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Aus Rache in einen Ork verwandelt: „Herr der Ringe“-Star verrät erstaunliches Geheimnis

Aus Rache in einen Ork verwandelt: „Herr der Ringe“-Star verrät erstaunliches Geheimnis
© Warner Bros. / IMAGO / Everett Collection

Die Verfilmung von „Der Herr der Ringe“ stand lange Zeit auf der Kippe. Zur Revanche wurde die verantwortliche Person in einen Ork verwandelt – mit dem heutigen Wissen definitiv zurecht.

Die „Der Herr der Ringe“-Trilogie eroberte vor teils über 20 Jahren die Kinos dieser Welt. Trotz dieser langen Zeit gibt es immer wieder neue Geheimnisse über die drei Fantasy-Filme, die ans Licht kommen. Für die neueste kuriose Fußnote sorgte jetzt Elijah Wood.

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Der Frodo-Darsteller verriet im „Armchair Expert“-Podcast (via The Hollywood Reporter), dass Filmproduzent Harvey Weinstein für die Trilogie in einen Ork verwandelt wurde:

„Es ist witzig, darüber wurde kürzlich gesprochen, denn Dom und Bill (Darsteller der Hobbits Merry und Pippin, Anm. d. Red.) haben einen Podcast, ‚The Friendship Onion‘. Sie sprachen mit Sean Astin (Darsteller von Sam, Anm. d. Red.) über ihre ersten Erinnerungen, wie sie nach Neuseeland kamen. Er hatte all diese Ork-Masken gesehen und eine der Ork-Masken – ich erinnere mich genau daran – war designt worden, um wie Harvey Weinstein auszusehen, als eine Art Rache. […] Ich glaube, es ist okay, darüber jetzt zu reden, denn der Kerl wurde verdammt noch mal eingesperrt. Scheiß auf ihn.“

Wir blicken natürlich ebenfalls gerne auf die Zeit zurück, in der die „Der Herr der Ringe“-Filme erschienen sind. Seitdem sind jedoch einige Jahre vergangen, was man den Stars wenig überraschend auch ansieht. Wie sich die Darsteller*innen verändert haben, verrät euch unser Video.

Darum wurde Harvey Weinstein zum „Der Herr der Ringe“-Ork

Den Namen Harvey Weinstein kennen inzwischen sicherlich auch Leute, die mit der Welt Hollywoods wenig zu tun haben. Denn die Enthüllungen über Weinstein waren vor wenigen Jahren der Auslöser für die #MeToo-Bewegung. Wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung wurde Weinstein im März 2020 zu 23 Jahren Haft verurteilt.

Die Skandale um den Produzenten waren zwar lange ein offenes Geheimnis in Hollywood, deswegen wurde er aber nicht mit einer Nachbildung als Ork gestraft. Vielmehr ging es darum, dass Weinstein als Chef der Produktionsfirma Miramax Mitte der 90er-Jahre die Filmrechte an den Büchern von J. R. R. Tolkien erworben hatte. Regisseur Peter Jackson und Produzentin Fran Walsh stießen dort jedoch auf etliche Hürden. Miramax wollte ursprünglich nur zwei Filme drehen, wozu die beiden anfangs sogar eingewilligt hatten, jedoch wollte die Firma deutlich weniger Geld zur Verfügung stellen, als Jackson und Walsh für die Umsetzung ihrer Vision brauchten.

Letztlich wollte Harvey Weinstein aus der ganzen Geschichte laut Berichten sogar nur einen einzigen, vierstündigen Film machen. Sie baten Miramax daraufhin, das Projekt einem anderen Studio anzubieten, was ihnen auch gestattet wurde – allerdings erhielten sie dafür nur wenige Tage. „Das Zeitfenster war irre“, bestätigte Elijah Wood.

Deswegen wurde unter anderem gezielt das Drehbuch der beiden Filme geleakt, um andere Interessenten anzulocken und Peter Jackson drehte ein beeindruckendes Werbevideo, wie Elijah Wood verriet. Bei New Line Cinema stieß das Projekt auf viel Gegenliebe und vom Studio selbst soll der Vorschlag gekommen sein, aus den zwei Filmen wieder drei zu machen. Ein unglaubliches Risiko, das auch heute in Hollywood trotz des Trends der etlichen Fortsetzungen und Filmuniversen unglaublich erscheint. Elijah Wood fasste die damalige und auch heutige Praxis der Studios treffend zusammen: „Die weitverbreitete Meinung war: ‚Nein, du musst sehen wie [der erste Film] läuft und dann den Rest des Geldes investieren.‘“

Nachdem ihre Version einer „Der Herr der Ringe“-Verfilmung gerettet war, ließen es sich die Verantwortlichen laut Elijah Wood offenbar nicht nehmen, gegen Miramax-Chef und -Gründer Harvey Weinstein nachzutreten, indem sie ihn zum Ork machten. Welcher Ork in der Reihe ihm nachempfunden wurde, verriet Elijah Wood leider nicht. Viele dürften bei Weinsteins Anblick vermutlich am ehesten an Gothmog denken, der die Belagerung von Minas Tirith leitete. Doch bei einem solch bekannten Charakter hätte der Frodo-Darsteller vermutlich den Ork beim Namen genannt. Es ist wahrscheinlicher, dass der Weinstein-Ork irgendwo im Hintergrund in einer Szene eingebaut wurde – sofern er es überhaupt in einen der Filme geschafft hat. Fans sind natürlich angehalten, beim nächsten „Der Herr der Ringe“-Marathon gezielt nach dem Weinstein-Ork zu suchen. Wir wünschen viel Spaß dabei.

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