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Fakten und Hintergründe zum Film "Der Ja-Sager"

Fakten und Hintergründe zum Film "Der Ja-Sager"
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Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Carl Allens Leben verläuft in ausgefahrenen Gleisen: Als Bankangestellter lehnt er Darlehensanträge ab, privat lehnt er die Einladungen seiner Freunde ab und sitzt lieber allein vor dem Fernseher. Tatsächlich hat er sich zu einem „Nein-Sager“ entwickelt.

„Ich habe mich früher genauso verhalten“, sagt Jim Carrey, der die Rolle des Carl übernimmt. „Ich kenne viele Leute, die sich in einer solchen Situation dem Leben verweigern. Ich lebe in den Vereinigten Staaten der Verweigerung. Für mich handelt dieser Film davon, dass man sich bewusst für das Leben entscheiden soll – deshalb gefiel mir das Drehbuch. Manchmal kann ein „Nein“ gleichzeitig ein „Ja“ für etwas anderes, eine wichtige Entscheidung bedeuten, der man sich öffnet. Und manchmal bedeutet ein „Nein“ einfach nur das „Ja“ für die Couch und ein paar Kartoffelchips. Man muss sich für das entscheiden, was einem liegt“, rät Carrey. „Doch in der Regel bedauern wir selten die Dinge, die wir bejahen, vielmehr schauen wir später auf das zurück, was wir abgelehnt haben, um dann zu resümieren: ,Ach, da hätte ich ein wenig mehr leben sollen.‘“

Carls Leben verändert sich unerwartet und radikal, als er eher widerwillig an einem Selbsthilfeseminar teilnehmt, das von einem „Ja“-Guru geleitet wird, der seine Anhänger animiert, öfter „Ja“ zu sagen und ein neues Leben zu beginnen. Der anfangs skeptische Carl überwindet sich und will spontaner werden, indem er nur noch „Ja“ sagt. „Carl ist ein ganz normaler Typ, der einfach nur einen Schubs braucht – genau den bekommt er während des ,Ja‘-Seminars“, stellt Regisseur Peyton Reed fest. „Dadurch gerät er zunächst aus der Bahn, aber schon bald zieht er eine positive Bilanz und investiert wieder in sein Leben.“

Reed war sofort begeistert, als er das Drehbuch nach dem Memoiren-Bestseller von Danny Wallace las. „Ich habe das Skript und dann auch Dannys Buch förmlich verschlungen und war schwer beeindruckt, weil Danny diese Philosophie eine Zeit lang wirklich selbst angewandt hat“, berichtet Reed.

Als Wallaces Freundin ihn vor Jahren sitzen ließ, brauchte er etwas Zeit, „um einfach abzuhängen, ins Jungsstadium zurückzufallen und Videogames zu spielen, also eigentlich gar nichts zu tun“, erinnert er sich. „Meine Freunde machten sich schon Sorgen. Ständig riefen sie an, sprachen auf den Anrufbeantworter, schrieben SMS und luden mich immer wieder ein, etwas zu unternehmen. All das lehnte ich rundweg ab.“

Eine zufällige Unterhaltung in einem Londoner Bus brachte Wallace auf die Idee zu seinem Buch: „Beiläufig sagte mir jemand: ,Sie sollten öfter „Ja“ sagen.‘ Das war wahrscheinlich gar nicht so ernst gemeint, aber ich fand den Rat richtig toll – als ob alle Selbsthilfe-Bücher in diesem Satz zusammengefasst worden wären. Das war der Anfang meiner ,YESkapaden‘! Auf einer Party kaufte ich einem Typ ein Auto ab, bloß weil er fragte: ,Du bist nicht zufällig an einem Wagen interessiert, oder?‘ Und ich besuchte das Konzert einer Band namens General Onion and His Shocking Castanets. Aufgrund einer clever formulierten Anzeige flog ich übers Wochenende nach Singapur. Für ein Wochenende ist das natürlich eigentlich viel zu weit!“, lacht er. „Aber ich fand’s toll. Ich sehe das so: Die große Liebe meines Lebens kann ich genauso gut auf einer doofen wie auf einer tollen Party kennen lernen. Doch wenn ich mich abschotte, werde ich es nie erfahren.“

„Die äußerst positive Einstellung der Geschichte hat mir ebenso gefallen wie die Grundidee, dass jemand sein Leben aktiv gestaltet“, sagt Reed enthusiastisch. „Auch wenn das in unserem Fall natürlich zufällig passiert. Es ist sehr komisch, wenn Carl in all diese Situationen stolpert, und mir war absolut klar, dass sich die Möglichkeiten endlos vervielfachen, wenn Jim Carrey den Carl spielt. Jims physische Präsenz, sein komisches Potenzial, katapultieren den Humor in eine ganz neue Dimension.“

„Ich fand das Konzept echt cool“, sagt Carrey. „Wenn man sich zurücklehnt und überlegt, was alles passieren kann, wenn man ,Ja‘ sagt, dann bietet das eine Menge Stoff.“

Produzent David Heyman entdeckte Wallaces Buch und stellte es dem Studio vor – er war ein großer Fan des Autors, seit er dessen erstes Buch „Join Me“ gelesen hatte. Ebenso ging es ihm mit „Yes Man“ (dt. Buchtitel: Ja): „Ich finde Danny und sein Werk äußerst anregend. Als ich ,Ja‘ las, war ich regelrecht begeistert. Es lohnt sich wirklich, darüber nachzudenken, was passiert, wenn man ,Ja‘ sagt und sich allen Eventualitäten öffnet, die das Leben für uns bereit hält – was für großartige Dinge können da geschehen?!“

Damals arbeitete Heyman gerade am aktuellsten „Harry Potter“-Film – er rief deshalb Richard Zanuck an, um den erfahrenen Filmemacher an Bord zu holen und gemeinsam mit ihm „Yes Man“ (Der Ja-Sager) zu produzieren.

