; sieht man mal davon ab, dass man Oliver Mommsen zwar den Handwerker, nicht aber unbedingt seine konservative Haltung abnimmt.

      Doch der Film lebt ohnehin von seiner Vielschichtigkeit. Der Alltag am Arbeitsplatz und Evas Karriere sind zunächst fast noch wichtiger als die ehelichen Probleme. Auch wenn Stefanie Stappenbeck ein bisschen zu sehr die Unschuld vom Lande betont und die Idee vom Aufstieg eines Wesens mit reinem Herzen, das frischen Wind ins Unternehmen bringt, nicht neu ist: Sie spielt das sehr hübsch. Allerdings profitieren gerade die Büroszenen auch von einem vortrefflichen Ensemble: Elena Uhlig ist fast verschwendet an die Rolle von Evas bester Freundin, hat aber dafür die besten Dialogzeilen. Autorin Leesch selbst spielt die Bürohexe, eine frustrierte Assistentin, deren Chefs ihre Einfälle seit Jahren als eigene Ideen ausgeben.

      Gekrönt werden die liebevollen Details des Drehbuchs durch eine angemessene Inszenierung, die gerade für die „runnings gags“ das richtige Tempo findet: Ein Schnösel schnappt Eva permanent den Parkplatz weg, das Ehepaar trifft sich immer wieder auf dem Heimweg an einer Kreuzung, wobei die Stimmung kontinuierlich schlechter wird, und Max baut seine Wut regelmäßig mit Holzhacken ab; selbst im strömenden Regen. Hübsch sind auch Evas verschiedene Visionen, bei denen sie mal den Gatten in der Wanne ertränkt oder sich die Zuhörer bei ihrem Rede-Debüt, einem alten Trick gehorchend, in Unterwäsche vorstellt. tpg.

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