Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Filme
  3. Der König der Löwen
  4. News
  5. Skandale und Kotztüten: Bei diesen Filmen sind Zuschauer aus dem Kino geflohen

Skandale und Kotztüten: Bei diesen Filmen sind Zuschauer aus dem Kino geflohen

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Der König der Löwen Poster
© Warner

Qualität liegt im Auge des Betrachters, denn wo manche ein Meisterwerk sehen, wählen andere die Abstimmung mit den Füßen. Einige Filme, die inzwischen als Klassiker der Kinogeschichte gelten, sorgten zu ihrer Zeit für große Skandale und wieder andere zwangen die Zuschauer auf andere Art dazu auf, den Kinosaal zu verlassen. Denn offensichtlich sind nicht alle Mägen für jeden Film geeignet. Wir stellen euch acht Filme vor, bei denen Kinogänger aus verschiedenen Gründen die Flucht antraten.

8 Filme, bei denen Zuschauer aus dem Kino gerannt sind

127 Hours (2010)

Die berühmte Szene, in der sich der gefangene Aron Ralston (James Franco) den Arm abtrennt, um fliehen zu können, sorgte bei einigen für die erwartbare Reaktion. Die graphische Darstellung war für so manchen im Publikum zu viel, weswegen Ohnmachtsanfälle und Erbrechen die Folge waren. Die Originalaufnahme soll übrigens noch um einiges schlimmer sein, aber glücklicherweise bleibt uns die erspart.

Der Exorzist (1973)

Für das damalige Publikum war die obszöne Teufelsaustreibung ein Kulturschock, weswegen sie in Scharen die Kinos verließen. Dies schadete dem Erfolg des Horrorklassikers jedoch nicht - im Gegenteil. Bald umwehte „Der Exorzist“ der verlockende Hauch einer Mutprobe, der man sich natürlich stellen wollte.

Cloverfield (2008)

Die unangenehmen Auswirkungen von Motion Sickness sind inzwischen gut dokumentiert, weswegen davor in der Regel ausgiebig gewarnt wird. Dies war bei „Cloverfield“ zu Beginn jedoch nicht der Fall und einige mussten erkennen, dass ihre Mägen für die wackelige Kameraführung nicht geschaffen war. In der Folge übergaben sich Zuschauer noch in den Kinosälen und entsprechende Warnhinweise für den Found-Footage-Film folgten.

Irreversibel (2002)

2002 ging „Irreversibel“ bei den Filmfestspielen in Cannes an den Start und sorgte für einen Skandal. Die explizite Gewaltdarstellung und besonders die unerträgliche Vergewaltigungsszene veranlassten 200 der 2.400 Zuschauer dazu, den Saal zu verlassen. Die Verbliebenen gaben durch laute Protestrufe ihrem Unmut eine Stimme.

Der König der Löwen (1994)

Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass „Der König der Löwen“ seinerzeit für Empörung bei so manchen Eltern sorgte. Diese sahen den Disney-Film als schlicht zu brutal für Kinder an und das Werk selbst galt bei einigen als Bruch mit der Tradition aus kindgerechter Unterhaltung.

The Tree of Life (2011)

Die bildgewaltige, unkonventionelle Erzählweise von „Tree of Life“ ist sicherlich nichts für jedermann. Das mussten auch Kinobetreiber in den USA feststellen, denn dort forderte so mancher unzufriedene Zuschauer sein Geld zurück. Es stellten sich sogar einzelne Personen mit Schildern vor die Kinos und warnten Interessierte, sich vor der Sichtung ausgiebig über den Film zu informieren. Manche Kinos führten außerdem eine Geld-zurück-Garantie ein, sofern man innerhalb von 30 Minuten nach Beginn den Saal verließ.

The Walk (2015)

Hier waren wiederum eher körperliche Gründe für die Flucht der Zuschauer verantwortlich. Dass man bei Höhenangst lieber nicht in einen Film geht, in dem ein Artist über ein dünnes Drahtseil zwischen den Twin Towers entlang spaziert, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Dennoch unterschätzten viele die Wirkung von „The Walk“, was sie mit einem Gang aus dem Kinosaal korrigieren mussten.

Die 120 Tage von Sodom (1975)

 

Dieses Machwerk von Pier Paolo Pasolini sorgt bis heute für hitzige Diskussionen, da man es weiterhin nicht eindeutig in der Filmgeschichte verordnen kann. Ist es nun ein verkanntes Meisterwerk oder doch moralisch nicht akzeptabel? „Dank“ seiner deutlichen Visualisierung von Mord und Vergewaltigung sorgte es allerdings in Deutschland bei seiner Veröffentlichung für einen Tabubruch. Christliche Bürgerinitiativen stellten Strafanzeige, die Polizei verbot Vorführungen und diejenigen, die „Die 120 Tage von Sodom“ doch zu Gesicht bekamen, verließen oftmals Hals über Kopf das Kino.

News und Stories