Zanuck zögerte keinen Augenblick, in das Projekt einzusteigen, denn er hielt „Jim Carrey in der Titelrolle für die optimale Besetzung. Niemand könnte diese Rolle so spielen wie er“, grinst Zanuck. „Ich habe zu allem ,Ja‘ gesagt – zum Skript und zur Besetzung. Mir gefiel das gesamte Projekt – es ist so erfrischend neuartig, lebensbejahend und komisch.“

Er traf sich mit Regisseur Reed – die beiden verstanden sich auf Anhieb bestens. „Dick Zanuck hat so viele Filme gemacht, die ich als Kind gesehen habe und die mich dazu animierten, selbst Filme zu drehen“, sagt Reed. „Dazu gehören der originale ,Planet of the Apes‘ (Planet der Affen), den er als Chef der Fox verantwortete, bis zu ,The Sting‘ (Der Clou) und ,Jaws‘ (Der weiße Hai), die er produzierte: Er hat es einfach drauf!“

„Das Treffen verlief wunderbar“, erinnert sich Zanuck. „Ich bewundere Peytons Filme, er ist ein sehr zugänglicher, begabter Typ. Er hat auf jeden Fall eine große Zukunft vor sich.“

Reed arbeitete mit den Drehbuchautoren Nicholas Stoller, Jarrad Paul und Andrew Mogel zusammen und sprach sich in der Vorbereitungsphase auch mit Jim Carrey ab, um den Gehalt von Wallaces sehr britischen Memoiren auf eine in Los Angeles spielende amerikanische Story zu übertragen. „Mir lag sehr daran, eine Filmatmosphäre zu schaffen, die in der Mitte zwischen Jims Komödienrollen und seinen ernsteren Filmen angesiedelt ist“, erklärt der Regisseur. „In diesem Ambiente darf er in seiner Rolle komödiantisch richtig loslegen, wie nur er das kann, aber er verliert dabei nie ganz den Kontakt zum Boden der Tatsachen.“

Danny Wallace stammt aus Schottland und hat sich als Autor, Humorist und TV-Persönlichkeit profiliert – ihm seinerseits gelang es kaum, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, als die Filmemacher ihm vorschlugen, seine Memoiren mit Jim Carrey zu verfilmen. „Ich war ganz aus dem Häuschen, als man mich anrief und ich erfuhr, dass aus meinem Buch ein Hollywood-Film entstehen sollte. Keine Frage: Ich sagte ,Ja‘!“, grinst Wallace. „Jim Carreys Fan bin ich bereits seit der Serie ,In Living Color‘. Die Übertragung auf amerikanische Verhältnisse ist wunderbar gelungen, denn wir wollen natürlich möglichst viele Zuschauer erreichen – aber die Essenz ist hundertprozentig erhalten geblieben.“

„Was soll ich dazu sagen?“, fragt Carrey. „Ohne Danny würde es keinen ,Ja-Sager‘ geben. Der Mann hat ein Konzept entwickelt, das mir wie angegossen passt. Ich bin ständig auf der Suche nach irrwitzigen Stoffen, die aber immer auch einen Aspekt enthalten sollen, der uns zum Nachdenken anregt. Wenn die Zuschauer nach ,Der Ja-Sager‘ nach Hause gehen, fragen sie sich: ,Wie oft sage ich eigentlich „Nein“? Sollte ich nicht öfter mal „Ja“ sagen?‘“

Carrey und Reed bestätigen beide ihre Befriedigung darüber, diesmal „Ja“ gesagt zu haben.

„Die Arbeit mit Jim war spitze“, sagt Reed. „Ich kannte ihn vorher nicht persönlich, wusste aber intuitiv, dass wir aus demselben Holz geschnitzt sind – wir haben denselben Humor. Wir haben uns schon in der Vorbereitungsphase zusammengesetzt, und als wir dann zu drehen begannen, waren wir völlig auf derselben Wellenlänge und wussten ganz genau, worauf wir hinauswollten und worum es bei der Figur des Carl geht.“

Carrey bestätigt das: „Ich wusste zwar vorher, dass Peyton aus der Improvisationstradition stammt, und trotzdem war dies buchstäblich der erste Film, bei dem ich mich am Set einfach zurücklehnte und mich von jemand anderem zum Lachen bringen ließ. Seinetwegen habe ich ständig gewiehert. Es gibt bestimmte Dinge, die jeder Schauspieler einmal ausprobieren muss – die Arbeit mit Peyton Reed gehört eindeutig dazu.“

Produktion: Die Besetzung

Carls Odyssee von der Couch weg ins pralle Leben beginnt zwar offiziell, als er das „Ja“-Seminar verlässt, aber eine wirkliche Ahnung von den grenzenlosen Möglichkeiten bekommt er erst, als er nachts der faszinierenden Allison begegnet, während er seinen Benzinkanister füllt und den langen Fußweg zurück zu seinem gestrandeten Auto vor sich hat. Sie will ihn auf ihrem Motorroller mitnehmen, und natürlich sagt er „Ja“.

