Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um das Wiedersehen dreier Alt-68er nach 30 Jahren und vielen persönlichen Veränderungen.

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Kritikerrezensionen

  • Der letzte Tanz: TV-Drama um das Wiedersehen dreier Alt-68er nach 30 Jahren und vielen persönlichen Veränderungen.

    Franziska Walser, Peter Sattmann und Hans Uwe Bauer lassen eine Ménage à trois aus Studenten-WG-Zeiten wieder aufleben. Doch ein dreißig Jahre lang gehütetes Geheimnis steht zwischen ihnen.

    Freie Liebe, freier Sex, das war in wilden Studenten-Zeiten ihr Motto. Jetzt treffen sich Dieter (Peter Sattmann), Willi (Hans Uwe Bauer) und Anna (Franziska Walser) an der Nordsee wieder. Während Dieter sich als Tierpharmazeut erfolgreich etabliert hat, ist Willi ein Revoluzzer geblieben. Anna hat das Hotel ihrer Eltern übernommen und führt ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben. Die alten Gefühle wallen wieder auf, die Zeit scheint still zu stehen. Plötzlich konkurrieren beide Männer erneut um die sinnliche und selbstbewußte Anna. Doch ihr Herz schlägt für den „Klassenfeind“ (Willi über Dieter). Gefühle lassen sich eben nicht politisieren. Und als nach drei Jahrzehnten auch noch Geheimnisse ans Licht drängen, gerät das Dreiecksverhältnis aus den Fugen.

    Auch wenn die Ideale und Phrasen der 68-er-Bewegung in dem Drehbuch des Gespanns Barbara Engelke und Bele Nord eine wichtige Rolle spielen, ist „Der letzte Tanz“ kein Themenfilm, sondern eher ein stimmungsvolles Drama. Der Regisseur Jan Ruzicka setzt vor allem auf die Kraft seiner Schauspieler. Franziska Walser füllt die Rolle der Anna gekonnt aus, Peter Sattmann hat man lange nicht so gut gesehen und Hans Uwe Bauer ist eine echte Überraschung. Ihre Leistungen werden gestützt durch die urig gezeigte Landschaft (die Nordsee ist mal wieder Mordsee) und die Musik der 68-er, die Ruzicka punktgenau platziert. Hier zahlt sich aus, dass sich der Regisseur für diesen Film mit Marcel Peragine einen Editor suchte, der diese Zeit und die damaligen Bands aus eigener Anschauung sehr gut kennt. Neben Klassikern wie „The Times Are A-Changing“ untermalen deshalb auch kleine Musik-Perlen die Handlung. Kleiner Zufall am Rande: Franziska Walser und Peter Sattmann haben in den 70-ern Jahren im selben Ensemble gespielt, kennen sich also auch in Wirklichkeit schon seit dreißig Jahren. sw.

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