„Der Herr der Ringe“-Geheimnis enthüllt: Peter Jackson sollte bei der Filmreihe gefeuert werden

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

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Die „Der Herr der Ringe“-Trilogie gilt heute als eine der besten Filmreihen aller Zeiten. Vor ihrer Produktion stand das Mammut-Projekt von Peter Jackson allerdings auf wackeligen Beinen. Der Regisseur selbst war alles andere als gesetzt, sollte vor dem Start sogar gefeuert werden – und als Ersatz stand angeblich Quentin Tarantino bereit.

Es klingt wie eine der kuriosesten Wendungen der Filmgeschichte: Quentin Tarantino als Regisseur von „Der Herr der Ringe“. Anscheinend wäre das aber tatsächlich möglich gewesen. Autor Ian Nathan hat gerade ein Buch über Peter Jackson und die Erschaffung seiner sechs Mittelerde-Filme verfasst, das den Titel „Anything You Can Imagine: Peter Jackson and the Making of Middle Earth“ trägt (via Slashfilm). Darin enthüllt Nathan unter anderem, dass Jackson kurz vor der Entlassung stand.

An einem Punkt hielt das Filmstudio Miramax die Rechte und ein gewisser dort leitender Produzent namens Harvey Weinstein wollte die Geschichte von „Der Herr der Ringe“ in einem einzigen Film ins Kino bringen. Peter Jackson wurde demnach vor die Wahl gestellt: Entweder du fasst die drei Bücher in einem zweistündigen Film zusammen oder wir suchen uns einen anderen Regisseur.

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„Der Herr der Ringe“ wäre beinahe zur filmischen Katastrophe geworden

Namentlich nannte Weinstein dabei John Madden („Shakespeare in Love“) und eben Kultregisseur Quentin Tarantino. Letzterer seit laut Weinstein „bereit, ihn zu drehen“, was natürlich nur eine haltlose Drohung gewesen sein könnte. Auch wenn es nach einem der interessantesten Filmexperimente überhaupt klingt, kann sich wohl kaum jemand „Der Herr der Ringe“ im Tarantino-Stil vorstellen. Zumindest nicht, ohne dass es in eine groteske Richtung abdriftet.

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Apropos grotesk: Um die Bücher von J. R. R. Tolkien in einen einzigen Film zu pressen, schlug Miramax gravierende Änderungen vor. Peter Jackson erhielt 1998 ein Memo, in dem ihm der Ansatz vorgestellt wurde. So sollte die gesamte Schlacht um Helms Klamm gestrichen werden, Eowyn hätte Faramir ersetzt und wäre Boromirs Schwester gewesen und der Balrog hätte ebenfalls nicht stattgefunden, um einige der Vorschläge zu erwähnen.

Zum Glück für alle Fans der Bücher und Peter Jackson verkauften Harvey Weinstein und Miramax die Rechte an „Der Herr der Ringe“ letztlich an New Line Cinema. Das Filmstudio empfing Jacksons Ansatz, die Geschichte in drei Filmen zu erzählen, mit sehr viel offeneren Armen – und der Rest ist Filmgeschichte, wie man so schön sagt.

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