„Allison ist ein echter Freigeist“, sagt Schauspielerin Zooey Deschanel, die diese Rolle verkörpert. „Sie ist cool, Mitglied einer Band, sie malt und fotografiert… sie ist ebenso kreativ wie spontan. Also ist sie schon von Natur aus so, wie Carl gern sein möchte.“

Carrey beschreibt die attraktive Allison als „großes Geheimnis innerhalb eines Rätsels, das in eine Odyssee eingewickelt ist. Die Liebesgeschichte ist sehr wichtig für den Film, denn was kann man im Leben mehr bejahen als die Liebe? Wir wünschen uns also, dass es zwischen den beiden knistert. Zooey ist einfach wunderbar, sehr lieb und sehr menschlich, gleichzeitig aber auch sehr eigenwillig und ungewöhnlich.“

„Zooey ist eine umwerfende Schauspielerin und kann sehr exzentrisch wirken“, kommentiert Reed. „Ihr Energiepegel unterscheidet sich stark von Jims – dadurch ergibt sich auf der Leinwand eine sehr schöne Chemie zwischen den beiden. Außerdem ist sie sehr musikalisch, wodurch ihre Allison absolut authentisch wirkt, die ja die Lead-Sängerin einer Band ist.“

„Ja“ zum „Ja-Sager“ sagte auch Bradley Cooper als Carls bester Freund Peter, der immer wieder frustriert reagiert, weil Carl sich in den zwei Jahren seit seiner Scheidung völlig aus dem Leben zurückgezogen hat.

„Ich möchte deutlich machen, dass die beiden schon sehr lange befreundet sind“, sagt Cooper. „Und um gute Freunde bemüht man sich eben wie um all die Menschen, die einem nahe stehen. Im Film ist Peter nicht nur Carls Freund, sondern die Zuschauer sehen Carl praktisch mit Peters Augen, sie beobachten ihn und reagieren begeistert, als Carl ein wirklich außergewöhliches Verhalten an den Tag legt.“

„Bradley ist ein sehr dynamischer Typ und hat diese Energie in jede seiner Szenen eingebracht“, sagt Reed. „Wenn man Jim und Bradley zusammen erlebt, glaubt man sofort, dass sie schon sehr lange befreundet sind.“

Zu Carls Gesinnungswandel kommt es sehr plötzlich, als er seinen ehemaligen Kollegen Nick wiedertrifft, der vom Charakterdarsteller John Michael Higgins gespielt wird. Nick stellt Carl das „Ja“-Lebenskonzept vor, als sich die beiden vor der Bank begegnen.

„Nick betet den Seminar-Guru Terrence an – er ist ein völlig überzeugter Jünger“, erklärt Higgins. „Er bejaht das Leben an sich. Carl kapiert das anfangs nicht, aber wenn man wirklich zu allem ,Ja‘ sagt, dann verwandelt man sich in jemanden wie Nick, und der hat nicht alle Tassen im Schrank“, lacht der Schauspieler.

„Nick ist ein recht seltsamer Typ“, bestätigt Reed. „Er scheint nicht ganz richtig im Kopf. Er ist unglaublich enthusiastisch – hat eine Erleuchtung gehabt, als er ,Die Macht des Ja‘ entdeckte. Er drückt Carl eine Broschüre in die Hand und sagt: ,Ich sehe dir an deinen Augen an, dass du dies nötig hast.‘ Michael kann solche extremen, ausgerasteten Typen wunderbar spielen, ohne dabei die solide Basis, die menschlichen Züge zu verlieren. Es war sehr lustig, ihn in den Szenen mit Jim zu erleben, wobei Jim eher den normalen Typen spielt, während Higgins über die Stränge schlagen darf.“

Überglücklich entdeckt Nick Carl im Seminar, und sofort rückt er ihn ins Rampenlicht, damit der „Die Macht des Ja“-Schöpfer Terrence Bundley auf den zweifelnden Newcomer aufmerksam wird. Diese Schlüsselrolle übernimmt Terence Stamp.

„Die Figur, die ich spiele, beherrscht das, was man ironisch die Guru-Masche nennen kann“, grinst Stamp. „Er hat einen neuen Ansatz gefunden, mit dem er Leute zur Kasse bittet, die sich von ihm inspirieren lassen.“

„Terence Stamp hat ungeheures Charisma – immerhin ist er Terence Stamp“ sagt Reed bewundernd. „Er verfügt über eine erstaunlich tiefe, sonore Stimme, was schon die halbe Miete ist, weil sie so verführerisch klingt. In der Rolle des Terrence Bundley zählt er Carl präzise all das auf, was in dessen Leben nicht stimmt, sodass Carl ins Grübeln kommt: ,Wow, hat der Typ irgendwelche übernatürlichen Kräfte?‘ Carl fühlt sich dabei äußerst unwohl und ist entsprechend stark beeindruckt.“

Carrey freute sich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Darsteller: „Terence geht hundertprozentig in seinem Beruf auf, er ist klassisch ausgebildet, unglaublich weise, hat sehr viel erlebt. Er eröffnet der Story eine ganz neue Dimension.“

Carls neue, positive Einstellung macht Eindruck auf seinen Chef Norm in der Bankfiliale – Norm freut sich nicht nur über Carls neu erwachtes Interesse an der Arbeit, auch Norms ständige Einladungen zu Partys nimmt Carl jetzt gern an. Der aus Neuseeland stammende Schauspieler und Comedian Rhys Darby gibt sein Kinodebüt als Carls abgedrehter Boss.

