Filmhandlung und Hintergrund

Nonsens-Komödie um einen verurteilten Banker, der sich mit Hilfe seines Autowäschers für die Zeit im Knast fit machen will.

James King ist nicht nur reich, er ist superreich. Damit kann er zwar ein Leben führen, wovon andere nur träumen. Doch wegen angeblichen Betruges wird er zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Um sich darauf vorzubereiten, bittet er Darnell Lewis, der in seiner Firma als Autowäscher arbeitet, und den er, nur weil er schwarz ist für einen Exknacki hält, ihm einen Crashkurs in Knastgepflogenheiten zu geben. Dieser ist ehrlicher Familienvater, braucht aber das Geld und nimmt an.

Ein verurteilter Banker will sich mit Hilfe seines Autowäschers für die Zeit im Knast fit machen. Nonsens-Komödie, in der sich die Top-Comedians Will Ferrell und Kevin Hart lässig die Bälle zuspielen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Will Ferrell ("Anchorman") und Kevin Hart ("Ride Along"): Unterschiedlicher könnte das Humorverständnis dieser beiden Krawallkomiker auf den ersten Blick kaum sein. Wenngleich beide Akteure sich nichts in Sachen Banalität nehmen lassen, so orientiert sich Ferrell doch wesentlich drastischer an den Erfolgsmechanismen des typischen Ferrelly-Humors, basierend auf halbgaren Kalauern, viel Slapstick und körperbetonten Gags.

      Der ehemalige Stand-Up-Comedian Kevin Hart hingegen setzt vornehmlich auf die Alltagsbeobachtung, um aus der Situation heraus möglichst viele Lacher zu generieren. Wenn Regisseur Etan Cohen (schrieb u.a. das Skript für "Tropic Thunder") nun diese beiden, vollkommen unterschiedlichen Blödelbarden als Hauptfiguren in einer Komödie besetzt, können in der Theorie zwei Dinge passieren: Entweder harmonieren die beiden Akteure - oder sie kollidieren. In "Der Knastcoach" profitiert der Filmemacher dankenswerterweise sehr von den grundverschiedenen Männertypen; sein Film ist eine ansehnliche Gagparade, immer haarscharf an der Geschmacksgrenze, doch dank der Figuren so liebenswert wie möglich.

      Da Hauptfigur James King schon oft davon gehört hat, dass er als Weißer im Knast wie prädestiniert dafür ist, um für seine schwarzen Mithäftlinge als "Bitch" herzuhalten, sucht er sich Hilfe bei Darnell, den er – ebenso basierend auf seinen naiven Vorurteilen – für einen ehemaligen Gefangenen hält. Diese Ausgangslage birgt genug Spielraum für diverse Sketche über Schwarze, Schwule und Schwänze – Cohen liefert das genauso, wie es die Zielgruppe wünscht. Doch anders als es zuletzt Filme wie "Hot Tub Time Machine 2" in ihrer dummdreist diskriminierenden Art übertrieben, so weiß Cohen seinen "Knastcoach" immerhin realistisch einzuschätzen. Auch wenn nicht jede Pointe ihr formidables Ende findet, so ist das Drehbuch voll von augenzwinkernden Unterwanderungen des Gefängnisfilmes, sodass sich die etwaig schwulenfeindlichen Gags in vielen Fällen entkräften lassen. "Der Knastcoach" ist alles andere als braver Humor; doch den notwendigen Respekt gegenüber diverser Charaktere legt das Drehbuch dennoch an den Tag.

      Woran es hingegen krankt, ist nicht etwa die hohe Gagdichte, sondern die Dramaturgie. Während sich die Szenen, in welchen Darnell James‘ Anwesen in einen Knast umbaut und ihn vermeintlich realitätsnah auf den Gefängnisalltag vorbereitet, als echte Highlights entpuppen, verliert der Film im letzten Drittel fast seine vollständige Dynamik. Hauptverantwortlich hieran ist der viel zu spät eingeführte Subplot um die Ermittlungen, wer anstatt James die ihm zu Last gelegte Straftat begangen hat. So büßt "Der Knastcoach" gerade im Schlussakt viel an noch vorhandenem Potenzial ein, doch das einmalige Seherlebnis ist dem komödienaffinen Filmliebhaber dennoch gesichtert; auch deshalb, weil sich die Macher mit ihrer Idee tatsächlich in der Nähe der Innovation aufhalten.

