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Der Herr des Hauses

   Kinostart: 09.06.2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Federleichte, konventionelle Actionkomödie um einen knorrigen Ranger undercover im Haus von Cheerleadern.

Nachdem der Kronzeuge gegen den skrupellosen Gangster Courtland (Turner Stephen Bruton) gewaltsam das Zeitliche segnete, steht der grimmige Texas Ranger Sharp (Tommy Lee Jones) vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Eine Gruppe von Cheerleadern hat nämlich den Mord beobachtet und steht nun ganz oben auf Courtlands Todesliste. Sharp erhält die Aufgabe, im Damenwohnheim einzuziehen und über die Leben der Mädchen zu wachen. Flöhe hüten wäre leichter.

Critters„-Regisseur Stephen Herek schöpft in seiner neuen Hollywood-Actionkomödie aus der Konfrontation von stoischem Polizeirauhbein und gackernder Tussi-WG maximales Spaß- und Klischeepotential.

Texas Ranger Roland Sharp und seine Partnerin wollen einen Informanten dingfest machen. Dieser wird auf der Flucht erschossen. Zuffällig beobachten fünf schnuckelige Cheerleader die Tat. Da ein korrupter FBI-Agent davon Wind bekommt, übernimmt Sharp die anstrengende Aufgabe bei den College-Girls Coach einzuziehen, um so über sie zu wachen.

Als der mit staubtrockenem Humor gesegnete Texas Ranger Roland Sharp einen Informanten festnehmen will, wird dieser vor seinen Augen erschossen - und Sharp erbt fünf blutjunge Cheerleader, die die Tat beobachtet haben und nun von ihm geschützt werden müssen. Widerwillig zieht der grummelige Ordnungshüter bei den knapp bekleideten Hupfdolen ein und versucht sofort, strenge Ausgeh- und Kleidungsregeln bei den Partymäusen einzuführen. Doch die Ladies haben ihren eigenen Willen und krempeln ihren Gast gehörig um.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Tommy Lee Jones, sonst als harter Mime mit bewegungslosem Gesicht bekannt („Men in Black“), springt in das frische Wasser einer Komödie von Regisseur Stephen Herek („101 Dalmatiner“). Die fünf Cheerleader stellen mit ihren Reizen und ihrem Widerspruchsgeist die Selbstkontrolle des altgedienten Polizisten auf eine schwere Probe. Zunächst verbietet er ihnen das Kaugummikauen, weil es den Niedergang der westlichen Zivilisation bedeutet, dann zwingt er sie, sich im Auto anzuschnallen.

      Weil die Mädchen lautstark gegen das Eingesperrtsein protestieren, begleitet Sharp sie zum Rollschuhlaufen und fühlt sich wieder jung, auch wenn das schmerzhaft endet. In der Literaturvorlesung von Professor McCarthy, der Englischlehrerin eines der Mädchen, begeistert er sich plötzlich für „Romeo und Julia“ und für die Dozentin. Der einsame Polizist, der seinem Pflichtbewusstsein stets den Vorrang vor privaten Beziehungen gab, entdeckt wieder Neugier und Lebenslust.

      Der Texas Ranger und die Cheerleader entwickeln eine Vater-Töchter-Beziehung, die herzlicher wird. Unter seiner korrekten Gesetzeshüter-Fassade mag Sharp sowieso Charaktere, die mehr Leichtigkeit als er haben: Öfters besucht er den singenden, tanzenden Ex-Knacki und jetzigen Priester Percy Stevens (Cedric The Entertainer).

      Manche Gags sind von der Sorte, dass ein Handy aus dem After einer Kuh geholt wird, oder dass Sharp im Supermarkt Menstruationsartikel kaufen muss. Andere Witze sind gelungener: Als ein Mädchen von den harten Kerlen mit den klickenden Waffen in ihren Lieblingsfilmen schwärmt, hantiert Sharp mit seinem Revolver und sagt eher kleinlaut, sein Lieblingsfilm sei „ The Sound of Music“ („Meine Lieder – meine Träume“). Als ihn die Professorin zum Abendessen einlädt, antwortet er in alter Polizistenmanier: „Negativ“.