„Rhys war für mich der Einzige, der als Norm infrage kam“, sagt Reed. „Er ist irre komisch!“

Dazu Carrey: „Von Rhys werden wir noch viel zu sehen bekommen. Er engagiert sich mit Haut und Haaren, und er hat genau den irren Blick eines Peter Sellers – eine faszinierende Leinwandpräsenz.“

Darby veranstaltet als Norm eine Party, die besonders der langjährige „Harry Potter“-Produzent Heyman im Gedächtnis behalten wird: „Natürlich war ich persönlich vor allem von der ,Harry Potter‘-Sequenz begeistert. Sie ist sehr liebevoll gestaltet und nicht nur ein Gag. Als ich die Muster dazu sah, musste ich immer wieder laut lachen.“

Carrey erlebte die „Harry Potter“-Kostümparty als Gelegenheit, auch über sich selbst zu lachen: „Ich sehe aus wie David Letterman in Hogwarts.“

Zur „Ja-Sager“-Besetzung gehört außerdem Danny Masterson als Carls lockerer Kumpel Rooney, der Carls ,Ja‘-Initiative für sich zu nutzen weiß – er geht sogar so weit, sich als Schmarotzer bei Carl einzuquartieren. Mit dabei sind auch Molly Sims als Carls Ex-Frau Stephanie, die Carl nach seiner Kehrwendung in einem ganz neuen Licht sieht; und Fionnula Flanagan als Carls recht liebeshungrige Nachbarin Tillie.

„Die Arbeit mit den Darstellern hat eine Menge Spaß gebracht“, berichtet Zanuck. „Am Set entwickelte sich ein Esprit de Corps, den ich als sehr anregend erlebte – ich freue mich wirklich, ,Ja‘ gesagt zu haben und jetzt ein Mitglied des Ja-Sager-Clubs zu sein.“

Reed empfindet das genauso: „Was für ein tolles Erlebnis, mit all diesen überragenden Schauspielern arbeiten zu dürfen. Sie alle haben ihren Teil zur überzeugenden Atmosphäre und zum Humor in Carls Welt beigetragen.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Als Jim Carrey die Rolle des Ja-Sagers akzeptierte, musste er sich eine Reihe neuer Fertigkeiten aneignen, die er brauchte, um als Carl ins kalte Wasser zu springen und „Ja“ zu sagen. Am Gitarrespielen hatte er sich zwar schon versucht, doch jetzt probte er stundenlang den Song, den er vor der Kamera spielen muss, als Carl auch in dieser Hinsicht Neuland betritt. Ist Carrey musikalisch begabt? „Mein Gitarrenlehrer hat mir Mut gemacht: ,Du hast ein gutes Gefühl für Rhythmus, du hast ein feines Ohr – du solltest wirklich dabei bleiben.‘“ Doch der Schauspieler kennt seine Grenzen: „Seit dem Drehschluss habe ich die Gitarre nicht mehr angefasst. Warum soll ich mich abmühen, wo es doch Leute wie Eric Clapton gibt?“

Außerdem übte Carrey mit Dialekt-Experte John Song Koreanisch, um Carls hervorragende Fortschritte in dieser Sprache zu demonstrieren. „Als ich es drauf hatte, waren die Leute schwer beeindruckt – aber ich habe ganze zehn Wochen dafür gebraucht: Selten hatte ich eine derart komplizierte Aufgabe zu bewältigen.“

Der Regisseur sieht das von einer anderen Warte: „Die Arbeit mit Jim bringt täglich neue Abenteuer, weil er laut Drehbuch so viele verschiedene Sachen macht: Er fährt Motorrad, lernt Koreanisch, spielt Gitarre, spielt ,Dance Dance Revolution‘, schnallt sich Rollerskates auf den Bauch und wagt einen Bungee-Sprung von der Brücke. Jim hat sich in alles hineingekniet und war bestens auf diesen Film vorbereitet. Was meine Arbeit sehr viel einfacher macht!“

Seine Motorradkünste hat Carrey auf der Leinwand auch früher schon bewiesen, vor allem in „Dumb and Dumber“ (Dumm und dümmer). In „Der Ja-Sager“ musste er sich auf einem Ducati-Motorrad bewähren – und dabei trägt er ein Krankenhaus-Nachthemd.

„Erblasse vor Neid, Peter Fonda!“, lachte Carrey, als er auf eine Ducati sprang und die Straßenszenen im Zentrum von Los Angeles drehte. „Dies ist ein neuer Motorradfilm für eine neue Generation: Ducati!“

Die Experten für Spezialeffekte entwickelten ein spezielles Sicherheitskorsett für diese Sequenz, in der Carl sich von einem Freund eine Ducati ausborgt und auf der Suche nach Allison durch den Verkehr braust. Durch diese Sicherheitsvorrichtung konnte Carrey hinter dem Kamerawagen herfahren, mit aufgebäumten Motorrad nur auf dem Hinterrad durch die Gegend brettern und andere Stunts ausführen, ohne seine Sicherheit im Mindesten einzuschränken.