      Fazit: "Der Knastcoach" hantiert humoristisch scharf an der Grenze zur Political Correctness und bietet seine Gags dennoch mit solch einem Augenzwinkern dar, dass man es insbesondere dem hervorragend aufeinander abgestimmten Hauptdarstellerduo nicht verübeln kann, hier mitgewirkt zu haben. Kann man machen!
    2. Der Knastcoach: Nonsens-Komödie um einen verurteilten Banker, der sich mit Hilfe seines Autowäschers für die Zeit im Knast fit machen will.

      In der kruden Nonsens-Komödie malträtieren Will Ferrell und Kevin Hart die Regeln des guten Geschmacks.

      Erdacht haben sich die in Unflätigkeit, Absurditäten und politischer Unkorrektheit suhlende Farce „Men In Black 3“-Drehbuchautor Etan Cohen zusammen mit Jay Martel und Ian Roberts, Autoren der „Key & Peele“ -Sketchserie. Cohen liefert mit „Der Knastcoach“ zugleich sein Regiedebüt, wobei sich der Eindruck aufdrängt, dass er seine beiden Stars zeitweise außer Rand und Band agieren lässt. Sie stürzen sich pausenlos von einem Gag zum nächsten mit mittelprächtigfer Trefferquote. Ohne Rücksicht auf Verluste werden vorrangig Rassen-, Klassen- und (homosexuelle) Sexualstereotype ins Visier genommen, teils aber auch fortgeführt. Eindeutig verfügen Ferrell und Hart über gute komische Chemie, was sich ganz besonders im letzten Drittel offenbart, doch zu wenig ausgereizt wird.

      Ferrell spielt Investmentbanker James King, der alles hat, was das Herz eines elitären Schnösels begehrt: Erfolg, Geld, Luxus und er ist mit der hübschen Tochter seines Bosses verlobt. Doch Kings Wohlstands-Blase platzt jäh, als ihm (zu Unrecht) Betrug und Veruntreuung vorgeworfen werden. Er wird zu zehn Jahren Haft im Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Die Strafe muss er in einem Monat antreten. Er will die Zeit nutzen, um sich vorzubereiten und heuert seinen schwarzen Autowäscher Darnell Lewis (Hart) an, damit der ihn mit den Gepflogenheiten im Knast vertraut macht und ihn entsprechend abhärtet. Denn King hält Lewis aufgrund seiner Hautfarbe für einen Gangster. Dabei ist Lewis fleißiger Familienvater, der sich nur aus Geldproblemen auf das Arrangement einlässt. Zusammen erleben sie eine Reihe von absurd-skurrilen Situationen. Diese umfassen u.a. die Umfunktionierung von Kings Villa in ein Gefängnis, Spontan-Prügeleien mit Fremden im Park, Erlernen von Oralsex in einer Schwulenbar, und Versuche bei einem rassistischen Redneck-Rocker-Verein und einer schwarzen Gangster-Gang aufgenommen zu werden. Wiederholt werden Vergewaltigungswitze und groteske Obszönitäten zur Belustigung aufgefahren, beispielsweise wenn Ferrell (einmal mehr) mit beachtlichem Bad-Taste-Faktor die Hüllen fallen lässt. Hart bleibt seinem hyperaktiven Stil treu und amüsiert auch ohne zu oft in die Kruditäten-Kiste zu greifen. Etwas weniger extreme Sexwitzchen und mehr smarter Sozialkommentar hätten dieser Komödie mit „Die Glücksritter“-Anleihen besser getan. Das komische Potential der Hauptdarsteller ist unbestreitbar. ara.
        1. Dümmlicher Humor, bei dem Fremdschämen angesagt ist.
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          Kino.de Redaktion  

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