      Die Cheerleader müssen alle Klischees von Weiblichkeit, die Männer aufregt oder ängstigt, ausreizen, über nackte Körperteile, Gurkenmaske für Sharp, fingierte Geburtswehen im Bus. Auch der Autoritätskonflikt zwischen den aufgedrehten Teenagern und dem eisernen Polizisten zieht alle Register und wirkt manchmal altbacken. Dennoch entfaltet der Film über den sorgenvollen Verantwortungsträger mit Herz einigen Wohlfühl-Charme. Man kann am Ende Jones’ Urteil bestätigen: „Väter und Töchter werden sich selbst erkennen. Junge Menschen können ihre Eltern erkennen. Eltern erkennen ihre Kinder.“

      Fazit: Anspruchslose, aber charmante Komödie mit Tommy Lee Jones als Texas Ranger und Ersatzvater von fünf Cheerleadern.
    2. Der Herr des Hauses: Federleichte, konventionelle Actionkomödie um einen knorrigen Ranger undercover im Haus von Cheerleadern.

      Wie schon Chevy Chase anno 1995 in der gleichnamigen, aber nicht gleichen Komödie ist jetzt Tommy Lee Jones im wortwörtlichsten Sinne der (einzige) Mann im Haus. Die ältere Hälfte der „Men in Black“ mimt hier einen missmutigen Texas Ranger, der eine Gruppe von Cheerleadern beschützen muss. So gilt es undercover zu gehen und mit den attraktiven Damen in einem Haus zu leben. Dadurch entfaltet die Actionkomödie etliche Fish-out-of-Water-Szenarien, die Jones mit charakteristisch stoischer Miene über sich ergehen lässt.

      Stephen Herek kehrt hier zu seinen sportlichen Wurzeln aus „Mighty Ducks“-Tagen zurück. Dafür öffnete die Universität von Texas erstmals ihre Tore für eine Filmproduktion. Davor gibt es allerdings einen feurig-explosiven Actionprolog, in dem Texas Ranger Roland Sharp und seine Partnerin einen Informanten dingfest machen wollen. Dieser wird auf der Flucht von einem Scharfschützen erschossen, was zufällig von fünf schnuckeligen Cheerleadern beobachtet wird. Da ein korrupter FBI-Agent davon Wind bekommt, übernimmt Sharp die anstrengende Aufgabe bei den College-Girls einzuziehen, um so über sie zu wachen. Die Mädels werden übersteigert als Dummchen stereotypisiert, die nur Partys und ihre Boyfriends im Kopf haben. Die neuen Regeln wie nicht Ausgehen und züchtige Klamotten, die ihr ungebetener Hausgast (der als ihr Assistenzcoach posiert), stoßen bei ihnen auf lautstarke Entrüstung. Doch mit der Zeit gewöhnen sie sich aneinander, und Sharp geht für seine Mädels sogar zum Tampon- und Kosmetikeinkauf. Die Girls revanchieren sich mit einem Makeover vor seinem Date mit einer attraktiven College-Professorin (Anne Archer) und helfen ihm auch, seine von ihm entfremdete Tochter zurückzubekommen, als sie entführt wird. Ab diesem Zeitpunkt drückt Herek wieder auf das konventionelle Actionpedal, komplett mit Verfolgungsjagd, blutigem Shootout und brennendem Bus. Für das Hochzeits-Happy-End wird dann wieder ein unkompliziert-fröhlicher Ton angeschlagen.

      Cedric The Entertainer (aus den „Barbershop“-Filmen) sorgt als ex-krimineller Priester mit akrobatischen Tanzambitionen für Lacher, während die Cheerleader (unter denen Christina Milian am bekanntesten ist) in erster Linie durch ihre glucksende Girlyhaftigkeit amüsieren sollen. Mehr aber fungieren sie in ihren nabelfreien und tiefausgeschnitten Klamotten als sexy Augenfang, im Kontrast zum mittlerweile charmant angeknitterten Jones. Er nimmt gekonnt den Part des störrischen Antikomikers (oder Straight Man) ein. Wer bei der Vorstellung, ihn mit Gurkenmaske oder bei Disco-Rollschuhlaufen (zu „Dancing Queen“ von Abba - nur einer der in der Kinogeschichte überstrapazierten Songs, die vom eher einfallslosen Soundtrack aufgegriffen werden) zu sehen, schmunzeln muss, der liegt bei diesem Federgewicht von Actionkomödie richtig. ara.

    News und Stories

    • ProSieben: "Der Herr des Hauses" als Free-TV-Premiere

      Am Samstag, 1. März 2008 um 20.15 Uhr, präsentiert ProSieben den Film „Der Herr des Hauses“ als Free-TV-Premiere. In den Rollen sind u.a. Tommy Lee Jones und die Sängerin Christina Milian zu sehen.Der Film dreht sich um Texas Ranger Roland Sharp (Tommy Lee Jones), der unfreiwillig zum Hahn im Korb wird: Sein Vorgesetzter beauftragt ihn nämlich, auf eine Horde Cheerleaderinnen aufzupassen, die zufällig Zeuginnen eines...

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