„Laut Drehbuch sitzt Carl erstmals auf einem Ducati-Motorrad, das mit 1100 ccm und gewaltigem Drehmoment ein wahres Monster ist“, sagt Ernie Vigil, der einige Bike-Stunts im Film ausführte. „Die Sicherheitsvorrichtung für Jim war zwar echt cool, aber wir hatten keine Ahnung, ob er überhaupt Motorrad fahren kann. Doch er setzte sich einfach auf die Ducati, bretterte los, und sauste wie ein Profi durch den Verkehr. Eine starke Leistung!“

Eine weitere Action-Sequenz des Films dreht sich um den weniger bekannten Sport des Body-Blading – dazu ließ sich der Regisseur von einem Online-Video inspirieren. „Ein Freund schickte mir den Clip und meinte: ,Das sieht witzig aus – schau’ dir das mal an!‘ Es handelt sich um den Franzosen Jean Yves Blondeau, der einen abgedrehten ,Kinderwagen-Anzug‘ trägt, einen Overall, der an Brust und Beinen mit Rollerskate-Rädern ausgestattet ist – er hat es persönlich designt“, erinnert sich Reed. „Es sieht aus wie eine Mischung aus Ritterrüstung und ,Star Wars‘-Stormtrooper-Outfit! Jim und die Autoren schauten sich das an – wir waren alle begeistert. Die schiere Dynamik macht wirklich Spaß.“

In dem Clip lässt sich Blondeau von der stehenden Position in eine bäuchlings liegende Position hinabgleiten, wobei er mit bis zu 100 km/h über das Straßenpflaster brettert. Die Filmemacher nahmen Kontakt zu dem Skater auf, der aus Frankreich anreiste, um dem Filmteam als Berater zu dienen und Jim Carrey in den Szenen zu doubeln, die Carl und Allison bei diesem Sport zeigen.

„Einfach unfassbar, wie schnell der tatsächlich dahinrast“, sagt Reed. „Wie soll man es bloß schaffen, ihn mit verschiedenen Kameras im Bild zu behalten? Denn der saust so schnell vorbei, dass er innerhalb von zwei Sekunden aus dem Bild verschwunden ist!“

Als die Sequenz im Decker Canyon in Malibu gedreht wurde, arbeiteten Stunt Coordinator Gary Hymes und Blondeau eng mit den Stars zusammen, um für ihre Sicherheit zu garantieren – trotzdem war Deschanel durchaus nicht so enthusiastisch wie die Jungs, als es mit dem Stunt ernst wurde.

„Zooey ist bildschön und sehr begabt, aber wenn sie in den Rollerblade-Anzug steigen soll, bekommt sie die Muffe“, sagt Carrey mit einem Augenzwinkern. „Was durchaus verständlich ist, denn das Mädchen will ja nicht über die Abbruchkante sausen. Wahrscheinlich eine sehr vernünftige Einstellung.“

„Das ist ein Extremsport“, berichtet die Schauspielerin. „Man braucht sehr viel Übung, um das in den Griff zu bekommen. Mein Stunt-Double hat viele, viele Wochen geübt, und sie ist ein Profi!“

Die Filmemacher konstruierten eine Laufrad-Aufhängung, um die Schauspieler bei den Aufnahmen abzusichern. „Das bringt riesig Spaß – wie auf der Achterbahn“, sagt Deschanel.

„Zooey hat sich dadurch offenbar völlig verwandelt“, kommentiert Reed. „Sie hat bei diesem Film viele ihrer Ängste überwunden.“

Apropos extrem: Irgendwann ist Allison derart von Carl genervt, dass sie ihn wenig feinfühlig anherrscht: „Ach spring doch von einer Brücke.“ Carl lässt sich davon sofort inspirieren und wagt einen Bungee-Sprung von der Colorado Street Bridge in Pasadena.

Während der gesamten Produktion versuchte Carrey von der Studioleitung die Genehmigung zu bekommen, den Stunt selbst auszuführen. „Ich wollte den Stunt selbst machen, um den Film zu transzendieren“, sagt er. „Ich möchte, dass die Zuschauer genau erkennen: Jim Carrey führt den Bungee-Sprung wirklich selbst aus und wagt das tatsächlich!“

„Von Anfang an bestand Jim darauf, das selbst zu machen“, sagt Reed. „Der Sprung steht auf der Liste der Dinge, die er im Leben machen will, und das wollte er jetzt abhaken. Logischerweise waren wir nicht gerade begeistert davon, unseren Hauptdarsteller einen Bungee-Sprung ausführen zu lassen… zumindest nicht in der Mitte der Dreharbeiten“, lacht er.

Die Filmemacher gaben schließlich nach und genehmigten Carreys Sprung – am letzten Drehtag.

„Für größte Sicherheit war gesorgt – in Absprache mit dem Stunt Coordinator und Bungee America. Aber ich muss zugeben, dass ich an dem Drehtag trotzdem ziemlich nervös war“, stellt Reed fest. „Egal wie viele Sicherheitsvorkehrungen wir getroffen hatten – es blieb die Tatsache, dass wir Jim Carrey von einer Brücke springen ließen. Und wir hatten nur eine Chance, um den Sprung mit unseren Kameras einzufangen – es musste also auf Anhieb klappen.“

Bei dem wirklich einmaligen Sprung waren sechs Kameras gleichzeitig im Einsatz. Eine davon war auf einer Hochgeschwindigkeitswinde, einem computergesteuerten Kamerakran mit einem Libra-Stativ montiert, das die Kamera über drei Achsen stabilisiert: Sie liefert den Haupt-Blickwinkel, als Carrey in die Tiefe springt. Ein zweites Libra-Stativ brachte die zweite Kamera über die Brüstung der Brücke in Position, und vier weitere Kameras filmten die Szene aus verschiedenen Blickwinkeln. Während sich die Filmemacher und das Team hinter den Video-Monitoren verkrochen, segelte Carrey wie ein Schwan von der Brücke.

„Unglaublich, das war irre – ich fand’s toll“, rief Carrey nach seinem Sprung. „Als ich die Brücke heute morgen erblickte, fragte ich mich: ,Was mache ich hier bloß – das ist doch absoluter Wahnsinn.‘ Mir wurde gar nicht richtig klar, was abgeht, bis ich direkt vor dem Sprung auf der Plattform stand.“

„Jim gelang nicht nur ein perfekter Sprung – er zog auch sein Handy-Requisit aus der Tasche und sprach seinen Dialog, während er unter der Brücke kopfüber am Seil hing – exakt aufs Stichwort“, lacht Reed. „Einfach verblüffend, wie sehr er sich konzentriert und wie er das schafft! Das war doch ein ungeheurer Adrenalinschub! Für Jim hätte es keinen schöneren Abschluss des Drehs zu ,Der Ja-Sager‘ geben können – ein gewaltigerer Schlussakkord ist doch gar nicht vorstellbar.“

Produktion: Die Drehorte

Regisseur Peyton Reed stellte sich als Hauptschauplatz des Films „einen ganz bestimmten Bezirk innerhalb der riesigen Stadt Los Angeles vor, der mit der Film- und TV-Branche wenig zu tun hat“, erklärt er. „Der Film spielt in und um Silverlake, Los Feliz und Echo Park, wo es eine schöne Mischung aus Künstlern und jungen Angestellten gibt. Ich selbst halte mich dort häufig auf. Ich wollte möglichst viel an Originalschauplätzen drehen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Produktionsdesigner Andrew Laws war von Reeds Sicht auf Los Angeles fasziniert: „Es handelt sich tatsächlich um eine L.A.-Story, um das L.A. eines Jedermann – im Gegensatz zu einer innerhalb der Stadtgrenzen kreierten Fantasy-Welt. Peyton wollte die Schauplätze einsetzen, um den Figuren eine Basis zu geben und eine Geschichte zu erzählen, die die Stadt und ihre Bewohner anspricht.“

Zu Laws’ liebsten Drehorten gehört Bigfoot Lodge, „eine echte, sehr coole Bar. Wir waren uns einig: Das ist die perfekte Kneipe für den Feierabend der Jungs.“ Reed war im Laufe der Jahre öfter dort gewesen und freute sich, sie jetzt in „Der Ja-Sager“ vorzustellen.

Neben den Außenaufnahmen vor der echten Bar drehte man in der Halle 23 auf dem Warner-Bros.-Studiogelände Szenen in Laws’ Nachbau der Bigfoot Lodge: „Die Dreharbeiten in der echten Bar wären sehr lang geworden, und manche Einstellungen hätten sich dort nur schwer realisieren lassen – man hätte die Bar für längere Zeit schließen müssen“, sagt Laws.

„Deshalb bauten wir im Studio praktisch den kompletten Eingangs- und Innenbereich nach und fügten einen etwas erweiterten, hinteren Bereich hinzu. Als die Bigfoot-Jungs uns dann am Set besuchten, war es für sie ein absolut surreales Erlebnis, praktisch ihre eigene Bar zu betreten!“

Reeds Liebeserklärung an die Gegend um Los Feliz und Silverlake in Los Angeles führte zur Entscheidung für weitere Drehorte, zum Beispiel Spaceland, den seit langem etablierten Veranstaltungsort für Live-Musik in Silverlake. Reed ist selbst Musiker, ist mit Bands dort aufgetreten und hat im Laufe der Jahre viele Auftritte anderer dort erlebt. Im Film tritt Allison mit ihrer Band Munchausen By Proxy im Spaceland auf, während der irritierte Carl sie von der Bar aus beobachtet.

„Dass ich eine persönliche Beziehung zu etlichen der Drehorte habe, gefällt mir, und ich freue mich, einige der weniger oft gefilmten Bezirke von Los Angeles vorstellen zu können“, sagt Reed, der die unbekannteren Schauplätze mit berühmten Wahrzeichen wie der Hollywood Bowl und dem Observatorium im Griffith Park kombinierte.

„Die Bowl ist einfach fantastisch – etwas Romantischeres gibt es in L.A. kaum“, berichtet Reed, der mit Carrey, Deschanel und dem Filmteam zwei Nächte lang in dem historischen Freilichttheater drehte. „Ich konnte einfach dem Traum nicht widerstehen, nachts in die leere Hollywood Bowl zu schleichen.“

Tatsächlich war es Carrey, der die Idee zu dieser Szene hatte. Er verrät: „Ich habe mich früher ständig in die Hollywood Bowl geschlichen, als ich um die 21 war und im Comedy Store auftrat. Eines Nachts habe ich mich mit einem Mädchen dort eingeschlichen – dadurch kam mir die Idee. Es war wunderbar, dass noch einmal zu erleben.“

„Es war richtig aufregend, auf der völlig leeren Bühne der Hollywood Bowl zu stehen“, erinnert sich Deschanel. „Das war für mich eine ganz neue Erfahrung – die meisten Menschen dürfen das nie erleben.“

Das Griffith Park Observatory wurde vom Filmteam als Hintergrund für jene Szenen benutzt, in denen Allison mit ihrer Frühsport/Fotografen-Gruppe zu sehen ist, die ihre Übungen vor der bekannten Kuppel des Observatoriums machen und dieses Ambiente und andere Jogger während des Laufens zu knipsen versuchen. In einer Schlüsselszene taucht Carl dort auf, um Allison zu treffen, nachdem er die Nacht mit den Jungs durchgemacht hat. Carl hat sich mit Red Bull aufgeputscht, rennt auf sie zu und plappert wie ein Wasserfall, was Allison und ihre Schüler amüsiert.

Einen großen Ballsaal im Renaissance Hotel an der Ecke Hollywood Boulevard und Highland Avenue verwandelte man in den von Terrence Bundley geleiteten Selbsthilfe-Kongress, auf dem Carl, Nick und über 800 Statisten in den Bann geschlagen werden und ekstatisch „Ja!“ schreien.

Aber das ist nicht die einzige Massenszene: Einmal fliegen Carl und Allison nach Nebraska, wo sie sich ein Football-Spiel im Stadion der University of Nebraska anschauen. Die „Ja-Sager“-Szenen entstanden auf dem Campus der University of Nebraska im Lincoln’s Memorial Stadium, das mit über 84.000 Nebraska-Fans gefüllt war.

Anschließend wurden in Los Angeles entsprechende Einstellungen zur selben Szene mit Carrey, Deschanel und über 700 Statisten im Memorial Coliseum in Los Angeles gedreht. Ehrfurchtsvoll betraten die Darsteller und Team-Mitglieder die höhlenartige historische Arena – viele konnten nicht widerstehen und warfen sich ein paar Bälle auf dem legendären Platz zu. Auch Carrey – verkleidet als Maisschäler – kickte einige Bälle über den Rasen.

Produktion: Die Musik

Musik spielt in „Der Ja-Sager“ eine Schlüsselrolle – wie in allen bisherigen Filmen von Peyton Reed. „Ich stehe auf Musik und habe viele Filme gedreht, in denen die Musik einen wichtigen Platz einnimmt. Nachdem ich ,Bring It On‘ (Girls United) und ,Down With Love‘ (Down With Love – Zum Teufel mit der Liebe!) gedreht hatte, hörte ich oft, dass die Filme auf seltsame Weise wie Musicals wirken, ohne Musicals zu sein“, berichtet Reed. „Auch im neuen Film taucht das Musikmotiv ständig auf: Jim Carrey will als Carl Gitarre spielen lernen, Allison tritt mit ihrer Band auf. Aufgrund der Filmvorgaben konnte ich etliche Musikideen entwickeln, was mir besonders Spaß macht.“

Zooey Deschanel hat sich bereits als Sängerin und Songschreiberin etabliert. Gern tat sie sich mit der Band Von Iva aus San Francisco zusammen, die Music Supervisor Jonathan Karp für den Film auswählte. „Zufällig hörte ich die Von-Iva-CD und merkte sofort, dass sie es voll draufhaben, einfach hervorragend sind“, berichtet Karp. „Sie haben sehr gern in unserem Film mitgemacht. Also probten wir mit Zooey und den Von-Iva-Girls – Becky, Kelly und Jillian – eine Woche lang und nahmen die Titel dann im Studio auf. Bei dieser Arbeit haben sie sich angefreundet – so wuchsen sie zu unserer kleinen Film-Band zusammen.“

Deschanel schrieb mit den Von-Iva-Girls, Regisseur Peyton Reed und Karp die Texte der Songs. Laut Filmstory schlagen sich Allisons persönliche Probleme in den von ihr gesungenen Songs nieder, die sie mit einer Band singt, die den merkwürdigen Namen Munchausen By Proxy (Stellvertreter für Münchhausen) trägt. „Bei den Proben haben wir alle Lieder und Texte geschrieben und uns bestens kennen gelernt“, berichtet Deschanel. „Es war toll, am kreativen Prozess mitzuwirken, und als wir dann die Bühnenaufnahmen drehten, war es echt zu cool zu merken, wie die Mitarbeiter unsere Songs mitsummten.“

„Wir hatten das große Glück, dass Zooey die Rolle der Allison spielt, denn sie hat sich sehr intensiv eingebracht“, stellt Karp fest. „Sie ist eine tolle, sehr erfahrene Sängerin und liefert wunderbare Texte. Wir müssen dabei besonders betonen, was für lustige Texte sie schreibt.“

Ebenso viel Wert legt Reed auf die Hintergrundmusik: „Ich bin ein großer Fan der Band EELS. Geleitet werden die EELS von einem Typen namens E. Zunächst hielten wir es für schwierig, ihn zur Mitarbeit zu bewegen, doch er schaute sich den Film an, und wahrscheinlich gefielen ihm vor allem zwei Aspekte: Der Film spielt in seinem Viertel, und er handelt von einem Typen, der sich total abschottet und recht deprimiert ist, bis er sich dann dem Leben öffnet. Um genau dieses Thema geht es in allen Songs, die E jemals geschrieben hat. Er konnte mit der Story etwas anfangen und willigte ein, die Filmmusik zu schreiben.“

E heißt mit bürgerlichem Namen Mark Oliver Everett – er arbeitete beim Score mit dem Komponisten Lyle Workman zusammen. Dazu der Regisseur: „E und Lyle verwendeten Instrumentalfassungen von einigen der schon vorhandenen EELS-Tracks. Anschließend komponierten sie neue Titel, die dazu passen. Insgesamt prägt die Musik nicht nur die Emotionen des Films, sondern auch das Ambiente in diesem Bezirk von Los Angeles.“

Produktion: Kostümdesign

Kostümdesigner Mark Bridges hatte viele kreative Aufgaben zu bewältigen, zum Beispiel die ausgeflippten Kostüme für Allisons Band – zusammen mit Zooey Deschanel entwickelte er die abgedrehten und sehr auffälligen Outfits für die Film-Band Munchausen By Proxy.

„Ich habe Zooey und Von Iva bei den Proben zugeschaut und fand, zu diesem Musikstil gehören sexy Kleider, die aber ungewöhnlich und historisch wirken müssen – so wie wir es in den letzten 20 Jahren nicht mehr gemacht haben. Daraus ergibt sich eine Mischung aus leichtem Punk der 1980er-Jahre und dem 18. Jahrhundert“, lacht Bridges. „Wir brachten immer neue Ornamente an, als ob sie in einer alten Kiste voller Bühnenkostüme gestöbert und – je nach Thema – für jeden der Songs etwas Neues ausgesucht hätten.“

Viel Spaß hatte Bridges auch bei den Entwürfen zu den Kostümpartys, die Carls Boss Norm ausrichtet. „Die Entwürfe für Norms Partys gehörten zu meinen interessantesten Aufgaben.“ Über die „Harry Potter“-Party sagt Bridges: „Die Kostüme sollten auf jeden Fall amateurhaft wirken, so wie Leute sie zusammenstellen würden, die große Fans der Filme sind. Wir haben also ausschließlich Stücke aus Second-Hand-Läden verwendet, die authentisch und gebraucht aussehen. Wir benutzten Schulabschluss-Talare, einige Film-Merchandising-Teile, die eine oder andere Augenklappe und anderes, um jede Figur unverwechselbar einzukleiden.“

Auch bei Norms „300“-Party legten Bridges und sein Team Wert darauf, dass die Kostüme wie selbstgemacht aussehen: „Wir versuchten die berühmten Kostüme aus dem Film auf verrückteste Weise zu kopieren“, berichtet Bridges. „Ein Party-Gast ist zum Beispiel überall gepierct und läuft halbnackt herum – er trägt ein Slinky um den Hals und aufgeklebte Ohrringe an der Nase.“

Produktion: Ja ist das neue Nein

Für Herz und Humor in „Der Ja-Sager“ sorgen Carls Erlebnisse – als Jedermann verläuft seine Existenz in ausgefahrenen Gleisen, bis er sich den Möglichkeiten des Lebens stellt und zu allem „Ja“ sagt.

„Die Welt ist leider voll von ,Nein-Sagern‘“, sagt David Heyman. „Doch ich habe das Gefühl, dass das Leben gut zu mir war, weil ich mich eher zum ,Ja-Sager‘ entwickelt habe. Ich wollte in der Filmbranche arbeiten – also bin ich trotz der üblichen, vernünftigen Einwände 5000 km weit nach New York gezogen und später 5000 km weiter nach London, was ein echter Wahnsinn war. Aber für mich hat das funktioniert.“

„Unterschwellig geht es darum, dass man im Leben etwas wagen muss. Die Chance dazu bekommt man aber nicht, wenn man alles ablehnt und jede Tür zuschlägt“, sagt Zanuck. „Hoffentlich nehmen die Zuschauer diese Erkenntnis mit nach Hause – zusammen mit ihrem Vergnügen an einem wirklich lustigen Film.“

„Während der Vorbereitung und beim Schreiben erlebten wir öfter Tage, wo wir buchstäblich sagten: ,Wir sagen zu allem ,Ja‘“, berichtet Regisseur Peyton Reed. „Und es ist tatsächlich so: Wenn man sich den Dingen mehr öffnet, bekommt man ein seltsames, ganz wunderbares Gefühl. Ich möchte jetzt nicht wie ein schräger Typ klingen, der wie im Film lebt, aber diese Einstellung hat sicher unser Engagement beeinflusst. Man sollte solche Erfahrungen offen willkommen heißen.“

„Ich habe einige ,Ja‘-Momente erlebt“, berichtet Carrey. „Oft fragte ich mich dann: ,Was hat mich denn da geritten, als ich diesem oder jenem zugestimmt habe?‘ Aber das Fazit ist dann doch immer: ,Das nennt man Leben, Mann.‘“